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Rund 18 Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten täglich im Büro. Auch wenn dort die Gefährdungen weniger unmittelbar erkennbar sind als auf der...

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Druckfrisch: Die neuen MAK- und BAT-Werte liegen vor

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Gesundheitsschutz
Urheber: Zerbor | Fotolia

Von Friedhelm Kring,

Die Ständige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe (MAK-Kommission) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Juli die neue Liste der MAK- und BAT-Werte vorgelegt.

Die neuen Grenzwert- oder Einstufungsvorschläge gelten als wissenschaftliche Basis für künftige Änderungen in Gesetzgebung und Regelwerken.

MAK steht für „Maximale Arbeitsplatz-Konzentration“. Der Wert gilt in der Regel für flüchtige Chemikalien (Gase, Dämpfe, Aerosole) sowie Stäube und besagt: Auch bei wiederholter und langfristiger Exposition (8 Stunden täglich bei 40 Stunden in der Woche) beeinträchtigt diese Konzentration im Allgemeinen nicht die Gesundheit der Beschäftigten. Dabei werden neben der Giftigkeit auch die krebserzeugende und die sensibilisierende Wirkung, die Gefährdung der Schwangerschaft und die Keimzellmutagenität bewertet.

BAT steht für „Biologischer Arbeitsstoff-Toleranzwert“. Dieser gilt als Grenzwert, für den – analog zum MAK-Wert – angenommen wird, dass dessen Einhalten die Gesundheit der Mitarbeiter im Allgemeinen auch bei wiederholter oder langfristiger Exposition nicht beeinträchtigt.

Wenn Sie nun einwenden, dass die Angabe von MAK- und BAT-Werten eigentlich veraltet ist, haben Sie recht. Das Arbeitsschutz- und Gefahrstoffrecht hat MAK und BAT durch den Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) und den Biologischen Grenzwert (BGW) ersetzt. Die DFG verwendet jedoch weiterhin die „alten“ Begriffe. Die veraltete Bezeichnung tut der medizinischen Relevanz der Werte aber keinen Abbruch.

Gut zu wissen ist: Auch wenn die Einschätzungen der DFG keine unmittelbare Rechtsverpflichtung auslösen, sollten Sie die neuen Werte im Auge behalten. Denn die von den Wissenschaftlern vorgeschlagenen Änderungen werden oft ins Technische Regelwerk und die Gefahrstoffvorschriften übernommen. Dies ist Aufgabe des Ausschusses für Gefahrstoffe, der die Werte nach Prüfung meistens – dann als AGW und BGW – in das Regelwerk einfließen lässt.

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