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Abfallentsorgung: Überprüfen Sie jetzt Ihre Gefährdungsbeurteilung!

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Von Wolfram von Gagern,

Die Abfallentsorgung ist im zu Ende gehenden Jahr deutlich teurer geworden. So haben sich allein die Entsorgungskosten für hausmüllähnliche Gewerbeabfälle von knapp 100 € pro Tonne...

Die Abfallentsorgung ist im zu Ende gehenden Jahr deutlich teurer geworden. So haben sich allein die Entsorgungskosten für hausmüllähnliche Gewerbeabfälle von knapp 100 € pro Tonne am Jahresanfang auf jetzt 200 € verdoppelt.

Diese Preisentwicklung ist in vielen Unternehmen der metallverarbeitenden Branche Anlass, sich wieder intensiver mit der Getrenntsammlung nach der Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV), der Abfallvermeidung und den optimalen Restmüllbehältergrößen zu beschäftigen.

Und genau hier kommen Sie als Sicherheitsfachkraft ins Spiel. Denn aus den gesetzlichen Anforderungen zum Arbeitsschutz resultieren natürlich Pflichten für den Arbeitgeber, die auch im Umgang mit Abfällen relevant sind. Das betrifft nicht nur die Abfallverordnung, sondern auch die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) in ihrer aktuellen Fassung.

Deshalb müssen Sie im Zusammenhang mit den in der Produktion entstehenden Abfällen klären:

  1. Ist der Umgang mit Abfällen in den aktuellen Gefährdungsbeurteilungen berücksichtigt?
  2. Sind die Arbeitsmittel für den Umgang mit Abfällen geeignet – und sicher?
  3. Werden bzw. wurden die Arbeitsmittel für den Umgang mit Abfällen geprüft?
  4. Sind die in der Produktion oder im Unternehmen entstehenden Abfälle Gefahrstoffe im Sinne der GefStoffV und werden die daraus resultierenden Anforderungen umgesetzt?
  5. Sind – soweit erforderlich – aktuelle Brand- und Explosionsschutzdokumente erstellt worden?

Da Ihr Unternehmen bei durch Nachlässigkeit des Arbeitgebers entstandenen Unfällen von den Berufsgenossenschaften in die persönliche Haftung genommen wird (also verauslagtes Geld unter Umständen erstatten muss), sollten Sie ggf. vor dem Jahreswechsel gemeinsam mit dem Umweltschutz- oder Abfallbeauftragten die obigen 5 Punkte prüfen und die erforderlichen Maßnahmen umgehend ergreifen.

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Ihre Maßnahmen für die Gefährdungsbeurteilung:

  • Prüfen, ob der betriebliche Umgang mit Abfällen in die Gefährdungsbeurteilungen einbezogen wurde; bei den „Standardvorlagen“ ist das in der Regel nicht ausreichend berücksichtigt.
  • Prüfen, ob und welche Abfälle Gefahrstoffe sind. Fällt die Prüfung positiv aus, müssen Sie für die so ermittelten Gefahrstoffe prüfen, ob es für die Ausgangsstoffe Sicherheitsdatenblätter und Betriebsanweisungen gibt – und ob diese auch aussagefähig sind für die Abfallbehandlung. Falls nicht, müssen sie entsprechend ergänzt werden. Und zwar umgehend.
  • Ebenfalls prüfen: Sind die Mitarbeiter in diesen Fällen entsprechend unterwiesen?
  • Prüfen, ob Arbeitsmittel in Verbindung mit Abfällen vorhanden sind, z. B. Presscontainer, Sammelbehälter. Wenn ja: Sind diese „sicher“ im Sinne der BetrSichV und sind diese in die Überprüfung der Betriebsmittel einbezogen?
  • Achten Sie auch auf die zeitlichen Dimensionen. Sind die Prüf- und Genehmigungsfristen geregelt? Denken Sie dabei auch an die entsprechenden Schulungs- und Unterweisungspläne.

Fazit: Das Thema „Abfallentsorgung“ ist in vielen Unternehmen noch nicht als „Ordnungspunkt“ des Sicherheitsbeauftragten angekommen. Deshalb sollten Sie jetzt die Initiative ergreifen und die oben genannten Punkte Schritt für Schritt abarbeiten!

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