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Bioabfall richtig trennen und entsorgen

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Bioabfall
Urheber: umwelttrenz | Fotolia

Von Peter Strohbach,

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz sieht eine bundesweite Getrennthaltungspflicht für Bioabfälle vor. Dies bedeutet, dass der Abfallerzeuger seine Bioabfälle entweder selbst kompostieren oder sie getrennt in der Biotonne entsorgen muss.

Eine gemeinsame Entsorgung von Bio- und Restmüll ist hingegen nicht erlaubt. Für Gewerbebetriebe gibt es jedoch keine Anschlusspflicht an die Biotonne. Aber auch wenn Sie von der Anschlusspflicht der Biotonne verschont bleiben, sollten Sie Ihre Bioabfälle getrennt von anderen Abfallprodukten entsorgen. Leisten Sie einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und unterstützen Sie die Entsorgungsbetriebe beim nachhaltigen Wirtschaften und beim Schutz unserer Umweltressourcen.

Was passiert mit dem Bioabfall?

Die Bioabfälle werden in mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlagen vergoren. Dabei kann Biogas gewonnen werden, welches dann in Strom und Wärme umgewandelt wird. Die Gärreste werden verarbeitet und können als Dünger und Kompost in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Auf diese Weise schließt sich der Kreislauf. Energie wird aus Abfall gewonnen und die Nährstoffe zurückgeführt.

Tipps für das Sammeln und Bereitstellen von Bioabfall


Die Sammlung und Bereitstellung von Bioabfall erfordert das ganze Jahr eine gewisse Sorgfalt. Im Winter wird die Entsorgung oftmals durch ein Einfrieren des Bioabfalls erschwert oder gar unmöglich gemacht. Im Sommer entstehen häufig durch Fäulnisprozesse unangenehme Gerüche oder es entwickelt sich ein Madenbefall. Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks können Sie aber schon Abhilfe schaffen. Mithilfe der folgenden Hinweise können Sie sich die Sammlung der Bioabfälle so angenehm wie möglich machen:

  • Halten Sie die Feuchtigkeit im Bioabfall möglichst niedrig. Wickeln Sie daher Essens- oder Obst- und Gemüsereste vor der Entsorgung in der Biotonne immer in Zeitungspapier (keine Illustrierte) oder Papiertüten, die im Handel erhältlich sind, ein. Papiertaschentücher, Papierservietten, Küchenkrepppapier oder Eierkartons eignen sich ebenfalls, um die Feuchtigkeit aufzusaugen.
  • Sägemehl oder handelsübliches Gesteinsmehl eignen sich hervorragend, um Feuchtigkeit zu binden. Streuen Sie diese regelmäßig über den Bioabfall.
  • Fleisch-, Wurst- und Fischreste sollten Sie besonders gut einwickeln oder erst am Entsorgungstag in den Bioabfall geben, denn so haben Fliegen keine Möglichkeit, ihre Eier, aus denen später Maden entstehen, abzulegen.
  • Heben Sie den pH-Wert in Ihrer Biotonne durch die Einstreu von Kalk an (Maden lieben eher saures Milieu).
  • Der Bioabfall sollte locker in dem Entsorgungsbehälter liegen. Vermeiden Sie daher ein Pressen des Bioabfalls und somit das Entstehen von Gerüchen und Madenbefall durch den Fäulnisprozess.
  • Stellen Sie den Entsorgungsbehälter im Sommer an einen schattigen Platz, z. B. in ein Tonnenhäuschen, unter einen Baum oder ein Vordach.
  • Achten Sie darauf, den Deckel des Bioabfallbehälters stets geschlossen zu halten, damit keine Fliegen an den Bioabfall gelangen.
  • Rückstände in dem Bioabfallbehälter tragen zur Geruchs- und Ungezieferbelästigung bei. Waschen Sie daher den Behälter nach der Entleerung mit Wasser aus. Das Waschwasser können Sie in die Kanalisation ableiten lassen.
  • Stellen Sie Ihren Bioabfall unter, sodass Regenwasser und andere Flüssigkeiten nicht in den Bioabfallbehälter gelangen können.

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