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Konfliktgespräche: die 7 häufigsten Fehler – und wie Sie sie vermeiden

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Um ein Konfliktgespräch zu einem erfolgreichen Ende bringen zu können, ist es wichtig, dass Sie einige typische Fehler vermeiden.

In Unternehmen, in denen viele Menschen auf engstem Raum miteinander arbeiten müssen und wo verschiedene Interessen aufeinandertreffen, sind Konflikte jeder Spielart vorprogrammiert. Damit jeder einzelne dennoch seine Arbeit effektiv erledigen kann, müssen Konflikte im Rahmen eines aktiven Konfliktmanagements möglichst schnell und konstruktiv gelöst werden.

Dieses Konfliktmanagement gehört in der Regel in den Verantwortungsbereich der Führungskräfte. Als Führungskraft müssen Sie in der Lage sein, mit Konflikten umzugehen und zwar in der Hierarchie nach unten, zur Seite und nach oben. Der Dialog in Form eines Konfliktgesprächs ist dabei die wirksamste Methode des Konfliktmanagements. Nur im Gespräch lassen sich Missverständnisse und andere Konfliktursachen wirkungsvoll und dauerhaft beseitigen.

Wichtig für eine erfolgreiches Konfliktgespräch bzw. Konfliktmanagement ist natürlich, dass Sie darin Dinge vermeiden, die dazu geeignet sind, den Dialog zu erschweren oder sogar zu verhindern.

Diese 7 häufigsten Fehler in einem Konfliktgespräch sollten Sie vermeiden

Damit Sie hier in keine Falle tappen, finden Sie im Folgenden die 7 häufigsten Fehler in einem Konfliktgespräch und Lösungswege, wie Sie es stattdessen besser machen können.

1. Machen Sie Ihrem Gegenüber in Konfliktgesprächen keine Vorwürfe und Schuldzuweisungen

Vorwürfe bringen in Konfliktgesprächen nicht weiter – Sie selbst nicht und den oder die anderen auch nicht. Vorwürfe sind darauf gerichtet, Schuld zu verteilen. Das bringt im Konfliktgespräch bei der Suche nach einer Konfliktlösung überhaupt nichts. Viel wichtiger sind das Thema, um das es geht, und der Blick auf die Lösung des Konflikts. Durch Vorwürfe provozieren Sie ein schlechtes Gewissen, Abwehrhandlungen und auch Trotzreaktionen.

Machen Sie also anderen im Konfliktgespräch keine Vorwürfe, sondern konzentrieren Sie sich auf Ergebnisse und die Konfliktlösung.

2. Versuchen Sie nicht, jemanden im Konfliktgespräch zu überreden

In Konfliktgesprächen versuchen die meisten Menschen, den anderen zu überreden, dass der eigene Standpunkt der richtige sei. Dadurch wird viel Energie dafür verschwendet, um Positionen zu streiten, statt darauf verwandt, eine gute Konfliktlösung für beide Seiten zu finden.

Statt andere zu überreden und immer wieder die eigenen Argumente darzulegen, ist es viel wichtiger und entscheidender, im Rahmen eines aktiven Konfliktmanagements die wahren Interessen der Konfliktpartei herauszuarbeiten.

3. Benutzen Sie nie Ihre Weisungsbefugnis, um einen Konflikt zu beenden

Nutzen Sie das Konfliktgespräch aktiv als Konfliktmanagement-Instrument. Führungskräfte, die statt dessen einfach ihre (Macht-)Position nutzen, um im Befehlston Konflikte zu beenden, erreichen statt einer Konfliktlösung meist nur eines: Der Konflikt verhärtet sich, schwelt weiter und kommt irgendwann an einer anderen Stelle wieder heraus.

Kein Konflikt lässt sich durch einen Befehl aus der Welt schaffen.

4. Entscheiden Sie nicht willkürlich, ohne zu begründen

Gerade als Vorgesetzter kann es schnell passieren, dass man eine Entscheidung fällt, ohne sie zu begründen. Möglicherweise fühlen Sie sich nicht verpflichtet, Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Rechenschaft über Ihre Entscheidungen abzulegen.

Eine solche Einstellung führt aber schon in unverfänglichen Situationen bei vielen Mitarbeitern zu Missmut – im Konfliktfall allerdings können Sie damit noch mehr Schaden anrichten. Denn in einem Konfliktgespräch geht es ja gerade um das Verstehen aller Beteiligten. Es ist sicher verlockend, nach zähen Konfliktgesprächen irgendwann einfach mit der Faust auf den Tisch zu hauen, um das Ganze endlich zu einem Ende zu bringen.

Eine solche Entscheidung Ihrerseits kann auch im Konfliktmanagement tatsächlich einmal nötig sein, aber nicht, ohne dass Sie Ihren Mitarbeitern erklären, warum Sie so entscheiden. Nur so fühlen diese sich von Ihnen ernst genommen und mit Respekt behandelt.

5. Vermeiden Sie Lebensweisheiten in Kritikgesprächen

Vermeiden Sie in Konfliktgesprächen auch Kommentare, durch die Sie Äußerungen der anderen mit Lebensweisheiten oder Sprichwörtern entkräften wollen. Ein Satz wie „Niemand hat gesagt, dass das Leben leicht ist“ oder „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ ist in einem Konfliktgespräch, bei dem es um Verständigung und konstruktive Konfliktlösungen gehen soll, vollkommen deplatziert. Sie demonstrieren damit nur Ihre fehlende Bereitschaft, sich weiter konstruktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen.

6. Vermeiden Sie Spott und Ironie im Kritikgespräch

Verspotten Sie Ihr Gegenüber nicht im Kritikgespräch und spielen Sie als Vorgesetzter auch niemals die Äußerungen Ihrer Mitarbeiter in einem Konfliktgespräch herunter. Nehmen Sie jeden einzelnen ernst, auch wenn Ihnen das schwerfällt.

Sie müssen die Meinungen nicht teilen, Sie sollen sie nur einfach stehenlassen, ohne sie abzuwerten. Zeigen Sie in Konfliktgesprächen Größe, und lassen Sie sich von niemandem auf ein niedriges Niveau hinunterziehen. Leben Sie Ihren Gesprächspartnern das vor, was Sie selbst von ihnen wünschen oder erwarten. Seien Sie als Führungsperson auch im Konfliktmanagement immer Vorbild.

7. Machen Sie im Konfliktgespräch keine falschen Versprechungen

Versprechen Sie im Konfliktgespräch nur das, was Sie tatsächlich später halten können. Versprechen Sie nichts, nur um endlich Ruhe zu haben. Das ist zwar eine menschliche Reaktion, aber leider vollkommen ungeeignet, um eine wirkungsvolle Konfliktlösung herbeizuführen. Sie können so allenfalls kurzfristig eine Beruhigung erreichen, aber spätestens dann, wenn die anderen die Erfüllung Ihrer Versprechen erwarten, sind Sie wieder mitten im Problem – schlimmer noch: Dann ist das Ganze auch noch verschärft. Effizientes Konfliktmanagement ist das jedenfalls nicht.

Genauso wenig sollten Sie mit etwas drohen, das Sie hinterher sowieso nicht ausführen können. Wenn Sie tatsächlich einmal zu einer Drohung greifen müssen, um jemand anderem Grenzen aufzuzeigen, dann wählen Sie etwas, das Sie auch tatsächlich einsetzen können, damit Sie sich selbst nicht unglaubwürdig machen.

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