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Demotivierte Mitarbeiter motivieren: Mit 4 Schritten zum Erfolg

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Von Astrid Engel,

Um demotivierte Mitarbeiter zu mehr Leistung zu motivieren, brauchen Sie lediglich vier Stufen hochzugehen. Das sind sie:

Beispiel: Ein Mitarbeiter erledigt seit Wochen seine Papierarbeit so schlampig, dass die ihm nachgelagerten Kollegen mit viel Zeitaufwand seine Fehler ausbügeln müssen.

Der Chef stellt ihn zur Rede und versucht ihn zu besserer Leistung zu motivieren: "Machen Sie bitte Ihre Auftragspapiere ordentlich. Damit kommt momentan von den Kollegen keiner zurecht. Weil Sie den Verwendungszweck nicht eintragen, müssen die anderen immer erst im Verkauf nachfragen. Das kostet viel zu viel Zeit."

Funktioniert diese Argumentation? Nein, denn auch die überzeugendsten Argumente interessieren demotivierte Mitarbeiter nicht. Die führen nämlich flugs Gegenargumente an ("Ich habe genug anderes zu tun!") oder bessern sich kurzfristig - um dann bald wieder in die alten Fehler zu verfallen.

4 Stufen für mehr Motivation für demotivierte Mitarbeiter

Langfristiger wirkt die so genannte Motivationstreppe. Um demotivierte Mitarbeiter zu mehr Leistung zu motivieren, brauchen Sie lediglich vier Stufen hochzugehen:

1. Stufe: Beweisen Sie dem Mitarbeiter den Missstand

Viele demotivierte Mitarbeiter leugnen grundsätzlich die Existenz des Problems. Das erkennen Sie an Formulierungen wie "Wieso soll ich plötzlich solche Umstände machen?", "Das ist doch überhaupt kein Problem", "Ich weiß nicht, wovon Sie reden".

"Erschlagen" Sie in solchen Fällen den Mitarbeiter mit konkreten Beweisen: "Nehmen wir diesen Auftrag hier. Frau Seidel musste erst ... Das hat sie 20 Minuten gekostet.

Oder dieser Auftrag gestern. Da musste Herr Warnke ..." Das sicherste Zeichen dafür, dass der demotivierte Mitarbeiter Ihre Sichtweise langsam akzeptiert, sind Aussagen wie: "Ja, schon, aber das ist ein Einzelfall ..." Gehen Sie dann eine Stufe weiter:

2. Stufe: Beweisen Sie dem Mitarbeiter die Wichtigkeit

Machen Sie dem Mitarbeiter die Folgen des Problems bewusst - für den Betrieb, aber vor allem für ihn selbst: "Allein wegen Ihrer kleinen Unachtsamkeit mussten wir 20 Prozent Rabatt geben - das sind 200 Euro! Die fehlen uns jetzt. Wovon sollen wir Ihr Gehalt bezahlen, wenn nicht vom Geld des Kunden? ... Was würden Sie sagen, wenn ich Ihnen die 200 Euro vom Gehalt abziehen würde?"

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Meist können Sie jetzt schon an der Körpersprache ablesen, wie die Motivation steigt: Der Kopf hebt sich, die Haltung strafft sich, der Blick wird wacher. Und der Mitarbeiter sagt Dinge wie: "Okay, das ist ein Problem, ich seh’s ja ein."

3. Stufe: Zeigen Sie dem Mitarbeiter, dass die Aufgabe lösbar ist

Jetzt bestreitet der demotivierte Mitarbeiter, dass das Problem gelöst werden kann: "Da ist nichts zu machen", "Das gibt die EDV einfach nicht her".

Zeichnen Sie in solchen Fällen einen Lösungsweg grob vor. Wichtig ist nur, dass Sie einen möglichen Ansatzpunkt aufzeigen, der plausibel und nachvollziehbar ist ("Beim Kunden XY  haben wir es so gemacht: ...").

Sorgen Sie dafür, dass der Mitarbeiter die nötigen Methoden und Instrumente beherrscht.

4. Stufe: Ermutigen Sie demotivierte Mitarbeiter

Wenn Mitarbeiter jetzt noch bezweifeln, dass ausgerechnet sie das Problem lösen können ("Das kriege ich nie auf die Reihe", "Dafür fehlt mir die Ausbildung"), erinnern Sie sie an ihre bisherigen Erfolge: "Im Projekt 'ABC' haben Sie eine ähnliche Herausforderung brillant bewältigt." So schaffen Sie es garantiert, auch den demotiviertesten Mitarbeiter nachhaltig zu motivieren (Motivation = zu etwas bewegen).

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