Gratis-Download

Durch Berichte in der Zeitung oder in lokalen Radiosendern erzielen Sie die Aufmerksamkeit und das Interesse der Öffentlichkeit - und das völlig...

Jetzt downloaden

Sofortmaßnahmen die Sie bei Falschdarstellungen durch die Medien sofort ergreifen sollten

0 Beurteilungen

Erstellt:

Wie ärgerlich! Sie haben eine Pressemitteilung über Ihr neues Produkt an die Medien verschickt, allerdings wurde in einer Zeitung etwas falsch wiedergegeben: Statt in Indien (so stand es in der Meldung) heißt es in der Zeitung, dass Sie in Indonesien produzieren lassen.

Das könnte bei Ihren Geschäftspartnern zu unangenehmen Fragen führen ... Unangenehme Folgen kann es andererseits haben, wenn eine wesentliche Aussage in einem Interview nicht gedruckt wird oder ein Fernsehbeitrag so geschnitten wurde, dass Ihre Botschaft gar nicht rüberkommt.

Immer wieder treten bei Veröffentlichungen in den Medien Missverständnisse, Pannen und Probleme auf. Hier ein paar Tipps, was Sie in solchen Fällen tun können. Und vor allem: Wie Sie dafür sorgen, damit es erst gar nicht so weit kommt.

Die 7 wichtigsten Dos

  • Rufen Sie in der Redaktion an, erklären Sie dem Redakteur sachlich, was schiefgelaufen ist, und fragen Sie, wie es dazu gekommen ist.
  • Erkundigen Sie sich, welche Möglichkeiten der Richtigstellung es gibt.

Das sollten Sie wissen: Bei Tageszeitungen ist es im Fall einer Veröffentlichung von falschen Fakten durchaus üblich, eine kleine Korrekturmeldung zu drucken. Da der Artikel oftmals zusätzlich online erscheint, bitten Sie den Journalisten, den Fehler dort ebenfalls zu korrigieren.

Auch bei Wochen-/Monatsmagazinen sowie Radio- und TVSendern gibt es Möglichkeiten, auf deren Website schnell eine Korrektur zu veröffentlichen oder einen Beitrag zu ergänzen. Falls ein missglücktes Interview weiterhin auf der Website des Radio- oder Fernsehsenders zu hören beziehungsweise zu sehen ist, bitten Sie darum, den Beitrag zu löschen.

Kommt der Redakteur Ihrer Bitte um Klarstellung nicht nach, erklären Sie ihm sachlich, warum es wichtig ist, den Sachverhalt richtigzustellen. Zeigen Sie ihm auf, welche Konsequenzen die erfolgte Berichterstattung für Sie haben kann.

Lassen Sie sich nicht einfach mit einem „Geht nicht“ abspeisen. Bieten Sie dem Journalisten eine neue Nachricht an, die er dann mit der Korrektur in der nächsten Ausgabe oder Sendung veröffentlichen kann.

Ist Ihnen bei einem Radio- oder TVBeitrag ein schwerwiegender Fehler unterlaufen und eine Richtigstellung auf der Website nicht ausreichend, fordern Sie eine Klarstellung vom Moderator in der nächsten Sendung. Ist „nur“ Ihre Botschaft nicht rübergekommen, überlegen Sie gemeinsam mit dem Redakteur, wie diese eventuell zu einem späteren Zeitpunkt vermittelt werden kann. Schlagen Sie etwa vor: „Im nächsten Beitrag zu dem Thema könnten Sie doch erwähnen, dass wir …“

Es kommt bisweilen vor, dass Redakteure uneinsichtig sind und „pampig“ reagieren nach dem Motto: „Sie können froh sein, dass wir überhaupt einen Beitrag über Ihr Unternehmen gebracht haben.“ Fragen Sie dann: „Ist das Ihr letztes Wort?“ Falls ja, nehmen Sie Kontakt zum Chefredakteur auf und schildern ihm den Sachverhalt. Bietet auch er Ihnen keine Lösung an, können Sie sich immer noch überlegen, ob Sie künftig mit dem Medium weiter zusammenarbeiten wollen.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass ein Journalist es auf Sie abgesehen hat und immer sehr kritisch über Ihr Unternehmen berichtet, bitten Sie ihn um ein persönliches Gespräch. Treffen Sie sich mit ihm an einem neutralen Ort, etwa in einem Café. Fragen Sie ihn, warum er Ihnen so kritisch gegenübersteht. Liegt es an den Fakten oder vielleicht an Ihrer Person?

Versuchen Sie das herauszubekommen. Sie können zu dem Treffen auch einen Kollegen mitnehmen. Er sieht einiges vielleicht anders und kann vermitteln. Wenn Sie anschließend immer noch das Gefühl haben, dass sich nichts ändern wird, kündigen Sie die Zusammenarbeit mit dem Journalisten auf.

Die 2 absoluten Don’ts

  • Rufen Sie keinesfalls wutentbrannt in der Redaktion an. Machen Sie Ihrem Ärger erst mal an anderer Stelle Luft, bevor Sie zum Hörer greifen.
  • Drohen Sie nicht sofort damit, die Zusammenarbeit mit dem Medium aufzukündigen, Anzeigen zu stoppen oder den Anwalt einzuschalten. Versuchen Sie immer erst, vernünftig miteinander zu reden und eine Lösung zu finden.

So verhindern Sie im Vorfeld falsche Medien-Darstellungen

Achten Sie darauf, dass Ihre Pressemitteilung klar und verständlich ist. Am besten lassen Sie sie von einem Kollegen, der nicht in das Thema involviert ist, noch einmal gegenlesen. Er hat alles verstanden, keine Erklärungen oder Infos vermisst? Gut, dann sollte es auch bei den Lesern in den Redaktionen nicht zu Missverständnissen kommen.

  • Erkundigen Sie sich, in welchem Kontext Ihr Interview beziehungsweise Beitrag erscheinen soll. Sagen Sie erst dann zu.
  • Erklären Sie im Vorfeld deutlich, welche Botschaft Sie vermitteln wollen, und stimmen Sie mit dem Redakteur ab, ob das möglich ist. Haben Sie Zweifel, sagen Sie das Interview lieber ab.
  • Geben Sie einer Zeitung nur dann die Zusage für ein Wortlaut-Interview, wenn Sie es vor Veröffentlichung noch mal gegenlesen können. Das ist bei Printmedien durchaus üblich.
  • Werden Sie zu einem Thema um eine Stellungnahme gebeten, fragen Sie, ob Sie wörtliche Zitate vor der Veröffentlichung noch mal lesen können. Das ist aber nicht unbedingt gängige Praxis. Entscheiden Sie deshalb von Fall zu Fall und abhängig davon, was für Erfahrungen Sie bisher mit dem Medium gemacht haben, ob Sie dann immer noch zitiert werden möchten oder nicht.

Fazit: Ist etwas bei der Veröffentlichung schiefgelaufen, versuchen Sie herauszufinden, woran es lag. Überlegen Sie gemeinsam mit dem Journalisten, wie man die Sache richtigstellen kann. Oft hilft es, ihm eine weitere Story oder „News“ anzubieten. Stellt sich der Journalist stur, können Sie sich immer noch überlegen, ob Sie die Zusammenarbeit kündigen oder gar rechtliche Schritte einleiten.

Marketing- & PR-Trends

Erweitern Sie Ihr Marketing-Wissen mit den besten praxiserprobten Werbeideen, den witzigsten Werbeslogans und -sprüchen, Best-Practice-Beispielen, Checklisten und leicht nachvollziehbaren Anleitungen.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Praxiswerkzeuge und Know-how für Vertriebsprofis

Immer einen Tick voraus: Erfolgsbeispiele, Insider-Tipps, Ideen und Online-Trends für erfolgreiches Marketing

Arbeitshilfen und Praxis-Know-how für PR Profis

Das Buch liefert Ihnen die Grundlage, um datenschutzkonforme Alternativen verständlich erklären zu können.