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Achtung: Zuwendung oder Zuschuss müssen Sie zusätzlich zahlen

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Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Von Midia Nuri,

Wenn Sie Ihren Mitarbeitern für Urlaubs- oder Dienstreise eine kleine Finanzspritze zukommen lassen, kommen Sie dabei nicht steuer- und sozialabgabenfrei davon. Aber immerhin günstiger.

So ist die Rechtslage

Der § 40 Abs. 2 Satz 2 Einkommensteuergesetz (EStG) sieht für bestimmte Zuwendungen und Zuschüsse an Ihre Mitarbeiter vor, dass Sie die Lohnsteuer mit einem Pauschsteuersatz erheben dürfen.

Die Voraussetzung ist allerdings, dass Sie die geleisteten Zuschüsse zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn an Ihren Mitarbeiter auszahlen.

Was das bedeutet, legte der Bundesfinanzhof (BFH) in einem Fall fest, in dem ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern einen Teil des jährlichen Weihnachtsgeldes als Fahrtkostenzuschuss ausgezahlt hatte.

Darum ging es vor dem BFH

In dem vor dem BFH verhandelten Fall hatte das Betriebsstättenfinanzamt die Pauschalierung der Lohnsteuer nach § 40 Abs. 2 Satz 2 EStG beanstandet. Das Amt war der Ansicht, die Fahrtkostenzuschüsse seien nicht zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn, sondern auf das Weihnachtsgeld angerechnet worden und nahm den Arbeitgeber in Haftung für die zu wenig gezahlten Lohnsteuern. Daraufhin klagte das Unternehmen.

Das Finanzgericht (FG) wies die Klage des Unternehmens zunächst ab. Die BFH-Richter widersprachen jedoch der Einschätzung der Finanzverwaltung und hoben das Urteil wieder auf. In der Sache muss nun erneut das Finanzgericht über den konkreten Fall entscheiden.

Darauf sollten Sie achten

Die obersten Finanzrichter haben also grundsätzlich die Praxis nicht für ungültig erklärt, einen Teil des Weihnachtsgeldes als Fahrtkostenzuschuss an die Mitarbeiter auszuzahlen. Das Urteil kann Ihnen als Argumentationshilfe gegenüber Ihrem Betriebsstättenfinanzamt dienen, wenn Sie ähnlich vorgehen möchten.

Das gilt für das Urlaubsgeld Ihrer Mitarbeiter

Sie dürfen einen Teil des Weihnachts- oder auch Urlaubsgelds in Fahrtkostenzuschüsse umwandeln und hierauf Pauschsteuern abführen.

Tipp: Sie sollten das auch ruhig tun – schließlich kann es für Ihr Unternehmen eine Menge Kostenersparnis bedeuten.

So spart Ihnen der Zuschuss Geld

Für Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder ein 13. Monatsgehalt müssen Sie in voller Höhe Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abführen.

Dagegen spart mit pauschalierten Leistungen nicht nur Ihr Mitarbeiter, sondern auch Ihr Unternehmen. Schließlich fallen auf sie auch keine Sozialversicherungsbeiträge an – und für Sie kein Arbeitgeberanteil

  1. Für den Urlaub:
    Als Zuschuss zum Urlaub bieten sich Erholungsbeihilfen an. Diese dürfen Sie mit einer Pauschsteuer in Höhe von 25 % besteuern (§ 40 Abs. 2 EStG, R 40.2 Abs. 1, 3 LStR).
    Das gilt für die Sozialabgaben: Es fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an (§ 1 Abs. 1 SvEV).
    Die Voraussetzung: Für den Arbeitnehmer darf ein Betrag von 156 €, für seinen Ehegatten ein Betrag von 104 €, für jedes Kind ein Betrag von 52 € nicht überschritten werden.
  2. Für die Dienstreise
    Als Zuschuss zu einer Dienstreise können Sie Ihrem Mitarbeiter steuerpflichtigen Verpflegungskostenersatz gewähren. Diesen dürfen Sie mit einer Pauschsteuer in Höhe von 25 % besteuern (§ 40 Abs. 2 EStG, R 40.2 Abs. 4 LStR).
    Das gilt für die Sozialabgaben: keine Beitragspflicht, § 1 Abs. 1 SvEV
    Die Voraussetzung: Die Verpflegungskosten liegen maximal 100 % über den Verpflegungspauschbeträgen.

 

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