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Vodcasts: So erreichen Sie auch in Zukunft Ihre Zielgruppe

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Die Leseträgheit greift um sich – auch bei Ihren Zielgruppen. Ob es um die Beschreibung eines Ortes oder um eine Bedienungsanleitung geht: Menschen wollen bewegte Bilder sehen und Dinge von anderen Menschen erklärt bekommen, statt sich selbst durch eine Beschreibung oder Anleitung zu mühen.

Nutzen Sie dieses Bedürfnis! Sichern Sie sich diesen Wettbewerbsvorteil, indem Sie auf Ihrer Website einen Vodcast installieren.

Machen Sie Ihre Themen lebendig und geben Sie ihnen ein Gesicht. Nachdem wir Ihnen in der August-Ausgabe der PRPraxis die Grundlagen des Vodcastings vorgestellt haben, geben Ihnen in dieser Ausgabe Dr. Andreas Archut und Klaus Herkenrath von der Pressestelle der Universität Bonn einen Einblick in die Praxis.

PRPraxis: Warum hat sich die Universität Bonn entschieden, das PR-Instrument Vodcast zu nutzen?

Dr. Andreas Archut: Wir haben im Jahr 2007 einen Förderantrag bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft gestellt, weil wir den Nutzen des Video-Podcastings für die Wissenschaftskommunikation am Beispiel unserer Sonderforschungsbereiche prüfen wollten.

Damals zeichnete sich bereits ab, dass das bewegte Bild in der PR eine immer größere Rolle spielen würde, nicht zuletzt wegen der gewachsenen Verfügbarkeit von Breitband- Internetzugängen, die eine Verbreitung von Online-Videos in bis dahin ungekanntem Ausmaß ermöglichte.

Die Wissenschaft hinkte allerdings nicht zuletzt wegen ihrer knappen PR-Budgets hinterher. Viele unserer Kollegen an anderen Hochschulen konnten sich überhaupt nicht vorstellen, regelmäßig zu podcasten, weil ihre Ressourcen so knapp bemessen waren – und bis heute sind.

PRPraxis: Welche Themen greifen Sie in Ihren Vodcasts auf?

Dr. Andreas Archut: Unser Hauptziel ist die Vermittlung von Wissenschaftsthemen und Forschungsergebnissen, weil dies unserem Selbstverständnis als Forschungsuniversität entspricht. Aber auch alle anderen Themen rund um das universitäre Leben decken wir ab.

PRPraxis: Wie oft produzieren Sie einen Vodcast?

Klaus Herkenrath: Wir produzieren etwa 1 bis 2 Vodcasts pro Woche.

PRPraxis: Wie läuft die Produktion rein praktisch ab?

Klaus Herkenrath: Es geht am Anfang vor allem um redaktionelle Klärungen, wie etwa die Bestimmung der Zielgruppe, auch der Botschaft, nicht zuletzt des Drehorts. Dann folgt ganz praktisch die Herstellung, also Dreharbeiten, Schnitt, Vertonung. Und schließlich sollte geklärt sein, wo und wem gegenüber der Vodcast gezeigt wird.

PRPraxis: Welche technischen Voraussetzungen und welche Fähigkeiten braucht man für die Produktion eines Vodcasts?

Klaus Herkenrath: Sie brauchen selbstredend funktionierendes Equipment – und Zeit. Die ist knapp bei Wissenschaftlern. Weil aber eine Vodcast-Produktion relativ viel Zeit erfordert, müssen Sie diese den Wissenschaftlern entlocken können.

PRPraxis: Können Sie das anhand eines Beispiels konkretisieren?

Klaus Herkenrath: Wenn wir ein Institut oder ein Forschungsprojekt vorstellen, ist das eine Art Image-Film. Das ist zeitaufwendig: Das Vodcast-Team etwa verständigt sich mit den beteiligten Wissenschaftlern so exakt wie möglich über organisatorische Abläufe am Drehtag selbst und selbstverständlich zuvor über Inhalte – und auch über das, was nicht stattfinden und nicht gedreht werden soll.

Auch das ist wichtig. Ein Drehtag vor und hinter der Kamera ist ein anstrengendes Unterfangen, wenn etwa am Detail, an der besten Formulierung, an der optimalen Einstellung gefeilt wird. Da helfen Festlegungen im Vorfeld sehr.

Aber natürlich gibt es auch Vodcasts, deren Produktion schnell geht. Das ist vor allem bei tagesaktuellen Themen wichtig. Im Juni haben wir beispielsweise die Förderzusage für 2 Exzellenzcluster erhalten. Dazu haben wir ein Statement vom Rektor der Uni Bonn eingeholt. Um 16.05 Uhr nahmen wir das Statement auf. Um 16.30 Uhr haben wir den Beitrag geschnitten und um 17.30 Uhr bereits veröffentlicht.

PRPraxis: Ein Vodcast lebt ja auch davon, dass sich der Mensch vor der Kamera überzeugend präsentiert. Was ist in Bezug auf die Interviewpartner zu bedenken?

Klaus Herkenrath: Interviewpartner aus der Wissenschaft sind klasse, weil ihnen der Auftritt vor der Kamera in der Regel recht leicht fällt und weil sie etwas zu berichten haben. Manche Wissenschaftler fürchten zunächst, dass sie sich nicht präzise genug ausdrücken. Wenn sie aber das ganze Video zur Korrektur geschickt bekommen, sind sie meistens sehr einverstanden.

PRPraxis: Wie verbreiten Sie Ihre Vodcasts?

Dr. Andreas Archut: Wir haben ein eigenes Videoportal unter www.uni-bonn.tv. Außerdem laden wir auch exemplarisch Videos bei YouTube hoch. Seit 2010 sind wir mit unseren Filmen ebenfalls bei iTunes U vertreten, einem Bereich des iTunes Store, in dem kostenlos Audio- und Video-Inhalte von führenden Bildungseinrichtungen aus aller Welt herunterzuladen sind. Darüber hinaus spielen inzwischen Facebook und Twitter zunehmend eine wichtigere Rolle als Verbreitungsweg.

PRPraxis: Welche PR-Instrumente nutzen Sie, um auf einen neuen Vodcast aufmerksam zu machen?

Dr. Andreas Archut: Wir betreiben Wissenschaftskommunikation zunehmend crossmedial, das heißt, wir verfassen zu wichtigen Themen und Ereignissen nicht mehr nur Texte, sondern produzieren auch Fotos und Videos. Unsere Videos bewerben wir, indem wir in Pressemitteilungen auf sie hinweisen.

Wenn wir besonders bedeutende Video-Podcasts veröffentlichen, gibt es auch mal umgekehrt aus diesem Anlass eine Pressemitteilung. Zu Artikeln im Bonner Universitätsmagazin „forsch“ stellen wir immer öfter neben Internetlinks auch Verweise auf Podcasts ein. Auch der E-Mail-Newsletter der Universität enthält neben Weblinks auf Pressemitteilungen auch viele Links zu Podcasts auf www.uni-bonn.tv.

PRPraxis: Wie messen Sie, ob Ihr Vodcast erfolgreich ist?

Dr. Andreas Archut: Erfolg ist nicht nur eine Frage der Quantität, also der schieren Klickzahlen. Ein wichtiges Ergebnis unseres Projekts war dieses: Wir konnten anhand der Nutzerstatistik zeigen, dass viele Zuschauer über eine Google-Stichwortsuche auf unser Portal aufmerksam werden.

Im Schnitt sahen sich diese Besucher aber nicht nur den ausgewählten Film an, sondern noch 2 weitere Videos, bevor sie das Portal wieder verließen. Damit konnten wir also zeigen, dass wir durch Podcasting insgesamt die Aufmerksamkeit für unsere Wissenschaftsnachrichten steigern. Dies ist der Mehrwert, den diese Form von Wissenschaftskommunikation schafft.

PRPraxis: Welchen Unternehmen würden Sie aufgrund Ihrer Erfahrung zu dem PR-Instrument Vodcast raten? Und: Wann sollte man lieber die Finger davon lassen?

Dr. Andreas Archut: Ich bezweifle, dass man auf die Dauer um Podcasting herumkommt, wenn man in Zukunft noch PRmäßig im Geschäft bleiben will. Wenn Sie sich aber für den Einstieg ins Podcasting entscheiden, dann unter dem Motto: „Nicht kleckern, sondern klotzen!“

Fazit: Das Beispiel der Universität Bonn zeigt: Vodcasts sind nicht nur ein zukunftsweisendes PR-Instrument für Unternehmen, die sich mit hippen Produkten und Themen an eine sehr junge Zielgruppe wenden. Auch und gerade bei sperrigen Themen eröffnen Ihnen bewegte Bilder Möglichkeiten, Ihre Zielgruppen für Ihr Produkt eher zu interessieren.

Denn: Lesen ist Arbeit. Wird uns etwas Kompliziertes durch einen Menschen erklärt, folgen wir den Ausführungen interessierter, als wenn wir uns selbst durch einen Text hindurcharbeiten müssen. Sich einen Vodcast anzuschauen, hat eher einen Unterhaltungswert, vergleichbar dem An - schauen einer Wissenssendung im Fernsehen.

Deren Erfolg spricht für sich. Kann Ihr Unternehmen darüber hinaus durch den Film auch noch Abläufe transparent machen, beispielsweise einen Einblick in die Fertigung geben, fesselt das Ihre Kunden. Vergessen Sie auch nicht, dass bewegte Bilder emotionalisieren. Nutzen Sie das! Laden Sie Ihr Unternehmen positiv auf und machen Sie es lebendig.

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