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So holen Sie einen Mitarbeiter zurück ins Team, der innerlich gekündigt hat

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Betriebsleitung Innere Kündigung

Von Günter Stein,

Wenn ein Teammitglied nicht mehr mitzieht, leiden die Arbeit und das Betriebsklima. Reagieren Sie sofort, damit die anderen nicht davon „infiziert“ werden. Finden Sie die Ursache heraus und ergreifen Sie die hier empfohlenen Maßnahmen.

Im Gegensatz zu einer tatsächlichen Kündigung spricht ein Arbeitnehmer bei einer „inneren Kündigung“ seinen Unmut nicht aus. Gerade engagierte Mitarbeiter sind für diese Reaktion sehr anfällig. Sie haben ihr Bestes gegeben, aber keine Anerkennung erhalten. Eine innere Kündigung kann prinzipiell zu zwei verschiedenen Reaktionen führen.

Stiller Rückzug: Der Mitarbeiter wird passiv, äußert sich nicht mehr und vermeidet den Kontakt zum Team.

Aktive Verweigerung: In diesem Fall reagiert der Mitarbeiter ganz betont mit „Dienst nach Vorschrift“ und übermäßiger Kritik an allen Vorschlägen der anderen Teammitglieder.

So erkennen Sie, ob eine innere Kündigung vorliegt

Nicht jede Passivität oder überzogene Kritik ist ein sicheres Anzeichen für eine innere Kündigung. Wenn bei Ihnen der Verdacht entsteht, dass sich ein Mitarbeiter innerlich aus dem Team verabschiedet hat, machen Sie den folgenden Test.

Test: Gibt es Anzeichen einer inneren Kündigung in meinem Team?

Mein Mitarbeiter …

  • war früher sehr engagiert – das hat spürbar nachgelassen
  • bringt sich in Besprechungen nicht mehr ein, meldet sich nicht
  • wirkt gelangweilt oder genervt oder macht sich im Stillen lustig
  • äußert keine Ideen oder Vorschläge mehr
  • hält den Arbeitsbeginn und besonders das Arbeitsende überpünktlich ein
  • nimmt Kritik oder sogar negative Sanktionen durch den Vorgesetzten kommentarlos hin
  • verrichtet seinen Dienst streng nach Vorschrift und reduziert dadurch seine Arbeitsleistung
  • nimmt an privaten Gesprächen im Kollegenkreis selten oder gar nicht teil
  • geht anderen aus dem Weg
  • nimmt an geselligen Veranstaltungen des Unternehmens außerhalb der Arbeitszeit nicht mehr teil
  • zieht sich zurück, verstummt und „verschwindet“ förmlich

Auswertung: Wenn Sie bei einem oder sogar mehreren Mitarbeitern mindestens 3 solche Verhaltensweisen bejahen müssen und sich erinnern, dass dies für den Betroffenen vorher nicht typisch war, dann besteht der dringende Verdacht einer inneren Kündigung

Ermitteln Sie die Ursachen für die innere Kündigung

Haben Sie die möglichen Gründe erkannt und liegen diese im Unternehmen oder beim Vorgesetzten? Dann sollten Sie schon vor einem Gespräch Gegenmaßnahmen ergreifen. Dadurch signalisieren Sie dem betroffenen Mitarbeiter, dass auch Sie das Problem erkannt haben. In dieser Situation öffnet er sich viel leichter und kann sich das Problem von der Seele reden. Liegen die Gründe eindeutig beim Mitarbeiter, bitten Sie ihn um ein persönliches Gespräch. Sprechen Sie das Problem offen an, und ermutigen Sie ihn, seine Sichtweise ebenso ehrlich darzustellen. Häufig ist der Grund im Verhältnis zur Reaktion sogar banal.

  • Suchen Sie eine Lösung und beziehen Sie den Mitarbeiter bei der Suche aktiv ein.
  • Definieren Sie konkrete Ziele, an denen sich eine Verbesserung messen lässt.
  • Lassen Sie dem Mitarbeiter genügend Zeit.
  • Legen Sie einen Termin für ein Folgegespräch nach ca. 2 Wochen fest.

 

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