Gratis-Download

Jeder, der eine selbstständige Tätigkeit aufnimmt, die steuerlich relevant ist, muss das dem zuständigen Finanzamt melden. Und Sie sollten sich…

Jetzt downloaden

Betriebsprüfung: Steuerfahnder auf der Spur von Steuersündern (Teil 4)

 

Von Peter Lampert,

Im <link aktuelles tipp _top teil betrprf: steuerfahnder spur v.>3. Teil von „Betriebsprüfung: Steuerfahnder auf der Spur von Steuersündern“ konnten Sie lesen:

  • Die Umsatzsteuer Sonderprüfung und die Steuerfahnder
  • Welcher Anlass bei einer allgemeinen Betriebsprüfung die Steuerfahnder auf den Plan ruft

Betriebsprüfung: Welche Konsequenzen drohen, wenn Steuerfahnder fündig werden?


Sind Steuerfahnder bei einer Betriebsprüfung in einem Unternehmen fündig geworden, gibt es 2 mögliche Verfahren, mit unterschiedlichen Konsequenzen:

  • Steuerverfahren
  • Strafverfahren


Im Besteuerungs-Verfahren werden alle bisher nicht versteuerten Gewinne nachversteuert. Das <link glossar begriff _blank>Finanzamt schickt den betroffenen Unternehmen einen geänderten Steuerbescheid und fordert die nicht versteuerten Beträge nach.
Zu den nachversteuerten Beträgen macht das <link glossar begriff _blank>Finanzamt noch Hinterziehungszinsen in Höhe von 0,5 % pro Monat geltend. 
Stellten die Steuerfahnder Steuerhinterziehung fest, werden die Steuererklärungen der letzten 10 Jahre neu geprüft.

  • Ist die Steuererklärung 1997 im Jahr 1998 beim <link glossar begriff _blank>Finanzamt eingegangen, darf das Steuerjahr 1997 bis Ende 2008 mit geändert werden.
  • Wurde die Steuererklärung für das Jahr 1996 erst im Laufe des Jahres 1998 beim <link glossar begriff _blank>Finanzamt eingereicht, so fällt auch 1996 noch in diesen 10 Jahres-Zeitraum. Das bedeutet für ein Unternehmen unter Umständen, dass statt 10 Steuererklärungen, 12 oder mehr Steuererklärungen vom <link glossar begriff _blank>Finanzamt geändert werden können.


Beispiel einer Rechnung:
Die Steuerfahndung stellt fest, dass vor 10 Jahren Einnahmen in Höhe von 40.000 € (umgerechnet in Euro) nicht versteuert wurden. Das <link glossar begriff _blank>Finanzamt errechnet eine Steuernachzahlung von 15.000 €. Plus Hinterziehungszinsen in Höhe von 0,5 % x 12 Monate x 10 Jahre = 15.000 € x 60 % = 9.000 €. Das bedeutet eine Nachzahlung in Höhe von 15.000 € + 9.000 € = 24.000 €.
<link glossar begriff _blank>Finanzamt-sichere Vorlagen, die Sie sicher durch jede Betriebsprüfung bringt, finden Sie im Handbuch für <link glossar begriff _blank>Selbstständige und Unternehmer. Damit klingeln Steuerfahnder bei Ihnen nicht morgens um 5 Uhr an der Tür.

Überzeugen Sie sich selbst und testen 14 Tage GRATIS das 512 Seiten umfassende Grundwerk des Handbuch für Selbstständige und Unternehmer mit seinen 17 Experten.

Betriebsprüfung: Praxis der Zuordnung der Einnahmen

Stellen die Steuerfahnder bei einer Betriebsprüfung fest, dass ein Unternehmen jedes Jahr Gewinne nicht versteuert hat, ordnet das <link glossar begriff _blank>Finanzamt in der Praxis die nicht versteuerten Einnahmen den jeweiligen Jahren zu, zu denen sie wirtschaftlich gehören.

Somit wird die individuell zu zahlende Steuer für jedes Jahr getrennt berechnet. Auch die Zinsbeträge werden vom <link glossar begriff _blank>Finanzamt für jedes Jahr einzeln gerechnet.
Praxis-Tipp des 17-köpfigen Experten-Teams vom Handbuch für Selbstständige und Unternehmer:
Jeder Steuerbescheid der 15 Monate nach Ablauf des jeweiligen Kalenderjahres ergeht, enthält einen Hinweis zur Verzinsung. In Erstattungsfällen verzinst die Finanzverwaltung die jeweilige Steuererstattung mit 6 % pro Jahr.
Für Nachzahlungen gilt das ebenfalls. Hiervon zu unterscheiden sind Hinterziehungszinsen, die immer mit einem getrennten Bescheid verrechnet werden. Sollten betroffene feststellen, dass Hinterziehungszinsen für bereits im Steuerbescheid berechnetet Zinsen erhoben werden sollen, hilft nur, Einspruch einlegen.
Neben den steuerlichen Verfahren kommt es zu einem strafrechtlichen Verfahren. Je nach Höhe

  • der hinterzogenen Steuerbeträge,
  • der kriminellen Energie und
  • der Mitwirkung der Beteiligten


können Geld- und Freiheitsstrafen verhängt werden. Einziger Ausweg ist die <link aktuelles tipp _top jede minute>rechtzeitige Selbstanzeige.

Kleinunternehmer und Selbstständige aktuell

Erfolgserprobte Praxis-Tipps für Menschen wie Sie: Unternehmer, Selbstständige und Freiberufler. Für Menschen, die hart arbeiten und schnelle, sofort anwendbare Tipps brauchen, um jeden Monat bares Geld zu sparen – um den Lohn für die eigene Arbeit zu sichern.

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Sie können den kostenlosen E-Mail-Newsletter jederzeit wieder abbestellen.

Datenschutz
Produktempfehlungen

Datenschutzmagazin für Mitarbeiter

Datenschutzmagazin für Mitarbeiter

Praxisnahes Wissen zur Verbesserung und Erleichterung Ihrer Arbeit als Datenschutzbeauftragter!

So schützen Sie Ihr Unternehmen vor internen Risiken und externen Angriffen!

So setzen Sie die Anforderungen des Art. 32 DSGVO in Ihrem Unternehmen um

Jobs