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Gesprächssackgassen: Durchschauen Sie die „heimliche Gesprächsordnung“

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Gesprächsführung: Finden Sie Wege aus der Sackgasse
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Unbefriedigende Gesprächssituationen lassen sich meistens mittels des Drama-Dreieck-Modells schnell aufschlüsseln. Wie das funktioniert, lesen Sie hier ...

Sie kennen vermutlich solche Situationen: Das Gespräch dreht sich im Kreis, das eigentliche Ziel – eine Lösung – wird von den Diskutierenden aus den Augen verloren. Die Gereiztheit nimmt zu, niemand fühlt sich als Person oder in seiner Funktion ernst genommen, Resultat: Enttäuschung, Ärger bei allen.

Unbefriedigende Situationen wie diese lassen sich meistens mittels des Drama-Dreieck-Modells schnell aufschlüsseln.

Das Drama-Dreieck entschlüsselt das Rollenspiel

Wenn Sie solche unproduktiven, Stress auslösenden Situationen von vornherein erkennen und vermeiden wollen, dann lohnt sich für Sie die Frage: „Was passiert hier gerade?“

Die meisten unbefriedigenden Situationen lassen sich mittels des Drama-Dreieck-Modells schnell aufschlüsseln. Das Modell geht von drei Rollen aus, die in Beziehung zueinander stehen, nämlich Verfolger, Opfer und Retter:

 

 

 

Wenn Sie in der Verfolger-Position sind, klagen Sie an, kritisieren (wenig konstruktiv), weisen andere zurecht, finden Fehler, machen Vorwürfe. Mit diesem Verhalten entwerten Sie Ihr Gegenüber als Person, machen es zum Opfer. Deshalb kann es Ihnen passieren, dass derjenige sich das nicht gefallen lässt und nun Sie verfolgt.

Wenn Sie in der Opfer-Position sind, verteidigen Sie sich, fühlen sich hilflos, enttäuscht, abhängig. Sie ignorieren Ihre eigenen Fähigkeiten zur Lösung des Problems, tun sich bisweilen selbst Leid – und senden dadurch Appelle an einen Retter.

Wenn Sie in der Retter-Position sind, kommen Sie dem Opfer zu Hilfe – oft auch ungefragt. Sie erteilen Ratschläge, übernehmen Verantwortung. Indirekt geben Sie damit dem Opfer aber zu verstehen: Ich traue dir nicht zu, dass du allein zurechtkommst. Manch auserwähltes Opfer möchte deshalb auch nicht gerettet werden – und fängt dann seinerseits an, Sie zu verfolgen.

3 effektive Maßnahmen zum Gegensteuern

1. Maßnahme: Die „Lieblingsrolle“ erkennen

In das Drama-Dreieck steigen Sie meist durch die unbewusste Vorliebe für eine der drei Rollen ein. Je besser Sie also Ihren „wunden Punkt“ kennen, desto sicherer können Sie von vornherein ineffektive Gespräche vermeiden. Machen Sie den folgenden Schnelltest: Ihre Lieblingsrolle haben sie gefunden, wenn Sie in einem Bereich überwiegend mit „ja“ geantwortet haben.

simplify-Schnelltest: Was ist meine „Lieblingsrolle“ im Drama-Dreieck?

Verfolger

  • Neige ich zu Angriffen, Vorwürfen?  
  • Machen mir Konflikte, verbale Schlagabtausche Spaß?  
  • Muss ich unbedingt Recht haben?  
  • Sagen mir Angehörige manchmal, dass ich ein Besserwisser bin?  
  • Denke ich öfter über andere: „Wie kann man nur ... (so uninformiert, nachlässig, dumm oder Ähnliches) sein?“  
  • Stelle ich „Diagnosen“; sage ich anderen, was sie denken und fühlen („Sie sind wohl überfordert!“)?  

Opfer

  • Neige ich zu Verteidigungen, Entschuldigungen?  
  • Vermeide ich Konflikte lieber?  
  • Fällt es mir schwer, abweichende Meinungen klar zu vertreten oder nein zu sagen?  
  • Fühle ich mich manchmal machtlos, wenn die Dinge nicht gut laufen?  
  • Wende ich mich öfter an andere, erbitte ihre Meinung; denke, dass sie es besser wissen oder können?  
  • Setze ich mich nicht genügend für mich selbst ein?  

Retter

  • Habe ich automatisch den Impuls, anderen zu helfen?  
  • Gebe ich Ratschläge und Tipps, auch wenn die anderen selbst auf eine Lösung kommen könnten?  
  • Spreche und entscheide ich gerne für andere, auch wenn sie das für sich tun könnten?  
  • Kommen Mitarbeiter und Kollegen immer wieder mit den gleichen Fragen zu mir?  
  • Gebe ich geduldig immer wieder die gleichen Auskünfte und Anweisungen?  
  • Bekomme ich öfter Arbeiten von Mitarbeitern rückdelegiert?

2. Maßnahme: Rechtzeitig aussteigen

Wenn Sie in der Verfolger-Position sind:

  • Sehen und erwähnen Sie auch das Positive in anderen – deren Leistung.
  • Sagen Sie klar, was Sie in der Sache wollen – ohne Vorwürfe.
  • Bleiben Sie bei der Sache, und diskutieren Sie Lösungen, Ideen – keine Standpunkte.
  • Bedenken Sie das Wörtchen „anders“: „Du hast eine andere Meinung als ich. Keine ist für sich schlechter oder besser.“
  • Drücken Sie Ärger konstruktiv aus. Senden Sie Ich-Botschaften: „Ich bin ärgerlich ... Sie sagten, dass Sie sich um die Hotelreservierung kümmern.“ Zeigen Sie dann die Konsequenzen auf: „Nun müssen wir jeden Tag 60 km zur Messe fahren.“

Wenn Sie in der Opfer-Position sind:

  • Setzen Sie sich nicht selbst durch negative Gedanken herab: „Das schaffe ich ja doch nicht.“ Denken Sie positiv: „Wie kann ich das schaffen?“
  • Stellen Sie sich prinzipiell positive Fragen, die zu einer Lösung oder Handlung führen. Statt: „Hoffentlich klappt das auch alles“ besser: „Wie kann ich sicherstellen, dass alles klappt?“
  • Werden Sie selbst aktiv, überlegen Sie, was Sie wie erreichen möchten.
  • Bieten Sie Lösungen und Alternativen an – verteidigen Sie sich nicht.
  • Bitten Sie konkret um Unterstützung, wenn Sie sie brauchen.

Wenn Sie in der Retter-Position sind:

  • Vertrauen Sie auf die Problemlösungsfähigkeit anderer; geben Sie Verantwortung ab, bieten Sie nicht vorschnell Lösungen an.
  •  Unterstützen Sie durch „Hilfe zur Selbsthilfe“.
  • Fördern Sie problemlösungsorientiertes Denken bei anderen: „Welche Möglichkeiten sehen Sie? Was haben Sie schon versucht?“
  • Helfen Sie Ihrem Partner, das Problem konkret zu beschreiben, genau zu sagen, was er möchte.
  • Nehmen Sie auch Ihre eigenen Bedürfnisse ernst; überlegen Sie, was Sie persönlich wollen.

3. Maßnahme: Informationen sammeln

Versuchen Sie generell in solchen Konfliktsituationen weg von den Emotionen und hin zur Sache zu kommen. Sammeln Sie Informationen über Hintergründe und Ursachen, und denken Sie über Lösungsideen nach. So fördern Sie die Verantwortung für das gemeinsame Ziel.

Am besten stellen Sie W-Fragen: „Wer, wie, wo, was?“ Sie erhalten so wirkliche Informationen und keine unergiebigen Ja- oder Nein-Antworten. Beispielsweise: „Welche Möglichkeiten sehen Sie, die Lieferzeiten zu verkürzen? Welche Maximal-/Minimalvorstellungen hat der Kunde? Was können die einzelnen Bereiche beitragen? Welche Störfaktoren gibt es?“

Vermeiden Sie das Fragewort „Warum“: Es ist häufig mit negativen Erinnerungen verbunden („Warum hast du dein Zimmer nicht aufgeräumt?“) und bewirkt, dass der andere in die Verteidiger-Position gerät und von dort Problemlösungen boykottiert, anstatt effektiv mitzuarbeiten.

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