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Mit Kind als Sekretärin erfolgreich - geht das?

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Liebe Leserin, lieber Leser,

ich taste mich heute als Nicht-Mutter einmal gaaaaaaanz vorsichtig an ein heißes Eisen ran. Denn in der Vergangenheit wurde mir schon von einigen Leserinnen unterstellt, ich hätte ein Problem mit Kindern – was ich definitiv nicht habe. Ich habe einfach nur keine. Und deswegen habe ich nicht automatisch ein Problem mit ihnen. Ganz im Gegenteil: Ich finde Kinder klasse, und ich ziehe den Hut vor jeder Frau, die Kind und Karriere unter einen Hut bekommt.

 

Und das in einem Land, das bei der Vereinbarkeit von Kindern und Karriere international eine Schlussposition einnimmt. Das ist das Ergebnis einer vergleichenden Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB). Bis zur Einschulung des Kindes arbeiten Mütter in Deutschland im Schnitt acht Stunden weniger pro Woche als vor der Geburt. Dagegen sind Mütter in Frankreich und Schweden in ähnlichem Umfang wie vor der Geburt berufstätig. Auch in Italien verringern Mütter ihre Arbeitszeit im Schnitt nur um eine Stunde pro Woche. Sicher liegt es zum großen Teil daran, dass in Deutschland keine ausreichenden Betreuungsplätze für Kinder zur Verfügung stehen. Aber das ist nur einer der Gründe.

Das Bild der „Übermutter“ ist in Deutschland immer noch viel stärker verankert als im Ausland. Ist eine Mutter gleich nach der Geburt ihres Kindes wieder berufstätig, haftet ihr schnell der Ruf der „Rabenmutter“ an. Ich war überrascht, in der aktuellen Assistenz & Sekretariat inside-Ausgabe zu lesen, dass es diesen Begriff in anderen Ländern überhaupt nicht gibt. Auch die Abstimmung darüber, wer welche familiären Aufgaben übernimmt, scheint zwischen deutschen Vätern und Müttern nicht immer „rund“ zu laufen. Viele Väter verstärken tendenziell ihren beruflichen Einsatz nach dem ersten Kind und zeigen dadurch nicht selten (noch) weniger häusliche Präsenz als vorher.

Bevor ich jetzt wieder gesteinigt werde: Klar gibt es auch sehr viele Partnerschaften, in denen die Arbeitsteilung sehr gut funktioniert. Ich höre immer wieder von Assistentinnen und Sekretärinnen mit Kindern und von Frauen in Führungspositionen, dass sie sich erfolgreich die Erziehungszeiten mit dem Vater des Kindes teilen, um den Anschluss im Berufsleben nicht zu verlieren. Und alleinerziehenden Müttern bleibt ohnehin keine andere Wahl, als weiter zu arbeiten.

Aus den Berichten von vielen berufstätigen Müttern weiß ich, dass es schon vor dem Kinderkriegen einige Details zu planen und zu beachten gibt. Gut vorbereitet, kann das Abenteuer „Kind und gleichzeitig Beruf“ durchaus zu einer schönen Erfahrung werden. Wer sich gut organisiert, kann dann die bereichernden Impulse von beiden Seiten erleben: die schönen Augenblicke als Mutter und die Erfolge als berufstätige Frau – ein Ausgleich, der übrigens viel zur inneren Balance beitragen kann, vor allem für die Mütter, die ihren Beruf immer mit Freude und Leidenschaft ausgeübt haben.

Sarah Kammberg
Chefredakteurin

PS: Angelika Rodatus, die Chefredakteurin von Assistenz & Sekretariat inside und selbst Mutter eines 11-jährigen Sohnes, rät: Dehnen Sie Ihre Babypause – wenn möglich – nicht zu lange aus. Wenn Sie bereits nach 6 Monaten wieder einsteigen können, wäre das ideal. Je länger Sie von Ihrem Job fernbleiben, desto mehr riskieren Sie, auf einen weniger attraktiven Arbeitsplatz „abgeschoben“ zu werden, wenn Sie wiederkommen.

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