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Für Entgeltabrechner sind die Unübersichtlichkeit und Sperrigkeit des derzeitigen Reisekostenrechts besonders bedauerlich, weil sie so oft damit...

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So funktioniert der Betriebsausgabenabzug bei der Restaurantrechnung

 
Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Von Gerhard Schneider,

Frage: Durch Ihren Bericht vor wenigen Tagen habe ich erst erfahren, dass ich meine Ausgaben für Restaurantbesuche auf Dienstreisen gar nicht einfach von der Steuer absetzen kann. Gibt es keine anderen Möglichkeiten?

Antwort: Ja, Sie haben recht. Wenn Sie auf einer betrieblich veranlassten Reise unterwegs sind, können Sie lediglich Verpflegungspauschalen bei der Steuer geltend machen. Sie können nicht einfach unterwegs in ein Restaurant gehen, dort gemütlich essen und dann den Rechnungsbetrag einfach zusammen mit Ihren übrigen Reisekosten als Betriebsausgabe von der Steuer absetzen.
Das ist natürlich ärgerlich, wenn Sie viel unterwegs sind und dadurch hohe Kosten für ihre Verpflegung unterwegs haben. Denn die Verpflegungspauschalen sind so niedrig angesetzt, dass sie nicht einmal die Kosten für den Besuch eines Schnellrestaurants abdecken.
Es gibt allerdings eine interessante Möglichkeit, die Sie immer dann in Erwägung ziehen sollten, wenn Sie auf Ihrer Dienstreise auf Geschäftspartner oder Kunden treffen. Diese Möglichkeit lautet Ausweg: Laden Sie sich gegenseitig zum Essen ein – dann können Sie den größten Teil steuerlich geltend machen.

Hier sind die Details:

Beispiel: Sie befinden sich zusammen mit einem Geschäftspartner auf einer 2-tägigen Geschäftsreise in Berlin. Das Finanzamt gesteht Ihnen für die 2 Tage nur eine Pauschale von maximal 48 € für die Verpflegung zu – etwas karg. Mit einem kleinen Dreh können Sie das ändern: Laden Sie am ersten Tag Ihren Geschäftspartner zum Essen ein – und lassen Sie sich am zweiten Tag von ihm einladen. Schon können Sie 70 % Ihrer tatsächlich entstandenen Kosten als Betriebsausgaben absetzen. Denn plötzlich wird das Essen im Restaurant von der Privatsache zu einem Geschäftsessen!
Damit dies auf Ihren Reisen funktioniert, beachten Sie die folgenden steuerlichen Regelungen und Tipps zu Bewirtungskosten:

Grundsätzlich nur 70 %

Sie können grundsätzlich nur 70 % der Speisen, Getränke und Nebenkosten (wie etwa Garderobe, Zigaretten etc.) als Betriebsausgabe geltend machen. 30 % sind Ihre Privatsache. Das ist aber in aller Regel steuerlich noch günstiger als die maximal 24 € pro Tag, die Ihnen der Fiskus zugesteht.
Tipp: Die 70-%-Einschränkung gilt nur für die Nettosumme auf der Bewirtungsrechnung. Die Umsatzsteuer können Sie zu 100 % als Vorsteuer geltend machen, also von Ihrer Umsatzsteuerschuld abziehen.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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