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Den Kunden zu überzeugen ist in mancher Munde eine Königsdisziplin. Mit den richtigen Handwerkszeug jedoch schneller umgesetzt als gedacht.

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Einprägsam und originell: 10 Tipps, wie Sie den perfekten Slogan finden

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Slogan
Urheber: Kapitosh | Fotolia

Von Bettina Steffen,

Jeder weiß, was den perfekten Slogan auszeichnet. Er enthält die zentrale Webbotschaft Ihres Unternehmens. Er ist einprägsam und ansteckend zugleich. Mit wenigen Worten bringt er mehr Wirkung als ein sündhaft teuer Werbekampagne. Aber wie konstruiert man diesen perfekten Slogan eigentlich?

Tipp 1: Machen Sie es ganz, ganz einfach.

Erste Voraussetzung, dass Ihr Slogan überhaupt funktioniert: Er muss einfach sein. Und zwar so einfach, dass ihn auch Erstklässler nachplappern können. Auch wenn Erstklässler nicht zu Ihrer Zielgruppe gehören, sind sie das perfekte Testpublikum für Ihren Slogan. Wählen Sie einfache Worte und geben Sie den Lesern keine Rätsel auf. Tipp 2: Seien Sie einfallsreich. Ein Slogan, der einen anderen kopiert? Worthülsen, die schon Dutzende Male verwendet wurden? Um sich vor ungewollten Plagiaten oder mangelnder Originalität zu schützen, besuchen Sie zur Prüfung auf alle Fälle Deutschlands Slogan-Datenbank www.slogans.de.

Tipp 3: Wählen Sie etwas Einprägsames


Ein Slogan soll sich einprägen – dafür sind Einfachheit und Einfallsreichtum gute Voraussetzungen. Doch um ihn einprägsam zu machen, lassen sich zusätzliche Mittel einsetzen, z. B. das Stilmittel der Alliteration. (Alliteration: Zwei oder mehrere aufeinanderfolgende Wörter besitzen den gleichen Anfangslaut.)

  • „Alles außer gewöhnlich“ (Bang & Olufsen)
  • oder Sie reimen Ihren Slogan – bis in die 50er-Jahre war der Reim das Standardrezept für Slogan-Schreiber: „Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso“

Tipp 4: Machen Sie etwas Sprichwörtliches


Die allerbesten Slogans klingen wie Sprichwörter und Redewendungen und können sogar als solche in den allgemeinen Sprachwortschatz eingehen. Ein Slogan, der das Zeug zum Sprichwort hat, wirkt so ansteckend, dass er sich von selbst verbreitet.

Tipp 5: Erklären Sie was


Achten Sie darauf, dass Ihr Slogan erklärt, worum es bei Ihren Produkten geht. Bauen Sie z. B. ein wichtiges Versprechen in den Slogan ein. Nur ganz große Unternehmen, die ohnehin schon einen hohen Bekanntheitsgrad haben, können darauf verzichten. So kommt Otto mit dem Slogan „find ich gut“ ganz prima aus, als unbekanntes Unternehmen erzielen Sie damit keine Werbewirkung.

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Tipp 6: Bauen Sie Ihren Markennamen ein


Manche Slogans klingen klasse und sind in aller Munde – man kann sie aber nicht der richtigen Firma zuordnen. Das kann Ihnen nicht passieren, wenn Sie Ihren Firmennamen gleich in den Slogan einbauen:

  • „Bitte ein Bit“ (Bitburger)

  • „Wenn’s um Geld geht: Sparkasse“

Tipp 7: No English, please


Finger weg von englischen Slogans, wenn Sie sich an ein deutschsprachiges Publikum wenden. Die werden von den wenigsten korrekt verstanden. So über- setzten bei Tests viele Befragte „Come in and find out“ (Douglas) in „Komm rein und finde wieder raus“. Und aus dem „Drive Alive“ (Lebendiges Fahren) von Mitsubishi wurde meist „Fahre lebend“. Der Slogan „For you. Vor Ort.“ sollte der Drogeriekette Schlecker neuen Schwung verleihen. Stattdessen wurde das Unternehmen insolvent.

Tipp 8: Verwenden Sie kein Marketing-Deutsch


Slogans, die sich einprägen sollen, dürfen niemals in Marketing-Deutsch verfasst sein. Denn ihre Wirkung reicht gerade mal bis auf den Flur der eigenen Abteilung. Marketing-Floskeln verwendet außer der Marketing-Abteilung kaum jemand – die angesprochenen Kunden jedenfalls nicht.

Tipp 9: Kopieren Sie keine Slogans

„Ihr Partner in Sachen XX“ dürfte eine der meist verwendeten Slogan-Formulierungen sein. Ebenso die beliebte Formel „Mehr als ...“. Derzeit hoch im Kurs ist z. B. der Einsatz der Begriffe „alle“ oder „Alles“.

Tipp 10: Keine Rätsel

Geben Sie keine Rätsel auf Slogans, die unverständlich sind, können kaum Wirkung entfalten. Niemand hält sich lange mit Rätseln auf. Eine derartige Werbung wird schnell ignoriert. So warb die Schweizer Supermarktkette Migros auf 2.500 Plakaten mit dem Satz „Gestern war morgen heute“ für Digital-TV. Gemeint war, dass man Sendungen durch digitale Aufzeichnung zeitversetzt ansehen könne. Tipp: Greifen Sie nicht auf Kopien oder Imitationen erfolgreicher Slogans zurück. Sie verbauen sich damit die Chance, durch einen einzigartigen, unverwechselbaren eigenen Slogan Werbewirkung für Ihr Unternehmen zu schaffen. Um ungewollten Ideenklau zu vermeiden, recherchieren Sie Slogans in der Slogan-Datenbank.

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