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Mehr als "okay": einmal danke sagen!

 

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Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie erinnern sich: Vergangene Woche habe ich Sie gefragt, wie Sie es mit der Zustimmung halten. Ich hätte nicht gedacht, dass mir so viele von Ihnen beipflichten. Etlichen Leserinnen und Lesern habe ich wohl aus der Seele gesprochen, gerade, was die Betonung und den Tonfall betrifft. Der Ton macht eben die Musik. Eine Leserin kann diesem Trend aber sogar Positives abgewinnen: „Mir klingt dieser lang gezogene „eeei-Vokal“ viel weicher und damit emotional zustimmender im Ohr als das militärisch knappe „ja“. Damit wirkt das „okeeeii“ sogar wie eine Aufforderung an den Gesprächspartner „sprich weiter – ich bin dran an dem, was du sagst“.

 

Was sie jedoch stört: „Dagegen empfinde ich die Sprachfloskel „ja-nee“ oder gar „ja-nee-klar“ sehr irritierend.“ Erwischt! Habe ich auch schon gemacht! Deshalb nehme ich aus dieser Debatte mit: zuhören, zustimmen – ob weich oder kurz – aber immer klar. Noch ermunternder als eine Zustimmung ist indessen ein Dankeschön oder ein Lob!

Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich an dieser Stelle für Ihr aufmerksames Lesen und Ihre Zuschriften zu bedanken! Und einmal darüber nachdenken, wie wenig man eigentlich danke sagt. Oder jemanden lobt. Denn alles, was gut läuft, nehmen wir als selbstverständlich hin. Danken und loben Sie also auch einmal wieder aus vollem Herzen – Ihre Mitarbeiter, aber auch Freunde und Familienmitglieder werden sich anerkannt und gewürdigt fühlen. Denn "Dankbarkeit gehört zu den Schulden, die jeder Mensch hat, doch die wenigsten tragen sie ab".

Einen weiteren Baustein für Ihre Dankes- oder Lobrede liefert Ihnen der Maler Anselm Feuerbach: „Tadeln ist leicht, deshalb versuchen sich so viele darin. Mit Verstand loben ist schwer, darum tun es so wenige“. Tun Sie es also und zeigen Sie damit Herz UND Verstand.

Zum Schluss möchte ich noch eine Zuschrift zitieren: „… ein Dankeschön an Sie und Ihre Redaktion für die vielen, oft sehr unterhaltsamen Anregungen für einen erfolgreichen Auftritt.“ Wenn das nicht motiviert!

Herzlichst Ihre

Kathrin Hentzschel

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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