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Alles ändert sich – doch Ihr Logo bleibt wie immer?

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Urheber: dragonstock | fotolia

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Wer denkt, nach der sexuellen Revolution gäbe es keine Tabuthemen mehr, der muss nur in die Werbung blicken. Dort existiert ein großes Tabu: das Logo. Denn an nichts halten Unternehmen so sehr fest wie an ihrem Logo. Ein altes Logo zu verwerfen und ein komplett neues einzuführen, ist ein absolutes Tabu. Allenfalls ein bisschen Kosmetik, genannt Relaunch, ist erlaubt. Doch ist die Zurückhaltung wirklich angebracht oder wird es Zeit, mal heilige Kühe zu schlachten? Nur wenige Unternehmen waren so mutig, eine eingeführte Marke zu kippen und stattdessen bestimmte Produkte ihres Hauses unter neuem Markennamen und Logo neu zu entwickeln. Das Mainzer Unternehmen Werner & Mertz traute sich: Es verließ den sicheren Hafen seiner Marke Erdal und brachte die Marke Frosch auf den Markt. Der grüne Frosch war das perfekte Symbol für den Öko-Anspruch der Haushaltreiniger. Seitdem beherrscht Frosch –mit kurzen Unterbrechungen – den Markt der Haushaltsreiniger als Marktführer.

Wann es Zeit wird für ein neues Logo: Prüfen Sie diese Fakten

1. Das Produktprogramm hat sich geändert

Ihr bestehendes Logo passt nicht mehr zu dem Produktprogramm – etwa weil Sie vom Hersteller zu einem Consulting- Unternehmen geworden sind? Dann kann es ratsam sein, den Namen zu übernehmen, das Logo jedoch völlig neu zu gestalten.

Auch der international bekannte Vermittler von privaten Zimmern und Ferienwohnungen airbnb hat sich ein komplett neues Logo verpasst, um damit die küftige Schaffung neuer Produktbereiche zu verdeutlichen.

2. Die Zielgruppe hat sich geändert

Wer zum Beispiel bislang Kinderspielzeug angeboten hat und nun sein Portfolio um medizinische Geräte erweitern will, der ist sicher gut beraten, ein komplett neues Logo zu wählen, um Assoziationen zu diesem höchst unterschiedlichen Bereich nicht aufgommen zu lassen.

Der Erotikversender Beate Uhse hat sich 2013 wegen seiner neuen Zielgruppenstrategie ein neues Logo verpasst.

Weil das Unternehmen verstärkt weibliche Käufer erreichen will, hat es sich vom alten, geradlinigen Schriftzug getrennt und setzt seitdem eine stark geschwungene Schreibschrift mit Herzchen ein.

3. Die Zielmärkte haben sich geändert

Sie haben ein Schwein im Logo. Damit können Sie in den arabischen Ländern und in Israel keine Produkte verkaufen.

Das Tier gilt als unrein und ist als Nahrungsmittel für Muslime und Juden bekanntermaßen tabu. Für eine Expansion in neue Märkte prüfen Sie daher besonders bei Bildmarken, welche Assoziationen in den neuen Märkten damit verbunden werden.

4. Ihr Image ist miserabel

Auch das kann ja vorkommen – besonders häufig offenbar in der Finanzbranche. Und dann reicht nicht mal ein Logo-Wechsel.

Finanzdienstleister AWD und die Citibank sind Beispiele für Unternehmen, die sogar einen gänzlich neuen Namen gewählt haben.

Oder wussten Sie, dass sich hinter der Portigon Financial Services AG die früher sehr bekannte West LB verbirgt?

Mit einem neuen Logo wird man natürlich kein besseres Unternehmen. Doch selbst intensive Anstrengungen, sich neu aufzustellen, gelingen nicht, wenn das alte Negativbild am Unternehmen haften bleibt.

Deshalb ist es in solchen Fällen sinnvoll, sich neben einem neuen Logo auch gleich einen neuen Namen zu geben.

5. Das Logo grenzt Sie nicht ab

Ihr Logo hat sehr viele Ähnlichkeiten mit dem des Wettbewerbers? Dann kann es clever sein, auf das alte Logo zu verzichten und ein neues zu entwickeln, das den Kunden mehr Einzigartigkeit suggeriert.

6. Das Logo passt nicht in alle Medien

Heute muss ein Logo nicht nur in Druckerzeugnissen wirken, wie es vor 50 Jahren der Fall war.

Heute muss es auch in allen elektronischen Medien und den unterschiedlichen Bildschirmformaten gut rüberkommen. Wenn Sie feststellen, dass eine digitale Darstellung nur schwer möglich ist, erwägen Sie einen Neuanfang.

7. Das Logo verletzt Markenrechte

Sobald ein Wettbewerber Sie wegen Verletzung seiner Markenrechte verklagt und den Prozess gewinnt, ist es Zeit für ein neues Logo. Solche Fälle sind gar nicht mal so selten.

Die prominentesten sind wohl der Streit zwischen dem DFB und der Handelskette REAL wegen des Adlers auf Fußballtrikots (Sieger: DFB).

Kein Logo-Fall, aber ein Dauerstreit vor Gericht ist der Streit zwischen Haribo und Lindt, der sich um Goldbären dreht (vorläufiger Sieger: Lindt).

Haben Sie mindestens eine dieser Fragen mit Ja beantwortet? Dann überlegen Sie, ob Sie statt einer leichten Überarbeitung besser ein völlig neues Logo gestalten.

Bei mehr als zwei Jas kann auch ein neuer Name hilfreich sein, um Ihr Unternehmen wieder wirkungsvoll am Markt zu präsentieren.

Dies sind keine Gründe für ein neues Logo, sondern für ein Re-Design

  • Das Logo ist schon 100 Jahre alt? Na und? Tradition ist wertvoll!
  • Das Logo gefällt uns nicht mehr? Das Logo muss Ihnen nicht gefallen. Es muss für Wiedererkennung sorgen!
  • Das Logo sieht nicht mehr modern aus? Überarbeiten Sie die Form und Farben!
  • Das Logo ist zu kompliziert? Vereinfachen Sie es!
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