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Rund 18 Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten täglich im Büro. Auch wenn dort die Gefährdungen weniger unmittelbar erkennbar sind als auf der...

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So bleibt die Wirbelsäule heil

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Von Martin Weyde,

Jeder dritte Fehltag im Betrieb geht auf das Konto von Muskel- und Rückenerkrankungen, hält eine aktuelle Broschüre der BG RCI fest. Besonders bei vielen Arbeiten in der Produktion und im Lager kann die Wirbelsäule hohen Belastungen ausgesetzt sein.

Die Broschüre „Rückenschmerzen ade! – Wirbelsäulenerkrankungen vermeiden" hat die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) unlängst aktualisiert und neu aufgelegt. Sie empfiehlt, bei der Gefährdungsbeurteilung für die Wirbelsäule zwischen Tätigkeiten in der Produktion, im Büro, an Maschinen oder mit Werkzeugen und auf Fahrzeugen oder Maschinen unterscheiden:
1. In der Produktion ergeben sich viele Gefährdungen daraus, dass Lasten angehoben, getragen, geschoben oder gezogen werden müssen – zum Teil besonders häufig oder auch besonders schwere Lasten. Manche Kollegen müssen bei ihrer Arbeit lange stehen und kommen nicht dazu, sich sitzend zu erholen. Und oft müssen auch Arbeiten in unbequemer Haltung ausgeführt werden, also gebeugt, gebückt oder gar über Kopf.
Als Gegenmaßnahme hilft es, Transporthilfsmittel und Hubeinrichtungen anzuschaffen – und dafür zu sorgen, dass Ihre Kollegen diese auch einsetzen. Versuchen Sie auch, das Gewicht der Lasten generell zu reduzieren oder die Arbeit so zu organisieren, dass besonders schwere Lasten immer von mehreren Kollegen gemeinsam bewegt werden. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Kollegen die Körperhaltung abwechseln können. Passen Sie gegebenenfalls auch die Arbeitshöhe an. Führen Sie mit Ihren Kollegen Unterweisungen und Rückenschulen durch.
2. Im Büro entstehen die meisten Belastungen durch übermäßig langes, unbewegtes Sitzen und unergonomische Ausstattung und Einrichtung der Arbeitsplätze. Hier ist der größte Feind der Wirbelsäule die Arbeit am Bildschirm.
Abwechslung sollte das halbe Büroleben sein. Ihre Kollegen sollten häufiger die Haltung ändern und ausgleichende Übungen machen. Aber natürlich müssen Sie auch darauf achten, dass Büromöbel und Geräte wie Tastatur, Maus und Bildschirm ergonomisch aufgebaut und eingesetzt werden.

 

3. Auch an Maschinen oder mit Werkzeugen ist lange statische Haltung gefährlich. Und es kommt auch hier vor, dass Bauteile und Bedienelemente sowie Auf- und Abstiege nicht ergonomisch angeordnet sind.
Auch hier empfiehlt es sich, dass Ihre Kollegen die Haltung gelegentlich abwechseln. Aber Sie sollten auch darauf achten, dass Anzeigegeräte, Stellteile, Ablagen, Lagermöglichkeiten und Zugänge ergonomischen Ansprüchen genügen.
4. Auf Fahrzeugen oder Maschinen muss ebenfalls die Ergonomie stimmen. Hier ist ein weiterer Grund für ungesunde Haltung auch noch die räumliche Enge in zu kleinen Fahrzeugkabinen.
Außer für ergonomische Ausstattung der Arbeitsplätze ist die Wirbelsäule Ihrer Kollegen in Fahrzeugen und Maschinen auch für schwingungsgedämpfte Sitze dankbar.
Die Broschüre ist Bestandteil der Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“. Sie finden dazu weitere Informationen auf der Website der BG RCI im Bereich „Presse & Medien“.

 

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