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Durch Berichte in der Zeitung oder in lokalen Radiosendern erzielen Sie die Aufmerksamkeit und das Interesse der Öffentlichkeit - und das völlig...

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Public Relations: Wie Sie Leserbriefe als sanften Protest nutzen

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Die Pressekonferenz ist gut gelaufen. Sie sichten nun die Berichte in den Medien, analysieren das Ergebnis. Und dabei stellen Sie fest, dass der Beitrag einer überregionalen Zeitung nicht Ihrer Präsentation auf der Pressekonferenz entspricht. Es entsteht nach Ihrer Meinung mit diesem Bericht ein schiefes Bild in der Öffentlichkeit über Ihr Unternehmenspotential. Sie ärgern sich. Aber bevor Sie in Ihrer ersten Enttäuschung eine Mail an den Redakteur verfassen, heißt unser Rat: 1. Warten Sie erst einmal ab. 2. Überlegen Sie in Ruhe, wie und vor allem ob Sie reagieren sollten. 3. Die Grundregel heißt: Erst einmal prüfen, ob Ihr Unternehmen durch diesen Bericht Schaden erleidet. Wenn Sie nach diesen Überlegungen der Meinung sind, Sie möchten die Aussagen korrigieren, dann kann ein Leserbrief das passende Instrument Ihrer Pressearbeit sein. Die erfahrene PR-Fachfrau Dr. Marion Steinbach gibt Ihnen im weiteren Beitrag wertvolle Praxistipps, wie Sie Leserbriefe für Ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen.

Ein Leserbrief dient der Meinungsäußerung von Lesern - und Unternehmen Durch das Veröffentlichen eines Leserbriefs, der Unternehmensinhalte anders pointiert als im Zeitungsbeitrag geschehen, treten Sie leiser in der Öffentlichkeit auf als durch den Abdruck einer Richtig- oder Gegendarstellung. Wenn es die Inhalte also zulassen, bietet sich ein Leserbrief an, um

  • eine Behauptung richtig zustellen,
  • Ihr Anliegen zu vertiefen,
  • Ihr Unternehmen ins Gespräch zu bringen,
  • Ihre Kompetenz zu beweisen.

Drei Schritte zum Leserbrief

  1. Rufen Sie den verantwortlichen Redakteur an. Versuchen Sie, in diesem Gespräch festzustellen, was der Grund für seine Behauptung ist, welche Intention er mit dieser Veröffentlichung verfolgte.
  2. Überzeugen Sie den Redakteur von Ihren Fakten. Bieten Sie ihm an, ihm Informationen zuzusenden, ein ausführliches Gespräch über Ihr Unternehmen zu führen. Denn vielleicht werden Sie ihm in Zukunft auf Presseveranstaltungen noch öfter begegnen. Ein vertrauensvolles Verhältnis auf lange Sicht ist hilfreicher für Ihre Arbeit als ein kurzer Erfolg in dieser einen Angelegenheit.
  3. Sagen Sie höflich, aber deutlich, dass Ihnen eine offizielle Klärung am Herzen liegt. Sagen Sie zu, dass für Sie auch das Drucken eines Leserbriefs eine zufrieden stellende Option sein könnte.

Diese Kriterien muss Ihr Leserbrief erfüllen:

  • Richten Sie Ihren Brief an die Leserbrief-Redaktion.
  • Schreiben Sie Ihren Brief auf einem Unternehmensbogen mit allen relevanten Unternehmensangaben.
  • Verfassen Sie den Brief im Namen Ihres Chefs, der den Brief unterschreibt, und fügen Sie die Funktion Ihres Chefs im Unternehmen hinzu.
  • Nennen Sie in der Betreffzeile den Artikel, zu dem Sie schreiben, geben Sie die Zeitung, die Ausgabe, das Erscheinungsdatum, die Seite, den Verfasser sowie die Headline des Artikels an.
  • Beziehen Sie sich auf den Inhalt des Artikels, machen Sie in klaren Worten deutlich, wie Sie die Fakten einschätzen, und begründen Sie diese Meinung.
  • Wählen Sie einen Schreibstil, der für alle Leser verständlich ist, vermeiden Sie Fachausdrücke.
  • Vermeiden Sie verbale Angriffe auf die Redaktion.
  • Wählen Sie einen kompetenten und sympathischen Schreibstil, der den Stil Ihres Hauses widerspiegelt.
  • Geben Sie der Leserbrief-Redaktion den Hinweis, dass Ihr Text nur ungekürzt abzudrucken ist bzw. einer Autorisierung bedarf.
  • Schreiben Sie den Leserbrief zeitnah. Es sollten nicht mehr als 14 Tage zwischen Zeitungsartikel und Leserbrief verstreichen.


Achtung: Sie haben keinen Rechtsanspruch auf den Ab - druck Ihres Leserbriefs. Also sollten Sie mit der zuständigen Redaktion sprechen und bei Abdruck darauf hinweisen, dass dieser Brief nur ungekürzt erscheinen darf. Sonst kann die Redaktion Leserbriefe kürzen, wenn sie diesen Hinweis regelmäßig in der Rubrik Leserbriefe angibt.
Fazit
Leserbriefe sind beliebt. Nicht umsonst druckt der ‘Spiegel sie schon auf den ersten Seiten eines Hefts ab. Der Leserbrief gilt als wirkungsvolles Instrument der Pressearbeit und wirkt bei einer Richtigstellung oft sympathischer als eine Gegendarstellung. Allerdings gibt es keinen Rechtsanspruch auf Veröffentlichung. Im Pressekodex des Deutschen Presserats finden Sie detaillierte Ausführungen zum Leserbrief unter Ziffer 2 Richtlinie 2.6, www.presserat.info/pressekodex.

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