Gratis-Download

Durch Berichte in der Zeitung oder in lokalen Radiosendern erzielen Sie die Aufmerksamkeit und das Interesse der Öffentlichkeit - und das völlig...

Jetzt downloaden

Ihr gutes Recht - Wenn Ihr Chef Druck macht: Bleiben Sie wachsam

0 Beurteilungen

Von DGx,

Eine Abmahnung kommt nicht aus heiterem Himmel. Erkennen Sie die Vorzeichen, wenn Ihr Chef Sie kritisiert oder ignoriert oder zunehmend misstrauisch wird. Steuern Sie in diesen Fällen rechtzeitig gegen und retten Sie Ihren Job.

Als PR-Verantwortlicher genießen Sie viele Freiheiten:

  • Sie dürfen offiziell für das Unternehmen sprechen, an wichtigen Meetings der Geschäftsführung teilnehmen,
  • Termine außerhalb des Unternehmens wahrnehmen,
  • Ihre Arbeitszeit flexibel und Ihren PR-Aktivitäten entsprechend gestalten,
  • Journalisten zum Mittagessen einladen,
  • über ein eigenes PRBudget verfügen
  • und Aufträge an Agenturen und Dienstleister vergeben

Und jede dieser Freiheiten gründet sich auf das Vertrauen Ihres Chefs. Das ist gut, solange Sie Ihren Job auch gut machen. Aber wehe, wenn es in der Geschäftsführung einen Personalwechsel gibt oder wenn Ihnen durch Unachtsamkeit ein Fehler passiert.
Dann stehen diese Freiheiten schnell auf dem Spiel und mehr noch: Ihr Stuhl wackelt, weil Ihr Chef sich ärgert, über das PR-Ergebnis, über Ihre Strategie, über Sie persönlich. In der Regel bemerken Sie diesen Ärger nur nach und nach.
Wenn die im Selbsttest genannten Tatsachen vorher nicht zutrafen, nun aber mehr und mehr Ihre Kommunikation im Unternehmen beeinträchtigen, und wenn Sie mehr als 3 dieser Hinweise mit Ja beantworten, sollten Sie ein Gespräch mit Ihrem Chef suchen.
Sprechen Sie Ihre Wahrnehmung an, bitten Sie um ehrliche Hinweise, was aus Sicht Ihres Chefs nicht optimal läuft, welche Änderungen er sich wünscht, welche Ereignisse zur Missstimmung führten.
Zeigen Sie sich engagiert und motiviert, Ihr Bestes zu tun, um die alte Vertrauensbasis wieder zu erreichen.
Dem Krach folgt die Abmahnung
Die Berichterstattung war schlecht. Ihr Chef stellt Sie zur Rede und gibt unmissverständlich zu erkennen: Er vertraut Ihnen nicht mehr und will zukünftig persönlich mit der Presse sprechen.

Mehr noch:
Es folgt eine Abmahnung, aus der klar hervorgeht, dass er nicht mehr wünscht, dass Sie Unternehmensentwicklungen gegenüber Journalisten kommentieren, und eine Kündigung bei Zuwiderhandlung droht.

5 Tipps: So sollten Sie auf eine Abmahnung reagieren

  1. Suchen Sie das Gespräch. Finden Sie zuerst in einem persönlichen Gespräch heraus, ob Stimmung gegen Sie persönlich gemacht wird oder ob es sich um ein einmaliges Ärgernis handelt, das mit Engagement wieder beigelegt werden kann. Übrigens darf eine Abmahnung sich nur auf ein konkretes Verhalten beziehen.
  2. Formulieren Sie ein Gegenschreiben. Bleibt das Gespräch ohne Wirkung und es folgt eine konkrete Abmahung, dann erklären Sie schriftlich, dass Sie mit der Abmahnung nicht einverstanden sind. Kommentieren Sie den Vorwurf aus Ihrer Sicht, dass Sie z. B. in keiner Weise Interna oder Interpretationen weitergegeben ha ben und die schlechte Berichterstattung durch Spekulationen des Journalisten zustande kam.
  3. Dieses Schreiben muss der Abmahnung in Ihrer Personalakte beigefügt werden. Verlangen Sie im Zweifel Einsicht in Ihre Personalakte.
  4. Wenden Sie sich an Ihren Betriebsrat. Bitten Sie Ihren Betriebsrat um Einspruch in Form eines Beschwerdeschreibens und darum, die Abmahnung aus der Personalakte zu entfernen.
  5. Lassen Sie sich rechtlich beraten. In der Regel verliert eine Abmahnung nach zwei bis fünf Jahren ihre Wirkung und muss aus der Personalakte entfernt werden. Wenn bei Wiederholung mit Kündigung gedroht wird, ist die Sache ernst und Sie sollten sich Rat bei einem Arbeitsrechtler holen.

Fazit: Es gibt viele kleine Anzeichen, wenn das Vertrauen schwindet. Seien Sie achtsam und suchen Sie frühzeitig das Gespräch.
Im Fall einer Abmahnung: Rechtfertigen Sie sich schriftlich und nehmen Sie bei Androhung einer Kündigung anwaltliche Hilfe in Anspruch. Aber so weit muss es nicht kommen, weil in den meisten Fällen ein Gespräch Klärung schafft und die Grundlage für das Vertrauen wiederherstellt.
Selbsttest: Sitzen Sie auf einem Schleuderstuhl?
Die Entwicklung kommt nicht von heute auf morgen, sie ist schleichend, aber irgendwann merken Sie:

  • Sie erhalten auf Nachfrage keinen direkten Gesprächstermin in Sachen PR.
  • Sie werden nicht zur nächsten Sitzung der Geschäftsführung eingeladen.
  • Sie werden über Ergebnisse und Entwicklungen nicht sofort informiert.
  • Sie warten länger als einen Tag auf Antworten zu Ihren PR-Themen.
  • Ihre Wortmeldung und Ihre Vorschläge werden in Meetings ignoriert.
  • Ihre Kompetenz als Sprecher wird geschmälert, indem Sie Journalisten zum Chef persönlich durchstellen sollen.
  • Sie werden über Telefongespräche, Interviews, Treffen mit Journalisten nicht informiert.
  • Dienstreisen, Meetings, Aufträge werden von Ihrem Chef nicht genehmigt.
  • Ihr Chef will eine Rechtfertigung für Ihre Termine außerhalb des Unternehmens.
  • Wichtige und umfassende Informationen werden Ihnen vorenthalten.
  • Auch auf kleine Fehler werden Sie hingewiesen und müssen sich rechtfertigen.
  • Es fällt Ihnen zunehmend schwerer, Ihre Kreativideen zu verwirklichen.
Marketing- & PR-Trends

Erweitern Sie Ihr Marketing-Wissen mit den besten praxiserprobten Werbeideen, den witzigsten Werbeslogans und -sprüchen, Best-Practice-Beispielen, Checklisten und leicht nachvollziehbaren Anleitungen.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Praxiswerkzeuge und Know-how für Vertriebsprofis

Immer einen Tick voraus: Erfolgsbeispiele, Insider-Tipps, Ideen und Online-Trends für erfolgreiches Marketing

Arbeitshilfen und Praxis-Know-how für PR Profis

Das Buch liefert Ihnen die Grundlage, um datenschutzkonforme Alternativen verständlich erklären zu können.