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Teil 1 der Serie: Rating-Verfahren kennen lernen und verstehen

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Von Iris Schuler,

Ein Rating ist für Sie als Unternehmer interessant, weil das Rating Ihre Konditionen für einen eventuellen Kredit bestimmt. Ohne einen Kredit können Sie nicht investieren. Investitionen sichern jedoch den Wachstum eines Unternehmens und damit langfristig den Erfolg.

Selbst wenn Ihre Bank mit Ihnen noch nie über ein Rating gesprochen hat, spätestens wenn Sie einen Kredit beantragen, wird die Bank ein Rating durchführen, nach Basel II ist das sogar Pflicht. Es ist sinnvoll, dass Sie Ihr Rating kennen, verstehen und wenn möglich verbessern.

Erfahren Sie in dieser Serie, was hinter dem geheimen Urteil Ihrer Bank – dem Rating steckt.

Warum gibt es ein Rating?

Ein Rating ist eine Bewertung Ihres Unternehmens als Kreditnehmer. Es wird festgestellt, ob Sie den Kredit voraussichtlich zurückzahlen werden. Eine solche Beurteilung gab es schon immer, aber die Methoden haben sich geändert.

Die Basis für die Veränderung liegt in Basel II. Alle Bankenaufsichtsbehörden der westlichen Welt haben unter diesem Stichwort neue Verfahren zur Risikoüberprüfung von Krediten entwickelt. Basel II ist seit Anfang 2007 in Deutschland Gesetz. Sinn und Zweck ist eine Risikobegrenzung im weltweiten Kreditgeschäft. Die Banken brauchen genug Eigenkapital, um Verluste aus Krediten, die ausfallen, verkraften zu können.

Der Prozentsatz der Eigenkapitalunterlegung richtet sich nach dem Risikogehalt des einzelnen Kredits. Das Risiko wird in einem Rating ermittelt. Mehr darüber lesen Sie auch im Tipp „Hintergrundwissen Basel II“

Risikoklassifizierung über ein Rating

Über Basel II hinaus hat das Rating eine weitere Bedeutung. Die Bankenaufsichtsbehörde für Deutschland hat die Mindestanforderungen in das Risikomanagement der Kreditinstitute (MaRisK) eingeführt. Das bedeutet, dass alle Kreditinstitute eine Risikoklassifizierung für jede Kreditentscheidung haben müssen.

Das heißt, dass Ihre Bank auf jeden Fall eine Risikoeinschätzung für Ihren Kredit benötigt. Dazu verwenden die Banken ein Rating-Verfahren.

Sobald Sie vielleicht nur einen Überziehungskredit aufnehmen, kommen Sie in eine standardisierte Bewertung – ein Rating. Gerade für kleine Unternehmen geschieht das Rating häufig im Hintergrund, die Bank setzt Sie nicht ausdrücklich darüber in Kenntnis.

Lesen Sie weiter und erfahren Sie, welche Konsequenzen das Rating für Sie hat.

Weiterführende Informationen zum Thema Rating finden Sie im Handbuch für Selbstständige und Unternehmer. Fordern Sie hier eine kostenlose Test-Ausgabe an.

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