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9. Teil der Serie wie Sie per Ratenzahlung an Ihr Geld kommen

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Von Iris Schuler,

Wenn Sie eine Ratenzahlung vereinbaren, ist es wichtig, dass Sie als Gläubiger eine günstige Position haben. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass Sie die Vollstreckbarkeit sicherstellen. Wie Sie genau vorgehen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Sie haben in dieser Serie bereits gelesen, dass es bei einer Ratenzahlung sinnvoll ist, die Vereinbarung zu einer Ratenzahlung mit einem Schuldanerkenntnis zu kombinieren. Würde Ihr Kunde das Schuldanerkenntnis vor einem Notar abgeben, handelt es sich um ein notarielles Schuldanerkenntnis. In diesem Fall könnten Sie Ihre Forderung bei Zahlungsverzug des Kunden in der Ratenzahlung ohne weiteres vollstrecken lassen. Erfahrungsgemäß wird jedoch nur ein einfaches Schuldanerkenntnis unterschrieben und auf das notarielle Schuldanerkenntnis verzichtet, weil dies aufwendiger und kostenintensiver ist.

Von der Ratenzahlung in die Zwangsvollstreckung

Für den Fall, dass sich der Kunde nicht an die Vereinbarung der Ratenzahlung hält, müssen Sie die sofortige Vollstreckbarkeit Ihrer Forderung anderweitig sicherstellen. Läuft die Ratenzahlung nicht wie vereinbart, beantragen Sie sofort einen gerichtlichen Mahn- und Vollstreckungsbescheid. Lassen Sie sich schon in der Vereinbarung zur Ratenzahlung von Ihrem Kunden unterschreiben, dass er weder Widerspruch gegen den Mahnbescheid noch Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid einlegen darf.

Sie bekommen kein Geld mehr aus der Ratenzahlung, erhalten aber einen rechtskräftigen vollstreckbarer Titel, aus dem Sie sofort die Zwangsvollstreckung betreiben können. Damit Ihr Kunde sich auf diese Vereinbarung zur Ratenzahlung einlässt, können Sie im Gegenzug dem Schuldner schriftlich versichern, dass Sie auf die Zwangsvollstreckung verzichten, wenn er die Vereinbarung zur Ratenzahlung erfüllt und fristgerecht seine Raten der Ratenzahlung zahlt.

Die Kosten für den Mahn- und Vollstreckungsbescheid sind überschaubar. Stellen Sie diese dennoch Ihrem Kunden in Rechnung. Beachten Sie, dass bei einem Verbraucher auch in diesem Fall § 492 BGB gilt.

Eine Musterformulierung für eine zu empfehlende Vereinbarung bei einer Ratenzahlung finden Sie im Handbuch für Selbstständige und Unternehmer. Das Beispiel zeigt Ihnen anschaulich, wie Sie die genannten Tipps zu Papier bringen.

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