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Die 5 Top-Trends in der betrieblichen Weiterbildung – und ein wichtiger Hinweis dazu!

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Urheber: Marco2811 | Fotolia

Von Günter Stein,

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Dieser Spruch betrifft immer häufiger auch Unternehmen, die es versäumt haben, ihre Mitarbeiter weiter zu qualifizieren. Damit bei Ihnen hier nichts anbrennt, habe ich für Sie einmal die 5 wichtigsten Trends in der betrieblichen Aus- und Fortbildung zusammengestellt.

Lernen in Häppchen

Der Literaturmarkt zeigt, wohin es geht: Früher gab es dicke Romane, heute veröffentlichen junge Autoren ihre Werke als Handy-Erzählung. Die Geschichte wird in kleine Häppchen zerhackt und als SMS auf das Mobiltelefon verschickt – im Abo, jeden Tag ein Absatz. Diese Regel wird auch auf die Weiterbildung angewendet: Kurzformate sind im Kommen und ergänzen die klassischen Weiterbildungsformen.

Zwei Beispiele:

  • 6 Minuten und 40 Sekunden – länger dürfen die Referenten bei einem Pecha Kucha (sprich: petscha-kutscha) nicht sprechen. Dazu sind maximal 20 Folien erlaubt. Dieses Vortragsformat kommt aus Japan; die harten Regeln stellen sicher, dass in kurzer Zeit eine maximale Inhaltsmenge vermittelt wird.
  • „Wie führe ich ein Einstellungsinterview?“ Auf solche und ähnliche Fragen finden Mitarbeiter der Credit Suisse in ihrem Intranet eine Antwort, und zwar werden sie auf CSTube verwiesen, einem internen Videoportal. Dort liegt ein 6-minütiger Videoclip bereit, in dem ein hauseigener Experte das Thema erklärt; in knappen Worten, ohne Drehbuch. „Learning Nuggets“ werden diese Lerneinheiten genannt. Einige der Kurzfilme wurden schon tausendfach abgerufen.

Der Teilnehmer wird zum Dozenten

Kommunikation nach dem Prinzip der Einbahnstraße ist vorbei: Die „Bild“-Zeitung nutzt ein Heer von „Bürgerreportern“, um an Geschichten zu kommen; das Online-Lexikon Wikipedia kommt mit zwei festen Mitarbeitern aus – weil Hunderttausende von Freiwilligen die Inhalte erstellen.

Dieses sogenannte Wiki-Prinzip erobert auch die Weiterbildung: Der Trainer ist nicht länger der exklusive Lieferant, sondern führt sein Wissen mit dem der Lernenden zusammen. Was früher überwiegend in der Kaffeepause stattfand, wird zum Training. Man tauscht Wissen informell aus, unter der Anleitung des Trainers. Wie das funktioniert, zeigen so genannte Bar-Camp-Konferenzen.

Auch hier gibt es noch einen Vortragenden; doch seine Aufgabe besteht eher darin, die Teilnehmer dazu zu bringen, ihr Wissen zu teilen. Er fungiert als Katalysator.

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Überall und jederzeit

Wissen wurde bisher an festen Orten vermittelt: im Seminarraum, am Büro-PC, in der Kaffeeküche. In Zukunft findet Weiterbildung überall statt: Nicht mehr der Teilnehmer muss zu den Inhalten gehen, sondern die Inhalte kommen zum Teilnehmer. Viele Wissensarbeiter verfügen heute schon über Handhelds und Mobiltelefone der neuesten Generation. Diese Hardware wird für die Wissensarbeiter auch zum Zugangsgerät für Weiterbildung:

Der Seminarraum wird virtuell, er ist jederzeit und überall zugänglich. Daraus entsteht eine neue Aufgabe für Anbieter: Inhalte müssen auf die neuen Medien angepasst werden (siehe Punkt 1, Häppchenformate).

Die Marke zählt

Unternehmen fordern in Zukunft Weiterbildung nach industriellen Standards – man will an verschiedenen Orten dieselben Inhalte in immer derselben Qualität haben. Folge: Der Weiterbildungslieferant von morgen arbeitet professioneller, ist größer und nutzt die Strahlkraft einer starken Marke. Wie das geht, zeigen schon heute die Premium-Anbieter auf dem Markt: Harvard Business School, London Business School, Insead, IMD oder Kellogg School.

Messbarer Nutzen ist gefragt

Rund 1.000 Euro pro Mitarbeiter geben deutsche Dax-Unternehmen im Schnitt für Weiterbildung aus. Aber nur ein Drittel der Firmen kontrolliert auch den Lernerfolg, hat die Unternehmensberatung Jetter Management ermittelt. Allenfalls wird abgefragt, ob Seminarteilnehmer mit Inhalten, Organisation und Räumlichkeiten zufrieden waren.

Das wird sich ändern: In Zukunft wird ein Weiterbildungsanbieter den Nutzen seines Angebots nachweisen müssen – in Form einer nüchternen Ertragsrechnung (Return on Investment, ROI). Ein Mitarbeiter, der beispielsweise einen Sprachkurs besucht, muss damit rechnen, ein halbes Jahr später einen Folgetest absolvieren zu müssen. Einkäufer, die beim Verhandlungstraining waren, müssen bessere Konditionen vorweisen.

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