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Vorteilhaft finanzieren: Kaufen, mieten oder leasen? So entscheiden Sie richtig

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Finanzierung
Urheber: stockpics | Fotolia

Von Günter Stein,

Wenn Sie für Ihr Unternehmen neue Maschinen, ein Fahrzeug oder Ausstattung anschaffen, stellt sich immer auch die Frage: Welche Finanzierungsform ist für mich die vorteilhafteste? Vor allem angesichts der derzeit sehr niedrigen Zinsen könnte die Entscheidung schnell in Richtung „Finanzierung“ fallen.

Doch Banken verlangen Sicherheiten – und damit blockieren Sie sich möglicherweise wichtigen Handlungsspielraum. Zum Beispiel dann, wenn Sie, um einen lukrativen Auftrag annehmen und abarbeiten zu können, eine Zwischenfinanzierung benötigen, aber keine Sicherheiten mehr stellen können, weil diese blockiert sind.

Zum Glück aber ist der Bankkredit ja nicht die einzige Möglichkeit, um Investitionen zu stemmen. Ihnen als Unternehmer steht eine ganze Palette von Möglichkeiten zur Verfügung.

Sparen und bar zahlen

Diese Methode ist in den vergangenen Jahren zunehmend in Vergessenheit geraten. Sie erfordert eine lang- oder zumindest mittelfristige Planung, Disziplin und regelmäßige Überschüsse aus dem Cashflow, die man zurücklegen kann. Bevor Sie sich für die Sparvariante entscheiden, sollten Sie daher prüfen:

  • Kann ich einen monatlichen Fixbetrag zur Ansparung entbehren?
  • Wird die Ansparsumme in einem akzeptablen Zeitrahmen so hoch sein, dass sie für die Anschaffung ausreicht?
  • Wird der Preis des Autos oder der Maschine keinesfalls so stark steigen, dass die Barzahlung in der Zukunft teurer wird als die Kreditfinanzierung jetzt?

Falls Sie diese Fragen mit „Ja“ beantworten, überlegen Sie weiter, wie Sie Ihre regelmäßigen Sparraten anlegen könnten. Das Sparbuch bringt nur geringe Zinsen von momentan weniger als 0,1 %, ist aber absolut sicher. Lukrativer ist es, wenn Sie das gesparte Geld in einen oder mehrere Fonds einzahlen. Inzwischen gibt es Fonds mit einer Auszahlungsgaranti. Das bedeutet, dass Sie, sogar wenn die Finanzmärkte sich schlecht entwickeln, mindestens Ihre Einzahlungen wiederbekommen. Sie haben also nur das Risiko, null auf null auszusteigen – was immer noch günstiger ist, als Zinsen für einen Kredit zu bezahlen.

Nicht vergessen: Für eine geplante Anschaffung können Sie einen Investitionsabzugsbetrag (Rücklage) bilden, der Ihre Steuerlast im Jahr der Bildung senkt. Auch diese frei werdenden Mittel können Sie zum Ansparen verwenden.

Leasen oder mieten?

Anders als beim kredit- oder barfinanzierten Kauf sind Sie als Nutzer eines Wirtschaftsgutes sowohl beim Leasing wie auch bei der Miete nicht zugleich dessen juristischer Eigentümer. Deshalb müssen Sie als Leasingnehmer oder Mieter dieses Gut auch nicht in Ihrer Bilanz aktivieren. Nicht Sie als Nutzer des Wirtschaftsguts finanzieren dessen Anschaffungskosten, sondern der Leasinggeber/-vermieter. Damit entfallen für Sie als Leasingnehmer/Mieter der Liquiditätsabfluss und/oder die Fremdfinanzierung des Investitionsobjekts zu einem Zeitpunkt, der – beispielsweise bei Betriebsgebäuden – teilweise sogar weit vor der ersten Nutzungsmöglichkeit liegt. Vielmehr wird es nach dem „Pay-as-you-earn“-Prinzip möglich, die Kosten für ein Wirtschaftsgut aus den Erträgen zu finanzieren, die nach und nach damit erwirtschaftet werden.

Damit sind beide Varianten nicht uninteressant, wobei die Auswirkungen unterschiedlich sein können, wie der Tipp unten zeigt:

Leasing ist vor allem dann sinnvoll, wenn:

  • es sich um Wirtschaftsgüter handelt, die einem schnellen technologischen Wandel unterliegen wie EDV oder Multimedia,
  • Eigenkapital für andere Geschäftszwecke geschont werden soll und
  • von vornherein schon erhebliche Gewinne zu erwarten sind.

Miete ist dann sinnvoll, wenn


  • Eigenkapital knapp ist,

  • der Anlagegegenstand nur für eine bestimmte Zeit benötigt wird,

  • die Gefahr des schnellen technischen Veralterns besteht oder
  • der Anlagegegenstand erst auf seine Eignung geprüft werden soll.

Beispiel: Sie haben einen Handwerksbetrieb und die Idee, zukünftig vor allem die Renovierung von alten Holzböden und Decken zusätzlich anzubieten. Da Sie noch nicht wissen, ob sich das Geschäft trägt, möchten Sie die benötigten Maschinen nicht kaufen oder leasen. Sie entscheiden sich, diese zunächst für ein halbes Jahr zu mieten, und vereinbaren, dass der Mietpreis angerechnet wird, wenn Sie sich doch für das längerfristige Leasing entscheiden.

Tipp: Mit der Miete testen – dann leasen!

Denn Leasing ermöglicht Ihnen Investitionen ohne den Einsatz von Eigen- oder Fremdkapital. Die aufgrund des Leasings nicht in Anspruch genommene und vorhandene Liquidität können Sie zum Abbau von Verbindlichkeiten einsetzen.

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Wichtig: Achten Sie beim Abschluss des Leasingvertrags (ohne Kauf- oder Mietverlängerungsoption) darauf, dass die Grundmietzeit des Leasingobjekts mindestens 40 und höchstens 90 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer beträgt. Sonst ist der Leasinggegenstand Ihrem Unternehmen zuzurechnen (BMF-Schreiben vom 19.4.1971, Az. IV B 2 – S 2170 – 31/1 und 22.12.1975, Az. IV B 2 – S 2170 – 161/75). Das ist aber auch schon die einzige Hürde, die es zu bewältigen gibt.

Empfehlung: Wenn sich abzeichnet, dass Ihr Jahr 2016 besonders erfolgreich wird, können Sie mit einer Leasingsonderzahlung reagieren. Bis zu 30 % können Sie anzahlen, und entsprechend sinkt Ihr zu versteuernder Gewinn, wenn Sie den Leasinggegenstand im Jahr der Sonderzahlung zu 100 % betrieblich nutzen. Das macht Sonderzahlungen im Dezember für Sie interessant.

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