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Typische Besprechungskiller – und was Sie dagegen tun können

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Gehen Sie aktiv gegen Besprechungskiller vor!
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Bei Besprechungen gibt es viele Formen ergebnislosen Diskutierens und faktischen Stillstands. Hier praxiserprobte Empfehlungen, wie Sie in solchen Fällen als Moderator am besten vorgehen.

Auch wenn in Besprechungen intensiv diskutiert wird, muss das nicht heißen, dass damit wirklich ein Ziel erreicht wird. Es gibt viele Formen ergebnislosen Diskutierens und faktischen Stillstands. Hier praxiserprobte Empfehlungen, wie Sie in solchen Fällen als Moderator am besten vorgehen.

Die Ping-Pong-Diskussion

Hierbei werden stets die gleichen Argumente beharrlich wiederholt. Meist sind nur zwei Kontrahenten daran beteiligt; die anderen greifen nicht ein, aber allgemein kommt ein Gefühl der Langeweile, des Überdrusses und der Sinnlosigkeit auf, das es schwer macht, zu einer ergebnisorientierten Diskussion zurückzukehren.

 

 

Das können Sie tun: Sofern es sich nicht um einen bereits allen bekannten Schlagabtausch handelt, sollten Sie zunächst etwas abwarten – bis die anderen Gruppenmitglieder dieses Spiels überdrüssig sind. Dann wird die Gruppe Ihre Intervention nicht als autoritären Eingriff, sondern als positiven Befreiungsschlag empfinden.

Bitten Sie dann die Kontrahenten, Ihnen ihre Argumente zu diktieren, und notieren Sie diese auf einem Flipchart. Lassen Sie keine Ausflüchte und Rückzieher zu! Machen Sie eventuell als taktische Zäsur eine kurze Pause; danach geht die Diskussion normal weiter. Bei jedem Ansatz, wieder in das Ping-Pong einzusteigen, deuten Sie sofort auf die Flipchart-Seite und sagen: „Das haben Sie bereits vorgetragen.“

Die Kreisdiskussion

Zu einem ergebnislosen Sich-im-Kreis-Drehen kommt es häufig dann, wenn für eine Entscheidung Informationen benötigt werden, die im Moment nicht zur Verfügung stehen

Das können Sie tun: Notieren Sie die Frage oder Problemstellung als „ungeklärt“ auf dem Flipchart, und beauftragen Sie jemanden damit, die fehlenden Informationen bis zur nächsten Zusammenkunft zu beschaffen. Denken Sie daran, dass jede Diskussion auf der Basis von Annahmen reine Zeitverschwendung ist!

Die Detaildiskussion

Eine andere Form des Stillstands bewirkt das Sich-Verbeißen in Detail- und Begriffsdiskussionen. Diese sollten Sie spätestens dann unterbrechen, wenn die Argumente sich wiederholen. Oder wenn die Teilnehmer sich nach und nach zurückgezogen haben, so dass nur noch zwei Personen den Schlagabtausch führen.

Das können Sie tun: Je nach Streitfrage können Sie wie bei der Beendigung einer Ping-Pong- oder Kreisdiskussion vorgehen. Bei Diskussionen um Begriffsfragen sollten Sie für den weiteren Verlauf der gemeinsamen Arbeit einen zu gebrauchenden Begriff festlegen und definieren, wie er ab sofort zu verstehen ist.

Das Chaos

Eine Diskussion kann aus den unterschiedlichsten Gründen ins Chaos abgleiten: weil persönliche Konflikte ausbrechen, weil das Thema aus den Augen verloren wird und die Gruppe sich in Detailfragen verbeißt, weil die Kreativitätsbemühungen ständig durch Killerphrasen torpediert werden ...

Das können Sie tun: Konflikte sollten Sie auffangen, ohne Partei zu ergreifen. Denn stellen Sie sich auf die Seite des „Starken“, wirken Sie auf die anderen aggressiv, stellen Sie sich auf die Seite des „Schwachen“, könnte dieser beleidigt reagieren. Meist ist eine Pause das Klügste: Fenster öffnen; wenn möglich, sollten die Teilnehmer den Raum verlassen. Denn Chaos kann auch durch das Bedürfnis nach Bewegung entstehen.

Die Clownerei

Bisweilen kann eine Besprechung auch in eine alberne Stimmung abrutschen. Es werden Scherze, witzige Bemerkungen und Wortspielereien hin- und hergeschleudert. Jeder will noch pfiffiger, noch schlagfertiger, noch geistreicher sein als der andere. Es wirkt wie ein Wettstreit um die meisten Lacher.

Das können Sie tun: Greifen Sie niemals sofort ein – es mag sich um eine kurze Episode in müder Stimmung handeln, die befreiende Wirkung hat. Bleiben Sie jedoch selbst ganz trocken. Die Erfahrung ist, dass Clowns so ihr Publikum verlieren und von selbst zur Arbeit zurückkehren.

10 Spielregeln für effektive Diskussionen

  1. Ich bin immer pünktlich und respektiere den Zeitplan.
  2. Ich bringe meine Meinungen und Bedenken klar zum Ausdruck und spreche Widersprüche offen an.
  3. Ich verzichte auf weitschweifige Ausführungen und Erklärungen.
  4. Ich höre den anderen Teilnehmern zu und behandle alle (unabhängig von der Hierarchieebene) gleich.
  5. Ich spreche nicht unter vier Augen den Moderator an, damit er etwas in meinem Sinne „zurechtbiegt“.
  6. Ich beweise meine Kreativität auf der Suche nach Ideen und Lösungen.Ich zensiere meine Einfälle nicht und riskiere auch Fehler und Irrtümer.
  7. Wenn mir etwas unklar ist, frage ich.
  8. Ich verzichte auf alles, was den Verlauf der Diskussion stört (wie Albernheiten, Seitenhiebe, Zurückhalten von Informationen etc.).
  9. Ich stehe hinter gemeinsam erarbeiteten Entscheidungen und stelle sie nicht nachträglich in Frage.
  10. Ich nehme Aufgaben nur an, wenn ich sie auch (zeitlich, fachlich) erledigen kann. Bei Aufgaben, die ich übernommen habe, halte ich mich an den festgesetzten Termin.
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