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Erziehen Sie Ihre Kinder, nicht Ihren Chef!

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Erziehen Sie Ihre Kinder, nicht Ihren Chef!

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese zugegebenermaßen ein wenig provokante Überschrift hat durchaus ihre Berechtigung. Denn viele von uns neigen dazu, ihren Chef nahtlos in das „normale“ Erziehungsprogramm zu integrieren. Mit den besten Absichten, versteht sich. ;-))) Fakt ist aber: Chefs schätzen zwar Sekretärinnen, die sie aktiv entlasten und den „Laden“ sozusagen im Alleingang managen. Aber sie wissen auch um die „Nebenwirkungen“. 

 

Denn je erfolgreicher eine Sekretärin das tut, desto größer ist die Gefahr, dass sie versuchen wird, ihren Chef ein bisschen anzupassen – im Klartext: Sie beginnt, ihn zu erziehen. Über kurz oder lang wird aber kein Chef akzeptieren, dass er sich gravierend ändern soll. Wäre das sein Ziel, wäre er wahrscheinlich nicht Chef geworden. Klar können und sollten Sie ihn dazu bringen, Verhaltensweisen zu überdenken, wenn das im beiderseitigen Interesse liegt. Sicher wird er die eine oder andere Sache ändern.

Aber: Chaot bleibt Chaot. Denken Sie daher nicht, dass er sich gravierend verändern wird. Sie können aus einem Chaoten keinen ordentlichen Chef machen, ein pedantischer Boss wird nie zum lockeren Typ, ein schweigsamer Mensch nicht zum Kommunikationsfan. Lassen Sie sich auch nicht durch kleine Siege dazu verführen, immer mehr verändern zu wollen. Das fällt im Endeffekt immer auf Sie zurück, selbst wenn Sie nicht offen aussprechen, dass sein Verhalten Ihnen nicht gefällt. Ihr Chef wird auf Dauer nicht hinnehmen, dass Sie ihn als Person auf diese Weise unterschwellig kritisieren.

Also: Akzeptieren Sie Ihren Chef so, wie er ist. Wenn sein Verhalten negative Konsequenzen für ihn, Sie oder Ihre Zusammenarbeit hat, sagen

Sie das wertfrei und schlagen Sie ihm Lösungen vor. Machen Sie deutlich, dass es Ihnen nur um die Sache geht. Tipps für die optimale Vorbereitung auf so ein Gespräch finden Sie übrigens hier ... Wenn er nicht darauf eingeht, können Sie das Problem noch einmal ansprechen, aber dann ist Schluss.
Mein Tipp: Üben Sie keinen Druck auf Ihren Chef aus. Entweder kann er sein Verhalten nicht ändern oder er will es nicht. In beiden Fällen können Sie nichts daran ändern. Sie haben auf die Konsequenzen hingewiesen und müssen aus der Situation das Beste machen. Denken Sie dabei an diesen Spruch, der für alle unbefriedigenden Situationen gilt: „Love it, change it or leave it.“

Wie sagte eine liebe Kollegin von mir: Wir sind nicht die Therapeuten unserer Chefs, nur die Sekretärinnen.

Sarah Kammberg
Chefredakteurin

 

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