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Betriebsausflug zu zweit – geht das?

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Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Von Gerhard Schneider,

Frage: Ich bin selbstständig und habe als einzige Angestellte meine Frau. Sie arbeitet als 450-€-Mini-Jobberin bei mir. Könnte ich jetzt mit meiner Frau einen „Betriebsausflug“ unternehmen und die Kosten steuerlich als Betriebsausflug geltend machen?

Antwort: Der Fiskus erkennt die Kosten für Betriebsfeiern und -ausflüge steuerlich mit Angestellten an (bis zu gewissen Grenzen) – dazu zählen natürlich auch Ihre 450-€-Kräfte. Das heißt für Sie: Haben Sie Ihren Lebenspartner als 450-€-Kraft eingestellt, spricht nichts dagegen, gemeinsam zu einem schönen Ausflug oder Kurzurlaub zu starten sich die Kosten über die Steuerersparnis vom Finanzamt teilweise zahlen zu lassen.
Beachten Sie dabei aber zwei wichtige Voraussetzungen:

Voraussetzung 1: Keine Sonderbehandlung für Angehörige

Wenn Sie neben dem angestellten Lebenspartner noch andere Angestellte haben, sollten auch diese am Betriebsausflug teilnehmen dürfen. Der Ausflug auf Betriebskosten darf keine Sonderleistung für Ihre angehörigen Angestellten sein.

Voraussetzung 2: Kostengrenze beachten

Der steuerlich anerkannte Höchstbetrag liegt bei 110 € (einschließlich der Umsatzsteuer!) pro Arbeitnehmer und Betriebsveranstaltung. Nur wenn Sie diese Betragsgrenze einhalten, sind die Kosten für die Betriebsveranstaltung als Betriebsausgaben abzugsfähig (und für Ihre Mitarbeiter lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei).

Die Falle: Nur 1 € zu viel – und der ganze Vorteil ist weg!

Das ist eine häufig übersehene Falle: Übersteigen die Kosten die 110-€-Grenze, wird nicht nur der übersteigende Anteil steuerlich nicht anerkannt – der gesamte Betrag ist dann keine Betriebsausgabe mehr und es werden Steuern und Sozialabgaben fällig!

Achtung, wenn Gäste teilnehmen!

Wenn Sie nicht nur eigene Angehörige beschäftigen, ist es oft üblich, dass auch die Lebenspartner der anderen Angestellten am Betriebsausflug oder der -feier teilnehmen. In diesem Fall sollten Sie besonders genau kalkulieren. Denn die 110-€-Grenze gilt nicht etwa pro Teilnehmer, sondern pro Arbeitnehmer. Dabei sind die Angehörigen den Arbeitnehmern zuzurechnen.

Beispiel:
Sie haben 3 Mitarbeiter, die alle an Ihrem Ausflug teilnehmen und ihren Partner mitbringen. Die Gesamtkosten des Betriebsausflugs belaufen sich auf 315 €, also auf 105 € pro Mitarbeiter, und bewegen sich damit noch innerhalb der 110-€-Grenze. Die Höchstkosten liegen in diesem Fall bei 330 € (einschließlich der Umsatzsteuer).

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