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Warum Ihre besten Kunden Sie teuer zu stehen kommen können!

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Sie haben für einen renommierten Kunden einen tollen Job erledigt? Nur zu verständlich, dass Sie darüber auch auf Ihrer Website berichten wollen. Schließlich ist das eine Empfehlung. Doch Vorsicht! Hier sollten Sie ein paar rechtliche Voraussetzungen kennen!

Betroffen ist neben dem Marken- und Kennzeichenrecht das Urheber-, Vertrags-, Datenschutz- und Wettbewerbsrecht.

Name und Logo sind geschützt

Sowohl der Name eines Unternehmens als auch das Logo sind durch das Markengesetz geschützt. Beides dürfen Sie nicht ohne Weiteres nutzen. Zwar ist es für Sie sicherlich besonders attraktiv, auf ein bekanntes Unternehmen als Kunde zu verweisen. Schließlich können Sie von der Anziehungskraft, dem Ruhm und Ansehen dieser Marke profitieren.

Aber genau hier greift das Markenrecht

Es untersagt die markenmäßige Nutzung durch die Nennung der Marke, weil dies die Werbefunktion für den Markeninhaber beeinträchtigen könnte. Bei einer nicht genehmigten Verwendung des Logos können Sie zudem wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht be - langt werden.

Wollen Sie den Namen einer Person nutzen, müssen Sie das Datenschutzrecht beachten. Möchten Sie sich beispielsweise damit schmücken, dass ein Prominenter Ihre Dienstleistungen in Anspruch oder Ihre Produkte gekauft hat, kann der Namensinhaber einen Anspruch auf Unterlassung geltend machen und Sie auf Schadenersatz verklagen.

Pflicht zur Verschwiegenheit

Bedenken sollten Sie außerdem, dass Sie unter Umständen zur Verschwiegenheit verpflichtet sind. Prüfen Sie den Vertrag auch dahingehend. Das gilt natürlich vor allem bei geheimhaltungswürdigen Geschäften oder solchen, die eine gewisse Diskretion verlangen.

Achtung: Unlauterer Wettbewerb
Im Zusammenhang mit dem Wettbewerbsrecht kann das Irreführungsgebot durch Ihre Referenzliste betroffen sein. Das heißt, Ihre Referenzliste darf keinen falschen Eindruck erwecken. Konkret bedeutet dies:

  • Ihre Referenzliste muss aktuell sein. Entfernen Sie deshalb daraus Unternehmen, die nicht mehr zu Ihren Kunden gehören.
  • Das genannte Unternehmen muss Ihr Kunde sein, nicht etwa das Tochterunternehmen.
  • Es darf nicht nur eine Person im Unternehmen Ihr Kunde sein. Prüfen Sie daher unbedingt, ob Ihr Kunde sich seine Waren nicht nur an seinen Arbeitsplatz schicken lässt. Orientierung bietet hier die Rechnung: Ist sie an eine Privatperson adressiert oder an das Unternehmen?

Alle Rechte beachten

Prüfen Sie unbedingt, dass keines der ge - nannten Rechte verletzt wird. Denn alle(!) müssen von Ihnen beachtet werden, wenn Sie einen Kunden als Referenz nennen wollen.

Unbedingt Einwilligung einholen

Auf der sicheren Seite sind Sie nur, wenn Sie sich vor der Veröffentlichung die Einwilligung des Kunden einholen. Dabei beachten Sie die für Einwilligung geltenden Bestimmungen:

  1. Die Einwilligung muss schriftlich erteilt werden und damit belegbar sein.
  2. Sie muss freiwillig erteilt werden.
  3. Die Einwilligung muss für die Elemente erteilt werden, die Sie nutzen wollen: das heißt für die Nennung des Namens, für die Nutzung des Logos oder beides. Auch das muss explizit in der Einwilligungserklärung genannt sein.

Praxis-Tipp: Ein guter Zeitpunkt, um das Einverständnis einzuholen, ist nach einem erfolgreichen Job. Oft bedankt sich der Kunde bei Ihnen. Fragen Sie ihn bei der Gelegenheit auch gleich, ob er Ihnen erlaubt, sein Lob als Zitat zu verwenden. Vielleicht brauchen Sie es ja nicht gleich für Ihre Website, aber möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt für ein Mailing oder eine Broschüre.

Fazit: Machen Sie sich die Mühe, Ihre Kunden um Erlaubnis zu fragen. Das zeigt doch auch die Wertschätzung, die Sie den Kunden entgegenbringen: Er genießt in Ihren Augen solch einen hohen Stellenwert, dass Sie ihn als Referenz wünschen. Wenn Sie dann noch eine Verlinkung auf die Seite des Kunden anbieten, wird er Ihnen die Erlaubnis ganz sicher erteilen. Das ist ja schließlich auch für ihn eine geeignete Form der PR, macht ihn in neuen Märkten bekannt und erhöht seine Sichtbarkeit – bei Menschen und Suchmaschinen.

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