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Schöpfen Sie das Potenzial von Interviews für die Unternehmenspräsentation aus

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Interview
Urheber: Elena Abrazhevich | Fotolia

Von Marion Steinbach,

Vor allem in den Sommerferien wird offensichtlich, welches Potenzial Interviews besitzen. Denn die großen Fernsehsender nutzen die nachrichtenarme Zeit im Sommer für ihre Interviews. Dann haben der Bundespräsident, die Kanzlerin und die Parteivorsitzenden Gelegenheit, abseits vom oft hektischen Politikalltag Fragen zu strategischen oder Grundsatzthemen zu beantworten und sich von einer menschlicheren Seite zu zeigen – gern am Urlaubs- oder Heimatort. In unserer Reihe zu verschiedenen Textformen zeigen wir Ihnen, warum Interviews auch ein gutes Werkzeug für die Unternehmens- und Produktkommunikation sind und wie Sie diese ideal nutzen und einsetzen.

Mit einem Interview können Sie für Ihre Unternehmens- und Produktkommunikation 2 Ziele gleichzeitig erreichen:

Ziel 1: Sie vermitteln Hintergründe und Strategien, die in einer Pressemeldung oder einem Fachbeitrag nicht am richtigen Platz wären oder nicht den Raum hätten, um in der erforderlichen Form präsentiert zu werden.

Ziel 2: Sie geben Ihrer Kommunikation ein Gesicht – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn der Interviewpartner steht mit seiner Person und Persönlichkeit für die Aussagen, die er im Interview vertritt.

Sie brauchen nicht auf einen Journalisten oder Sender zu warten, um eines der beiden Ziele mit einem Interview zu erreichen. Verfassen Sie es und streuen Sie es selbst aktiv über Ihre Kommunikationskanäle.

Entscheidend für die Wirkung des Interviews sind


a) die Konzentration auf die wichtigen Fragen rund um Ihr Thema und

b) der rote Faden.

Gerade den roten Faden im Blick zu behalten ist nicht nur bei echten Interviews schwierig, sondern auch bei dem von ihnen verfassten. Denn durch das Frage-und-Antwort-Spiel wird der Text „zerhackt“. Dadurch ist es schwieriger als bei einem üblichen Fließtext, diesen roten Faden beizubehalten.

Auf diesen 2 Wegen finden Sie die passenden Themen


Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Welche Inhalte eignen sich für die Verarbeitung im Rahmen eines Interviews? Im Prinzip ist jedes Thema geeignet. Allerdings gibt es 2 Einschränkungen, die Sie dabei beachten sollten:

Weg 1: Von der Aktualität hin zu Strategie und Hintergrund


Ein Interview ist nicht die Verlängerung der Pressemeldung. Es ist eine eigenständige Textform, deren Vorteile Sie voll ausschöpfen sollten. Für Ihre Themenwahl bedeutet das: Konzentrieren Sie sich auf solche Themen, die dem Leser entweder eine Gesamtstrategie näherbringen oder Hintergründe, also tiefere Einblicke, zeigen.

Beispiel 1: Wenn Sie den Chef Ihrer Produktentwicklung interviewen, dürfen Sie das neue Produkt als Aufhänger zum Einstieg nutzen. Danach sollten Sie ihn aber nicht zu einzelnen Produkteigenschaften fragen, sondern vielmehr dazu, welche Rolle genau dieses Produkt in Ihrer gesamten Produktstrategie spielt und wie diese Strategie aussieht.

Beispiel 2: Sie interviewen Ihren Firmenchef zur Lage des Unternehmens. Fragen Sie ihn nicht detailliert nach Zahlen und Fakten, sondern geben Sie ihm die Chance, das aktuelle Bild zu umreißen und einen Ausblick in die Zukunft zu geben.

Tipp: Wenn Sie das Interview z. B. in Ihrer Kundenzeitschrift abdrucken oder einem Fachmagazin anbieten, packen Sie ergänzende Fakten zum Interviewpartner oder dem Thema in einen Kasten. Das erzielt die nötige Aufmerksamkeit und gibt Ihnen im Interview die Möglichkeit, sich auf andere Dinge zu konzentrieren.

Weg 2: Mehrwert für den Leser


Das Ziel eines Interviews ist es immer, Mehrwert für den Leser zu schaffen. Gerade in der PR besteht die Gefahr, dass der Interviewpartner im Gespräch Dinge sagen möchte, die er immer schon einmal loswerden wollte. Diese Absicht ist verständlich. Wer aber Leser mit einem Interview fesseln möchte, der braucht den klaren Blick auf die Interessen des Lesers.

Stellen Sie sich – und Ihrem Interviewpartner – also vorab die Frage: Was interessiert unsere Kunden (Partner ...) an diesem Thema? Welche Hintergründe und Strategien können wir liefern? Fokussieren Sie sich mit Ihren Fragen und Antworten immer wieder auf den Mehrwert für die Leser.

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So finden Sie den richtigen Interviewpartner


Die Wahl des Interviewpartners liegt bei vielen Themen auf der Hand: Der Firmenchef ist der ideale Gesprächspartner für die Unternehmensthemen, der Produktchef für die Produktstrategie. Aber auch hier lohnt es sich, einmal genauer hinzuschauen und die offensichtliche Wahl des Interviewpartners zu hinterfragen. Gerade bei Hintergrundthemen kann es sinnvoll sein, einen Fachmann zu interviewen und nicht unbedingt denjenigen, der in der Hierarchie am höchsten steht.

Eine andere Möglichkeit: Bei Ihnen steht Teamarbeit auf der Agenda ganz weit oben? Dann führen Sie das Interview nicht nur mit einem Partner, sondern mit dem ganzen Team.

Sie sind auf der Suche nach Auszubildenden? Dann interviewen Sie doch einen Ihrer aktuellen oder ehemaligen Azubis. Fragen Sie ihn: Warum hat er sich für Ihr Unternehmen entschieden? Was macht die Arbeit aus? Wie nimmt er Ihre Firma wahr? Und warum empfiehlt er anderen Jugendlichen, sich für eine Ausbildung in Ihrem Unternehmen zu entscheiden?

Sie wollen Nähe zu den Kunden her- stellen oder Ihrem Unternehmen ein (menschliches) Gesicht geben? Dann gewähren Sie einen Blick hinter die Kulissen: Wer sind die Menschen, die für den reibungslosen Ablauf in Ihrem Unternehmen sorgen? Wie gelingt es den Mitarbeitern im Lager, dass die Produkte jeden Tag pünktlich an den richtigen Kunden kommen? Welche Ideen hat Ihr Kantinenchef, um die Belegschaft gesund satt zu bekommen?

Es ist fast schon selbstverständlich, aber zur Sicherheit hier der Hinweis: Sie brauchen natürlich ein gutes Foto von Ihrem Gesprächspartner, bei längeren Interviews auch mehrere. Vertrauen Sie bitte nicht auf das Passfoto, das der Interviewpartner zur Verfügung stellt, sondern machen Sie ein ansprechendes Foto, gerne auch in der Arbeitsumgebung. Das bedeutet zwar ein wenig mehr Aufwand, lohnt sich aber in jedem Fall.

Tipp: Sie können sogar noch einen Schritt weitergehen: Begleiten Sie das Interview mit einer Videokamera. Erarbeiten Sie daraus 2 Versionen, eine gedruckte und eine geschnittene Videoversion. Streuen Sie diese Videoversion über die sozialen Netzwerke. Bewegte Bilder sagen oft mehr. Auch hier gilt: mehr Aufwand = höherer Nutzen.

4 praktische Tipps fürs Interview

Thema und Interviewpartner sind gefunden – es kann also losgehen. Aber: Wie gehen Sie das Thema „Interview“ jetzt praktisch an? Dabei helfen Ihnen diese 4 Tipps:

Tipp 1: Fragen ausgeben

Sie möchten Ihrem Interviewpartner natürlich die Möglichkeit geben, sich auf das Interview vorzubereiten. Deshalb sollten Sie ihm die Fragen – oder zumindest eine detaillierte Leitlinie, was Sie im Interview fragen wollen – vorab zukommen lassen. Das hat 2 Vorteile:

  • Ihr Gegenüber hat Zeit, sich aussagekräftige Antworten zu überlegen und damit das Interview spannender zu machen.
  • Sie als Interviewer können sich im Vorfeld viel besser darüber klar werden, was besonders interessant sein könnte und welche Fragen für die Leser relevant sind.

Tipp 2: Gespräch aufnehmen und mitschreiben

Auch wenn Ihr Interviewpartner die Fragen schon kennt und sich vorbereitet hat: Führen Sie das Interview als lockeres Gespräch. Denn so ergeben sich oft die besten Zitate, die dem Interview später die richtige Würze geben. Damit Ihnen nichts entgeht, lassen Sie ein Diktiergerät mitlaufen und machen sich parallel Notizen, am besten mit der Zeitcodierung (also der Stelle, an der eine bestimmte Aussage fällt). Das spart später Zeit, weil Sie nicht mehr das komplette Gespräch nachhören müssen, sondern gezielt dort ansetzen können, wo Ihnen Informationen fehlen.

Tipp 3: Freigabe einholen

Interviews verbinden Aussagen mit Personen – geben Sie deshalb der Person unbedingt die Gelegenheit, das Interview zu lesen und freizugeben. Sollte Ihr Interviewpartner Änderungswünsche haben, achten Sie darauf, dass die Statements deutlich und aussagekräftig bleiben. Denn viele, vor allem unerfahrenere, Interviewpartner, schrecken zurück, wenn sie ihre Aussagen schwarz auf weiß sehen. Stehen Sie der Person zur Seite und finalisieren Sie den Text (falls nötig) gemeinsam.

Tipp 4: Vernetzung nutzen

Das Interview steht auf Ihrer Homepage? Schritt 1 ist getan; es geht aber noch mehr. Sie können beispielsweise ein Statement aus dem Interview he- rausgreifen und per Newsletter oder auf Facebook als Teaser verwenden. So laden Sie mehr Leute ein, das Interview wirklich zu lesen.

Fazit

Interviews sind ein gutes Tool, um Ihrer PR Persönlichkeit zu verleihen und Themen zu verarbeiten, die abseits der Alltagshektik liegen. Der Blick hinter die Kulissen ist oft spannend und ein zusätzliches, buntes Puzzlesteinchen für Ihre erfolgreiche PR. Denn: Menschen interessieren sich für Menschen. Durch Interviews mit den Mitarbeitern erhält Ihr Unternehmen ein menschliches Gesicht und hebt sich vom Mitbewerber ab.

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