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PR: Teure Anzeigen-Pannen vermeiden

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Bei Ihrer Arbeit als PR-Beauftragter kann es immer wieder sein, dass Sie in Ihrem Unternehmen mit der Schaltung von Anzeigen beauftragt werden. Ganz schön heikel, denn Anzeigen sind kostspielig. Eine falsche Schaltung und mehrere 100 € sind verschwendet. Dr. Marion Steinbach, Chefredakteurin von „PR Praxis” , gibt Ihnen 3 Tipps, die Ihnen dabei helfen, bares Geld zu sparen.

Anzeigen Tipp 1: Wirkung kontrollieren

Sicher, es heißt, dass Kunden eine Anzeige 7-mal gesehen haben müssen, bevor sie sie wirklich wahrnehmen. Aber: Können – und wollen – Sie wirklich 7 kostspielige Anzeigen schalten, bevor Sie die 1. Resonanz haben und das ausgegebene Geld allmählich zurückfließt?

Wir raten Ihnen, die Wirkung Ihrer 1. Anzeige zu kontrollieren. Fragen Sie die Kunden, die nach der Anzeigenschaltung zu Ihnen kommen, wie sie auf Sie aufmerksam geworden sind. Ist die Resonanz sehr gering oder gleich null – lassen Sie die Finger davon.

Tipp 2: Zielgruppen-Medium bestimmen

Prüfen Sie genau, in welchem Medium Sie Anzeigen schalten wollen. Sprechen Sie andere Unternehmen in Ihrer Region an, ist die IHK-Zeitschrift ein gutes Medium für Sie.

Sprechen Sie ältere Bürgerinnen und Bürger an, empfiehlt sich eine Anzeige in Ihrer Lokalzeitung.

Bei einer jungen Zielgruppe wählen Sie die Stattzeitung oder das Stadtmagazin als Ort für die Schaltung.

Wenn Sie nicht genau wissen, welche Medien Ihre Kunden lesen, können Sie in die Media-Daten schauen. Sie geben Auskunft über die Leserschaft. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, fragen Sie Ihre Kunden doch einfach, welche Zeitungen und Zeitschriften sie lesen.

Mein Praxis-Tipp

Sie haben eine sehr bunte Mischung an Kunden, die Sie erreichen wollen? Dann ist es sinnvoll, in den verschiedenen Medien Anzeigen zu schalten. Allerdings sollten Sie dann jeweils passende Anzeigentexte und -layouts wählen, entsprechend den Zielgruppen und dem Umfeld, in dem Ihre Anzeigen platziert werden.

Anzeigen Tipp 3: Zielgruppen ansprechen

Vermeiden Sie den typischen Anzeigenfehler: eine Anzeige aus der eigenen Perspektive zu texten. Achten Sie darauf, in wie vielen Anzeigen die Unternehmen nur das eigene Leistungsspektrum auflisten. Natürlich ist das wichtig, und der Kunde soll auch wissen, was Sie ihm alles zu bieten haben. Noch wichtiger aber ist es, dem Kunden den Mehrwert vor Augen zu führen, den er(!) hat, wenn er bei Ihnen kauft.

Schreiben Sie in der Headline ganz klar, was der Kunde davon hat, wenn er Ihr Angebot annimmt. Ist es ein günstiger Preis? Ist es Schnelligkeit? Ist es ein besonderer Service oder der Vorteil, alles aus einer Hand zu bekommen? Benennen Sie diesen Vorteil ganz explizit: „Küchengeräte mit 24-Stunden-Lieferservice“ oder „Wellness zum kleinen Preis“. Wichtig ist, dass Sie wissen, warum der Kunde die Leistungen bei Ihnen abfragt.

Die Wirkung Ihrer Anzeige können Sie durch folgende Faktoren optimieren:

  • Nennen Sie Beispiele für das Versprechen. Wenn Sie mit dem günstigen Preis werben, nennen Sie exemplarisch einen Preis – etwa so: „1 Stunde Verwöhn-Treatment für 55 €“. Das ist auch und gerade für diejenigen Produkte relevant, von denen die Kunden keine Vorstellungen haben.
  • Verweisen Sie auf Musterkalkulationen oder Preisbeispiele auf Ihrer Website. Ist der Kunde erst einmal dort, ist die Chance gut, dass Sie ihn mit Ihren Produkten überzeugen können.
  • Erzeugen Sie einen Mangel: beispielsweise indem Sie darauf hinweisen, dass nur noch wenige Exemplare Ihres Angebots auf Lager sind. Oder die Preisbindung nur noch diesen Monat gilt. Sind Sie im Beratungsgeschäft oder arbeiten Sie nach Terminabsprache, locken Sie mit dem Hinweis: „Noch Termine frei!“ Dahinter steht dann natürlich Ihre Telefonnummer.
  • Rabattaktion: Eine sehr wirkungsvolle Methode, damit Ihr Kunde die Anzeige nicht mit der Zeitung wegwirft: wenn die Anzeige als Coupon dient, für den es einen Rabatt gibt. Das animiert den Kunden, die Anzeige auszuschneiden, aufzuheben und den Coupon einzusenden.
  • Keinesfalls sollte Ihre Anzeige über einen Vergleich werben, der den Mitbewerber zurückstellt. Das hat immer einen negativen Beigeschmack.

Fazit

Auch als PR-Verantwortlicher können Sie Anzeigen schalten. Behalten Sie aber ganz klar Kosten und Nutzen im Blick. Selbst wenn es rechtlich gesehen heikel ist: Versuchen Sie – je nach Zeitschrift/Zeitung –, für die Anzeigenschaltung einen redaktionellen Bericht zu vereinbaren. Stellen Sie dabei den Mehrwert für die Leser heraus

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