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Rund 18 Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten täglich im Büro. Auch wenn dort die Gefährdungen weniger unmittelbar erkennbar sind als auf der...

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So begegnen Sie Gefahrstoffen in Druckern und Kopierern

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Von Martin Weyde,

Frage: Manche Kollegen beklagen sich über Drucker und Kopierer, die in der Nähe ihrer Arbeitsplätze stehen. Brauchen wir dafür eine Betriebsanweisung?

 

Antwort: Nein, denn nach der Gefahrstoffverordnung ist die Gefährdung der Mitarbeiter beim Drucken oder Kopieren gering. Dafür müssen Sie keine Betriebsanweisung erstellen. Aber eine Reihe von Regeln sollten Sie und Ihre Kollegen trotzdem beherzigen.
Wenn Ihre Kollegen sich durch Drucker und Kopierer in ihrer Nähe belästigt fühlen – etwa weil sie Gefahrstoffe im Toner fürchten –, dann sollten Sie sich dringend Gedanken darüber machen, wo die Geräte stattdessen aufgestellt werden können. Drucker und Kopierer, die viel benutzt werden, sollten ohnehin nicht neben den Arbeitsplätzen in den Büros oder in Pausenräumen stehen. Richten Sie für solche Geräte einen eigenen Druck- und Kopierraum ein. Sorgen Sie dafür, dass die Geräte dort gut zugänglich sind.
Räume mit Druckern oder Kopierern müssen gut gelüftet werden. Die Arbeitsstättenverordnung gibt vor, dass „in umschlossenen Arbeitsräumen ... ausreichend gesundheitlich zuträgliche Atemluft vorhanden“ sein muss. Der erforderliche Luftaustausch kann durch Türen oder Fenster erfolgen. Aber unter Umständen müssen Sie eine raumlufttechnische Anlage einrichten.
Um gesundheitlichen Gefährdungen vorzubeugen, müssen Sie sicherstellen, dass die Geräte einwandfrei funktionieren. Dazu sollte jeden Morgen geprüft werden, ob sie ohne Fehlermeldung starten. Setzen Sie am besten für jedes Gerät einen Kollegen als gerätekundige Person ein, der sich um das Nachfüllen des Toners, die Wartungsintervalle und die sachgemäße Bedienung durch die anderen Mitarbeiter kümmert.
Dieser Kollege sollte auch die zum Gerät gehörenden Unterlagen verwahren – Bedienungsanleitung, Umweltdatenblatt und Sicherheitsdatenblätter für den Toner und etwaige Reinigungsmittel – und er sollte auf dem Gerät als Ansprechpartner vermerkt sein. Mit den Betriebsanleitungen von Druckern und Kopierern sollten sich aber trotzdem alle Kollegen vertraut machen.

 

Nach einem Papierstau sollten Gerät und Umgebung mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Der Toner muss nachgefüllt werden können, ohne dass die Gefahr des Einatmens oder des Hautkontaktes besteht. Geben Sie Tonerkartuschen den Vorzug gegenüber Nachfüllsystemen. Entsorgen Sie Tonerabfälle ordnungsgemäß und geben Sie leere Tonerkartuschen dem Hersteller zurück. Wiederverwendbare Tonerkartuschen sollten das Umweltzeichen „Der Blaue Engel“ tragen.
Die Drucker und Kopierer sollten mit Aktivkohlefiltern und emissionsarmen Hochspannungsteilen ausgestattet sein. Alle Geräte müssen über ein CE-Kennzeichen und eine Konformitätserklärung verfügen, und möglichst zusätzlich auch noch über das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. Die Kennzeichen „DGUV Test“ und „Der Blaue Engel“ geben an, dass die Geräte den Anforderungen an die Sicherheit und den Schutz der Gesundheit genügen. Lassen Sie Wartung und Reinigung der Geräte von innen immer vom Servicetechniker erledigen.
Und noch einmal die abschließende Bitte: Drucker und Kopierer, die Ihre Kollegen als gesundheitlich belastend empfinden, beeinträchtigen das Betriebsklima. Auch dann, wenn dieser Eindruck subjektiv ist, sollten Sie für Abhilfe sorgen.

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