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Imagefaktor „Mitarbeiter“: 3 handfeste Tipps zur positiven Außendarstellung Ihres Unternehmens

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Team
Urheber: Robert Kneschke | Fotolia

Von Marion Steinbach,

Ihre Mitarbeiter sind das Herz und der Puls für Ihre Corporate Identity. Wenn sie Ihre Botschaften verstehen und leben, können sie der wichtigste Imagefaktor Ihres Unternehmens sein. Dazu müssen aber die Unternehmenswerte gelebt werden.

Nur wenn Ihre Mitarbeiter sich in Ihrem Unternehmen wohlfühlen und Wertschätzung erfahren, treten sie als überzeugende externe Multiplikatoren für Ihr Unternehmen auf. Sie können viel dazu beitragen. 3­ Tipps, ­die­ Ihnen­ dabei ­helfen,­ dieses Ziel­ zu ­erreichen!

Tipp­ 1: ­Arbeiten ­Sie ­mit ­Guidelines ­und machen­ Sie­ aus ­Ihren­ Mitarbeitern Botschafter

In den Zeiten von Social Media, in der jeder ein Facebook-Profil hat, einen eigenen Blog und Foren für Diskussionen und Empfehlungen nutzt, wird plötzlich jeder Mitarbeiter gewollt oder ungewollt zum Multiplikator Ihres Unternehmens.

Damit die Kommunikation Ihrer Mitarbeiter in Ihrem Sinne ist und zugunsten Ihres Unternehmens ausfällt, sollten Ihre Mitarbeiter nicht nur Ihr Leitbild verinnerlicht haben, sondern auch wissen, wie sie sich als Teil des Unternehmens öffentlich verhalten müssen.

Achtung: Elefantengedächtnis

Machen Sie ihnen deutlich, dass das Internet nichts vergisst. Ist ein Kommentar einmal veröffentlicht, kann dieser nur schwer zurückgenommen werden.

  • Erstellen Sie eine Guideline, wie Sie sich das Verhalten der Mitarbeiter im Netz vorstellen. Legen Sie hierin genau fest, wie Sie wünschen, dass diese extern kommunizieren – auch über E-Mail, Telefon oder persönliches Gespräch. Die Guideline bezieht sich also nicht nur auf die Kommunikation in den sozialen Netzwerken, sondern auch auf Auftritte bei Messen, Veranstaltungen, bei Kundenterminen, im Kundenservice – eben überall dort, wo Mitarbeiter Berührungspunkte mit der Öffentlichkeit haben.
  • Machen Sie den Kollegen bewusst, was ungewollte Äußerungen im Netz für Auswirkungen auf das Unternehmen haben können.
  • Schulen Sie Ihre Mitarbeiter immer wieder – zu Ihrer Imagepolitik, zu Ihren Unternehmenswerten und eben auch zu Ihrer Guideline.
  • Legen Sie offizielle Sprecher in den einzelnen Abteilungen fest und schicken Sie sie gezielt in Medientrainings.

Tipp­ 2:­ Machen­ Sie­ Ihre­ Themen ­zu denen ­der ­Mitarbeiter


Gut informierte Mitarbeiter fühlen sich dem Unternehmen verbunden. Sie äußern sich darüber auch positiv der Familie, Freunden und Kunden gegenüber. Wichtig ist deshalb, dass alle Kollegen – ob neue oder altgediente – Ihre PR-Strategie und -Themen kennenlernen.

1. Beziehen Sie neue Mitarbeiter von Anfang an richtig ein


Nutzen Sie das positive Gefühl neuer Kollegen in Bezug auf Ihr Unternehmen. Sie stehen Ihnen vorurteilsfrei gegenüber und freuen sich auf ihre Aufgaben. Stellen Sie sich Ihnen vor und machen Sie sie z. B. auf den Einführungstagen mit den Unternehmenswerten und Ihrer Kommunikations-Guideline bekannt. Stellen Sie die Eckpfeiler oder Botschaften und Kanäle Ihrer externen Kommunikation vor. Motivieren Sie Ihre neuen Kollegen, sich als Multiplikatoren stark- und freigegebene Themen über ihr soziales Netzwerk publik zu machen.

2. Binden Sie die Fachabteilungen ein

Bereiten Sie für die einzelnen Fachbereiche einen Leitfaden vor. Dieser enthält die wichtigsten PR-Themen und die Vorgehensweise, wie diese publik gemacht werden sollen. Erklären Sie, warum PR für Ihr Unternehmen relevant ist, welche die wichtigsten PR-Ziele sind (die sich jährlich erneuern) und wie die Fachthemen helfen, das positive Image des Unternehmens in der Öffentlichkeit zu stärken.

3. Inszenieren Sie einen Ideenpool im Intranet

Bitten Sie Ihre Kollegen, Ideen einzubringen, wie Unternehmensthemen spannend inszeniert werden können. Fordern Sie sie auf, Vorschläge zu machen, wie und über welche Wege sie selbst diese Inhalte nach außen kommunizieren könnten.

4. Versehen Sie Unternehmensnews im Intranet oder im Mitarbeitermagazin mit einem Teilen-Button

Jedes Thema, das auch extern verbreitet werden darf, erhält das Teilen-Siegel, sodass die Mitarbeiter wissen: „Darüber darf ich sprechen.“ Geben Sie ihnen zusätzlich Tipps und Argumente an die Hand, wie sie das Thema vermarkten können. Erklären Sie den Kollegen das Teilen-Siegel vorab in Ihrem Mitarbeitermagazin und im Intranet.

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Tipp ­3:­ Suchen ­Sie ­sich ­Influencer­ im Unternehmen


Warum übertragen Sie die Zusammenarbeit mit Bloggern in der externen Kommunikation nicht intern auf Ihre Mitarbeiter? Es gibt doch sicher viele Kollegen, die ein großes Netzwerk haben, die vielleicht sogar selbst bloggen und deren Blog thematisch zu Ihren Unternehmensthemen passt oder der sich als Testmedium für Ihre Produkte eignen würde. Wenn Sie beispielsweise Lernspiele für Kleinkinder entwickeln, können die Mama-Blogger unter Ihren Mitarbeitern diese testen.

  • Fragen Sie Ihre Führungskräfte, welcher Mitarbeiter sich als Influencer eignen würde. Diese wissen vielleicht auch, wer bloggt und sich privat für Ihre Unternehmensthemen interessiert.
  • Machen Sie einen Aufruf im Mitarbeitermagazin. Fragen Sie, wer bloggt, wer Blogger kennt und wer Lust hätte, gezielt als Influencer und Empfehler Ihres Unternehmens aufzutreten.
  • Überlegen Sie sich im Vorfeld, was Sie Ihren Botschaftern intern anbieten können, damit diese öffentlich für Ihr Unternehmen eintreten – etwa einen privaten Fotokurs, wenn er in seiner Freizeit gerne fotografiert und seine Fotos für Instagram nutzt.
  • Veranstalten Sie Kommunikationsworkshops für Ihre Multiplikatoren: Erarbeiten Sie mit ihnen Schritt für Schritt, wie Sie sich die Zusammenarbeit mit ihnen vorstellen. Geben Sie ihnen Material und Informationen an die Hand. Erläutern Sie Storytelling-Ansätze: Wie lassen sich Ihre Produkte so darstellen, dass sie das eigene Netzwerk und die breite Öffentlichkeit begeistern?

  • Errichten Sie ein Influencer-Forum im Intranet, in dem Sie sich mit Ihren Multiplikatoren über aktuelle Themen austauschen können.

Checkliste: Wie stehen die Chancen, dass Ihre Mitarbeiterüberzeugende Botschafterwerden?

  • Sie kommunizieren mit ihnen auf Augenhöhe.
  • Ehrlichkeit und Transparenz bestimmen Ihre Kommunikation.
  • Sie achten darauf, dass die Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse einbezogen werden, wenn dies möglich ist.
  • Sie haben Kommunikationskanäle, über die sich auch die Mitarbeiter einbringen können.
  • Die Anliegen und Ideen aller Mitarbeiter werden gründlich und ernsthaft geprüft.
  • Jeder Kollege erhält ein individuelles Feedback.
  • Ihnen ist es wichtig, die Mitarbeiter als Menschen und von ihrer persönlichen Seite zu zeigen – auch die Führungsebene.
  • Sie setzen bei der Kommunikation auf Emotionen, um Ihre Botschaften zu transportieren.
  • Die Vorgesetzten achten darauf, die Unternehmenswerte vorzuleben und damit Vorbild zu sein.

Fazit

Mitarbeiter funktionieren nur dann als Markenbotschafter, wenn die interne Kommunikation stimmt und sie nicht nur Themenempfänger sind, sondern am Unternehmenscontent beteiligt werden. Damit sie nicht planlos kommunizieren, was in Ihrem Unternehmen passiert, arbeiten Sie unbedingt in der Mitarbeiterkommunikation mit Guidelines und bieten Sie Workshops an. Das gibt Ihren Markenbotschaftern ein Sicherheitsgerüst, welche Inhalte sie wo und wie verbreiten dürfen.  

Nutzen Sie die positive Stimmung in Ihrem Unternehmen, um sich Influencer zu suchen, die Ihr Unternehmen ihrem Netzwerk empfehlen.

 

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