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Weihnachtsurlaub: So reagieren Sie richtig, wenn sich Kollegen weigern, zwischen Weihnachten und Silvester zu arbeiten

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Liebe Leserin, lieber Leser,

das leidige Thema Urlaub rund um die Feiertage hat jetzt auch bei uns Einzug gehalten. Bisher haben wir hier sehr gut funktionierende Regeln, und irgendwie sind wir uns immer noch einig geworden. In diesem Jahr sieht es aber so aus, als ob es nicht bei allen ganz so reibungslos verlaufen wird.

 

Aber der Reihe nach: Wie in jedem Jahr besteht einer unserer Chefs darauf, dass sein Sekretariat zwischen Weihnachten und Silvester besetzt ist. Da sich zwei Kolleginnen das Sekretariat neben ihren anderen Aufgaben teilen, war das bisher kein Problem. Denn eine der beiden war die letzten Jahre immer Single. Es war ihr nicht wichtig, ausgerechnet zwischen Weihnachten und Neujahr Urlaub zu haben. Sie hat die Woche genutzt, um Liegengebliebenes wegzuarbeiten. Doch in diesem Jahr ist alles anders: Sie hat jetzt einen Freund, mit dem sie gern ein paar Tage wegfahren würde. Sie ahnen jetzt sicherlich schon, was hier los ist: Die andere Kollegin sieht überhaupt nicht ein, die „Weihnachtsschicht“ zu übernehmen. Sie hatte schließlich bislang immer frei und sich auch bei ihrer Planung in diesem Jahr darauf verlassen.

Und letzte Woche hatte ich die beiden Streithammel dann bei mir im Büro und sollte die Kiste klären. Nur hatten die beiden den Karren schon dermaßen in den Dreck gefahren, dass jeder Satz wie ein Spaziergang über rohe Eier war.

Daher meine dringende Bitte an alle, die es nicht so weit kommen lassen möchten: Organisieren Sie so etwas nicht auf den letzten Drücker. Hätten meine Kolleginnen den Fall vorher mal rein hypothetisch durchdiskutiert, wäre der Konflikt jetzt nicht eskaliert. Denn Fakt ist: Es handelt sich hierbei um ein Problem, für das sich mit Sicherheit eine Lösung finden lässt. Als ich den Satz aussprach, sind mir die beiden gleich an die Gurgel gesprungen und machten Anstalten, – auch gegen mich – Nebenkriegsschauplätze zu eröffnen. Nur waren sie da bei mir an der Falschen. Denn auf der Diskussionsstufe gibt es keinen Gewinner, und man verschwendet Energie, Zeit und vieles mehr, das man an anderer Stelle gut gebrauchen könnte. Und dazu hatte ich weder Zeit noch Lust.

Ich habe den beiden angeboten, das mit mir jetzt in Ruhe zu klären oder am Nachmittag ihren Chef dazuzuholen. In der Tonlage würden wir aber zu keinem Konsens finden. Und der musste nun einmal gefunden werden. Murrend fanden die beiden das Gespräch mit mir dann doch die bessere Alternative. Warum nur? ;-))))

Ich habe dann den Gesprächsleitfaden des Sekretärinnen-Handbuchs für solche Fälle gezückt und nach einer Viertelstunde hatten wir eine für alle Seiten akzeptable Lösung. Klar waren beide nicht glücklich, da jeder ein paar Federn lassen musste. Aber immerhin hatten wir eine Lösung.

Mir ist wieder einmal klar geworden: Nur redenden Menschen kann geholfen werden. Aber auch nur dann, wenn nicht jeder auf sein „Recht“ pocht. Denn dann kann es nur Verlierer geben.

Sarah Kammberg
Chefredakteurin

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