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Soft Skills: 3 Erfolgskomponenten in der Kommunikation – und wie Sie sie in Ihrem Alltag am besten einsetzen

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3 Erfolgskomponenten für Ihre Gesprächsführung
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Beim Sprechen beeinflussen Sie Ihr Schicksal mit – beruflich wie privat. Wer klar und konkret spricht und Lösungswege statt Probleme in den Vordergrund stellt, wirkt konstruktiv und ebnet Zufriedenheit und Erfolg den Weg.

„Neutrales“ Sprechen gibt es nicht: Jeder Satz löst beim Gegenüber Gefühle aus

Sie treffen einen Geschäftspartner und erhoffen sich viel von dem Gespräch: Sie wollen einen Auftrag akquirieren. Doch nach einer Stunde sind Sie frustriert. Die Diskussion bewegt sich im Kreis; Sie erhalten andere als die erbetenen Informationen; Sie erörtern immer wieder dieselben Einwände. Schließlich verabschieden Sie sich resigniert. „Was“, fragen Sie sich, „ist bei dem Gespräch schief gelaufen?“

 

Im Gespräch geht es um mehr als um den Gedankenaustausch. Was auf den ersten Blick wie eine neutrale Mitteilung, Behauptung oder Vereinbarung aussieht, enthält tatsächlich Zündstoff. Denn auf jeden Satz Ihrerseits erfolgt eine (gesprochene oder gedachte, immer jedoch gefühlte) Antwort Ihres Gegenübers. Je nachdem, wie Sie oder Ihre Gesprächspartner etwas ausdrücken oder deuten, lösen Sie positive oder negative Gefühle aus: Freude oder Missmut, Ver- oder Misstrauen, Begeisterung oder Zweifel.

 

 

Dieses „Wie“ geschieht bei den meisten Menschen unbewusst. Tatsache ist aber: Beim Sprechen beeinflussen Sie Ihr Schicksal mit – beruflich wie privat. Wer klar und konkret spricht und Lösungswege statt Probleme in den Vordergrund stellt, wirkt konstruktiv und ebnet Zufriedenheit und Erfolg den Weg.

Die drei Erfolgskomponenten in der Kommunikation, also beim Sprechen wie beim Schreiben, sind:

  • KLAR (verständlich),
  • KONKRET (genau) und
  • KONSTRUKTIV (ergebnisorientiert).

KLAR bedeutet: Sie senden eindeutige Botschaften aus

Klar drücken Sie sich aus, wenn Ihr Gegenüber Ihre Botschaft schnell und ohne nachfragen zu müssen verstehen kann: „Ich bin Journalist und möchte einen Artikel für Ihre Zeitschrift schreiben.“ Sie bleiben beim Thema und stellen Sachverhalte einfach dar. Sie verwenden kurze Sätze und geläufige Wörter. So vermitteln Sie Ihrem Gesprächspartner, dass Sie klar denken und zu dem, was Sie sagen, stehen („Die/Der weiß genau, was sie/er will!“). Sie strahlen Selbstsicherheit und Kompetenz aus.

Wie anders hört sich dieser Satz an: „Im Grunde bin ich ja Sachbuchautor … ähm, aber bei der heutigen Lage auf dem Printmedienmarkt … na ja, Sie wissen ja, wie es um die Wirtschaft steht … da habe ich mir gedacht, ich biete Ihnen mal einen Beitrag zum Thema X für Ihr Magazin an …“

Zauderer benutzen Füllwörter wie „eigentlich“, „im Grunde“, „im Prinzip“, „durchaus“. Diese und ähnliche Wörter weisen auf ein schwaches Selbstwertgefühl hin. Ihr Gegenüber fragt sich: Ist er überhaupt fähig zu handeln? Das Gleiche gilt für Floskeln, überlange Schachtel- oder abgebrochene Sätze.

Übungs-Tipps: So sprechen und schreiben Sie KLAR

  • Durchforsten Sie Ihre Sprache nach Füllwörtern. Dazu zählen auch „Äh“ oder „Ja?“, ebenso spezielle Dialekt-Wörter wie „woll?“ oder „gell?“. Nehmen Sie sich zehn Tage lang nur das Wort vor, das Ihnen am wenigsten gefällt. Merken Sie auf, wenn Sie es benutzen. Wiederholen Sie den Satz ohne dieses Wort. Werfen Sie eine Cent-Münze in ein Sparschwein, sobald Sie sich bei diesem Wort oder Ausdruck ertappen.
  • Ersetzen Sie bei Geschäftsbriefen und E-Mails verstaubte Redewendungen durch schnörkellose Aussagen. „Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung“ statt: „Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir diesbezüglich Ihre Meinung mitteilen könnten.“ Wenn Ihnen das schwerfällt, beginnen Sie mit ein, zwei Briefen pro Tag, bei denen Sie bewusst darauf achten.
  • Allgemein verständlich formulieren: Nehmen Sie sich einmal pro Woche einen Sachverhalt (aus Ihrem Berufsfeld) vor, und fassen Sie ihn schriftlich zu maximal fünf Sätzen zusammen, die jeder Laie verstehen kann. Am leichtesten fällt Ihnen das, wenn Sie sich als Laien-Leser eine konkrete Person auswählen und sich die dann beim Schreiben vorstellen: Ihr Postbote, eine Nachbarin oder ein Verwandter.

KONKRET bedeutet: Sie lassen es zu, dass Ihr Gegenüber Sie beim Wort nimmt

Das Fremdwort „konkret“ bezeichnet etwas, das wirklich und greifbar ist. Eine konkrete Aussage ist: „Redaktionsschluss ist der 30. November. Bis dahin muss Ihr Textmanuskript vorliegen. Reichen Sie es später ein, wird es nicht gedruckt.“

Das Gegenteil von konkret ist abstrakt, aber auch diffus und missverständlich: „Vielleicht könnten Sie uns Ihren Artikel so gegen Ende Januar einreichen? Dann würde er möglicherweise in der nächsten Ausgabe mit abgedruckt werden!“

Ein anderes Beispiel für eine konkrete Aussage: „Position 3 Ihres Angebots ist um 250 €, Position 7 um 300 € teurer als die Offerte Ihres Mitbewerbers. Falls Sie diese Posten bei gleicher Qualität zum Preis der Firma XY anbieten, erhält Ihr Unternehmen den Zuschlag.“ Diffus: „Wir haben hier ein paar weitere Angebote vorliegen, die doch um einiges günstiger ausfallen als Ihres …“

Durch eine konkrete Sprechweise schaffen Sie Sicherheit: für sich selbst und für den anderen. Sie vermitteln Verlässlichkeit. Auf Rückfragen geben Sie präzise Antworten – das schafft eine solide Vertrauensbasis.

Übungs-Tipps: So sprechen und schreiben Sie KONKRET

  • Korrigieren Sie sich, sobald Sie sich bei einer ungenauen Aussage ertappen. Statt „Ich melde mich dann nächste Woche“ sagen Sie: „Ich schicke Ihnen am Mittwoch bis 12 Uhr eine E-Mail.“ Oder statt „Lassen Sie uns mal wieder essen gehen“ schlagen Sie vor: „Wollen wir das Projekt bei einem Mittagessen besprechen – am ... um ...?“ Ihr eigener Zeitplan wird dadurch überschaubar, und Ihr Gesprächspartner fühlt sich ernst genommen.
  • Vermeiden Sie das Pronomen „man“. Das hat man hier im Haus schon immer so gemacht.“ Wer ist „man“? Man“ bezieht sich fast immer auf eine Person, ein Unternehmen, eine gesellschaftliche Gruppierung. Nennen Sie die beim Namen: „Der Geschäftsgründer hat diese Sitte 1962 eingeführt.“ Und: Verstecken Sie sich nicht hinter dem „man“, wenn es um Ihre eigenen Vorlieben oder Abneigungen geht. Stehen Sie zu sich! Ihr Gegenüber erkennt darin Ihre Kompetenz und Ihr Selbstbewusstsein.
  • Ersetzen Sie Sprechblasen durch klare Aussagen. Statt „Ich wäre eventuell interessiert“ besser: „Ich biete Ihnen meine Mitarbeit an“. Damit zeigen Sie, dass Sie geradlinig sind und gerne Verantwortung übernehmen.

KONSTRUKTIV bedeutet: Sie zielen immer auf Lösungen ab

Im Allgemeinen erreichen Sie Ihr Ziel dann leichter, wenn Sie auf einen konstruktiven Grundtenor achten – in privaten Unterhaltungen, im Berufsalltag, am Telefon und besonders in wichtigen Besprechungen, bei denen in Ihrem Leben Weichen gestellt werden.

Negative Formulierungen wie „Wir sollten nicht länger …“ oder „In diesem Geschäftsjahr haben wir unser Ziel nicht erreicht“ erzeugen ein Gefühl der Ablehnung oder des Mangels. Positive Sätze hingegen („Wir werden künftig …“ oder „Die Ergebnisse dieses Geschäftsjahrs spornen uns zu einem Richtungswechsel an …“) wirken aufbauend. Bei gleicher Ausgangslage entwickeln die Gesprächsteilnehmer bei einer negativen Formulierung innerlich Widerstand oder Angst, bei einer positiven Sprechweise dagegen fühlen sie sich ermutigt und spielen in Gedanken Lösungswege durch.

Die 6 positiven Auswirkungen eines konstruktiven Gesprächs:

  • Fragen oder Informationen kommen beim Gegenüber wirklich an.
  • Ratschläge werden angehört und überdacht.
  • Aus „Problemen“ werden Aufgaben, die die Partner gemeinsam lösen wollen.
  • Konflikte werden entschärft.
  • Alle Gesprächsteilnehmer empfinden sich als Partner.
  • Alle Seiten zollen einander Respekt, bauen Vertrauen auf und gehen gelöst aus dem Gespräch.

Übungs-Tipp

Werden Sie sensibel für überflüssige Verneinungen in unserer Alltagssprache. Sie zeigen sich oft sogar in Sätzen, die etwas Positives ausdrücken möchten. Statt „Warum besuchen wir nicht mal eine Fortbildung?“ sagen Sie: „Ich möchte mich gern im Bereich … fortbilden!“ Das ist konstruktiv und klar zugleich.

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