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Nichts Halbes und nichts Ganzes - Wie Sie mit der Grauzone zwischen Firmenspende und Sponsoringverhältnis umgehen

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Sie haben von einem Unternehmen eine mündliche Zusage für eine hohe Spende erhalten. Über eine Gegenleistung wurde nicht gesprochen, aber in der Lokalzeitung wird über den Firmenspender berichtet. Auch in Ihrer Vereinszeitschrift erwähnen Sie das Engagement und stellen einen Anzeigenplatz zur Verfügung. Dies ist ein in der Fundraising-Praxis übliches Verfahren - Doch handelt es sich nicht schon um ein Sponsoringverhältnis?

Nichts Halbes und nichts Ganzes - Sie haben von einem Unternehmen eine mündliche Zusage für eine Spende von 10.000 € erhalten. Über eine Gegenleistung wurde zwar nicht gesprochen, aber in der Lokalzeitung wird über diesen Firmenspender berichtet. Auch in Ihrer Vereinszeitschrift erwähnen Sie das Engagement des Unternehmens und stellen einen Anzeigenplatz (¼ Seite) kostenlos zur Verfügung. Dies ist ein in der Fundraising-Praxis übliches Verfahren. Doch handelt es sich in solchen Fällen nicht schon um ein Sponsoringverhältnis? Denn ein Bericht in der Lokalzeitung ist eine Form der Gegenleistung, die es bei einer freiwilligen Zuwendung, wie z. B. einer Spende, nicht geben dürfte. Eine schriftlicher Vertrag liegt nicht vor und wird vom betreffenden Unternehmen auch nicht gewünscht. Wie können Sie sicherstellen, dass Sie die Spende wirklich erhalten? Hier bieten sich für Sie 2 Möglichkeiten an:

1. Bitten Sie um eine schriftliche Bestätigung

Die informelle Möglichkeit besteht darin, Ihren Firmenspender höflich um eine schriftliche formlose Bestätigung zu bitten. In einem kurzen Brief erklärt das Unternehmen sich prinzipiell bereit, eine Spende an Ihre Organisation zu leisten. Natürlich ist Ihr Firmenspender nicht verpflichtet, diese Spende zu leisten. Doch für beide Seiten besteht die Sicherheit, dass die Bereitschaft dazu prinzipiell vorhanden ist.

Oft kommt die Anfrage von Unternehmen, in welcher Weise sie ihre Spendenabsicht formulieren sollen. Scheuen Sie sich nicht, um eine solche aussagekräftige Bestätigung zu bitten. Eine Firma mit ernsthafter Spendenabsicht wird Ihnen dieses Schreiben ohne Probleme zusenden. Erläutern Sie Ihrem Firmenspender, dass Sie mit Spendengeldern die Projektfinanzierung planen müssen und deshalb auf gewisse Sicherheiten angewiesen sind. Gerne sind Sie auch bereit, dieses Schreiben in der Formulierung gemeinsam abzustimmen.

2. Regeln Sie die Spendenabsicht in einem Vertrag

Darüber hinaus ist es möglich, dass Sie um eine schriftliche Vereinbarung (auch im Nachhinein) in Form eines Vertrages bitten. Auch wenn es sich um kein Sponsoringverhältnis mit Leistung und Gegenleistung handelt, kann eine schriftliche Vereinbarung unter Umständen sinnvoll sein. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn es sich um eine Sachspende handelt, die für ein spezielles Projekt Ihres Vereins geleistet wird.

Hier benötigen Sie die Sicherheit, dass Sie tatsächlich die Sachwerte zugewendet bekommen, die Sie wirklich benötigen. Arbeiten Sie einen Passus zur Spendenbereitschaft in den Vertrag ein. Es empfiehlt sich, diese Formulierung als einen eigenen Paragrafen auszuführen, um wirklich Klarheit auf beiden Seiten zu haben.

TIPP: Lassen Sie Ihre schriftliche Vereinbarung vor der Unterzeichnung rechtlich prüfen. Hier kommt es auf jede einzelne Formulierung an. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Ihnen hier ein Sponsoringverhältnis nachgesagt wird, das für Ihren Firmenspender negative steuerliche Konsequenzen haben kann.

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