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Medien und Ihre publizistische Macht werden im Volksmund als 4. Gewalt des Staates benannt. Ob diese Gleichstellung gerechtfertigt ist, ist...

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Riskieren Sie nicht Ihren guten Ruf!

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Liebe Leserin, lieber Leser,

eine Kollegin von mir ist gestern knietief durch einen Fettnapf gewatet, und jetzt haben sie und ihr Chef Sand im Getriebe. Schade, denn die beiden waren bis dahin ein super Team. Aber meine Kollegin hat sich zu einer unbedachten Äußerung hinreißen lassen, und jetzt ist nicht nur ihr Chef sauer, sondern die Gerüchteküche brodelt.

Angefangen hat die ganze Geschichte eigentlich ganz harmlos: Ihr Chef hat sich seinen Schnauzbart abrasiert. Das war in der Mittagspause dann gleich Thema, denn die Veränderung war erstaunlich. Und zwar erstaunlich positiv. Ich hätte nicht gedacht, dass so eine Veränderung so viel ausmachen kann. Der Mann sah jetzt richtig gut aus. Klasse! In die allgemeine Begeisterung sagte meine Kollegin dann, dass sie ihrem Chef geraten habe, seinen Bart abzurasieren. Und schon stand sie – ohne es zu wissen – im Fettnapf.

 

Denn irgendeiner am Tisch konnte seinen Mund nicht halten, und schon am nächsten Tag musste meine Kollegin für ihren unbedachten Satz bei ihrem Chef Rede und Antwort stehen. Er wünsche nicht, dass sie „solche Dinge“ herumerzähle. Und seitdem herrscht Eiszeit zwischen den beiden.

Auf den ersten Blick geht es zwar „nur“ um ein paar Haare. Trotzdem ist meine Kollegin entschieden zu weit gegangen: Sie hat ausgeplaudert, dass sich ihr Chef von ihr in Fragen des Aussehens etwas hat sagen lassen. Das ist vielen Männern einfach peinlich. Damit hat sie eine unsichtbare Grenze im Verhältnis Sekretärin – Chef überschritten.

Und Aussagen wie diese oder andere Vertraulichkeiten können dazu führen, dass Kollegen mehr in die Sache hineininterpretieren, als da ist. „Wenn er sich ihr zuliebe den Bart abrasiert, dann besteht da wohl mehr als ein Arbeitsverhältnis …“, könnte man munkeln. Solche Gerüchte können dann beide ihren guten Ruf kosten.

Daher mein Tipp: Halten Sie lieber den Mund! Selbst wenn sich mit der Zeit zwischen Ihnen und Ihrem Chef ein vertrautes Verhältnis einstellt, sollten Vertraulichkeiten und ein lockerer Umgangston nicht nach außen zu erkennen sein. Sonst kann es schneller mit dem guten Draht zueinander vorbei sein, als Ihnen lieb ist. Genießen Sie Ihre Sonderstellung und schweigen Sie!

Und sollte Ihnen doch einmal im Außenverhältnis etwas herausgerutscht sein, das dort nicht hingehört, informieren Sie Ihren Chef darüber. Denn wenn Ihr Chef weiß, wer die Information bekommen hat, ist er auf das Gespräch mit dem „Informierten“ vorbereitet.

Sarah Kammberg
Chefredakteurin

PS: Auch wenn Sie mit Ihrem Chef allein sind, gibt es selbst bei einem vertrauten Verhältnis noch ein paar Grenzen. Machen Sie sich immer klar: Ihr Chef ist und bleibt Ihr Chef!

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