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So sichern Sie sich Zuschüsse als Fördermittel

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Zuschuss
Urheber: eyetronic | Fotolia

Von Michael Jansen,

Noch vor zwei, drei Jahren gab es den Existenzgründerzuschuss, den jeder Gründer beantragen konnte. Und wer beantragte, bekam bis zu 2 Jahre Geld. Heute haben sich die Vorzeichen ein wenig geändert ...

1. Einstiegsgeld

Wer sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig macht und zuletzt das Arbeitslosengeld II bekommen hat, kann bei der Bundesagentur für Arbeit das sogenannte Einstiegsgeld beantragen. Doch das heißt noch nicht, dass Sie dieses auch bekommen.

Heute entscheiden Ihr tragfähiges Geschäftskonzept und die persönliche Einschätzung des Sachbearbeiters, ob Sie diese Fördermittel erhalten. Die Arbeitsagentur prüft außerdem, ob Sie als Antragssteller von Ihrer Persönlichkeit her für eine Selbstständigkeit als geeignet erscheinen (nicht jeder ist zum Unternehmer geboren).

2. Exist-Gründerstipendium

Das Exist-Gründerstipendium (vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) unterstützt Studenten, Absolventen und Wissenschaftler aus Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen, die eine Geschäftsidee umsetzen möchten. Hier können Sie sich auch als kleines Team (maximal 3 Personen) bewerben und das Stipendium beantragen. Gefördert werden vor allem innovative technologieorientierte oder wissensbasierte Projekte mit signifikanten Alleinstellungsmerkmalen und guten wirtschaftlichen Erfolgsaus- sichten. Die maximale Förderdauer beträgt 1 Jahr.

Je nach Qualifikation (promoviert – 3.000 €/Monat, Absolvent mit Hochschulabschluss 2.500 €/Monat oder Student 1.000 €/Monat) erhalten Sie ein Stipendium zur Sicherung Ihres persönlichen Unterhalts.

3. Exist-Forschungstransfer

Das für forschende Studenten und Hochschulen fixierte spezielle Förderprogramm Exist-Forschungstransfer unterstützt Gründer an Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit technisch besonders risikoreichen und aufwendigen Geschäftsideen – und zwar in zwei Förderphasen von jeweils 18 Monaten.

Ziel der ersten Phase ist es, einen Prototyp zu entwickeln, den Businessplan auszuarbeiten und das Unternehmen zu gründen. In der zweiten Förderphase nach der Gründung werden weitere Entwicklungs- arbeiten gefördert.

In der ersten Phase gibt es bis zu 250.000 € für Personal- und Sachkosten (Einrichtung, Verbrauchsgegenstände, Coaching), in der zweiten Förderphase gibt es einen Zuschuss von bis zu 180.000 €, jedoch höchstens 75 % der Kosten des Vorhabens.

4. Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)

Als kleines oder mittelständisches Unternehmen können Sie sich aus diesem Programm einen Zuschuss von bis zu 380.000 € für Forschungs- und Entwicklungsprojekte sichern. Vorausgesetzt, Sie setzen die Mittel zielgerichtet für neue Produkte, technische Dienstleistungen oder bessere Produktionsverfahren ein.

Achtung! Das Bundeswirtschaftsministerium verlangt, das geförderte Projekte technologisch innovativ sind und gute Marktchancen haben. Durch die Innovation soll die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig erhöht werden.

Wichtig: Sie dürfen das Projekt nicht vor dem bestätigten Antragseingang gestartet haben.

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5. Förderung unternehmerischen Know-hows

Jedes Unternehmen kann im Laufe seiner Entwicklung von externer Beratung und Unterstützung profitieren. Denn manchmal hilft der Helikopterblick eines Dritten einen entscheidenden Schritt weiter. Für die Beratung können Sie seit 2016 Zuschüsse mittels des Programms „Förderung unternehmerischen Know- hows“ beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) beantragen. Dafür gibt es einen Zuschuss von bis zu 3.200 €.

Gefördert werden Beratungen zu finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen. Auch Unternehmen, die sich in Schwierigkeiten befinden, bekommen einen Teil der Beratungskosten erstattet.

6. ERP Gründerkredit Universell

Wer von Ihnen ein Start-up gründet, die Nachfolge oder die Geschäftsführung in einem Unternehmen mit mindestens 25 % der Anteile übernimmt, kann den ERP Gründerkredit Universell beantragen. Der Zinssatz für dieses Programm (Laufzeit 5 oder 10 Jahre) beträgt für Sie 1,0 % effektiv (Stand: 16.09.2016). Auch Betriebsmittel können Sie über den Gründerkredit finanzieren. Der Kredit kann eine Laufzeit von bis zu 20 Jahren haben, davon sind bis zu 3 Jahre tilgungsfrei. Das bedeutet für Sie bis zu 20 Jahre Planungssicherheit. Das KfW-Programm beantragen Sie über Ihre Hausbank.

7. ERP-Gründerkredit StartGeld

Banken tun sich aktuell recht schwer, Kredite zu vergeben. Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht? Dann weisen Sie auf dieses Programm hin. Beim StartGeld übernimmt die KfW einen hohen Anteil der Haftungsfreistellung. Über den ERP-Gründerkredit StartGeld erhalten Sie bis zu 100.000 € auch als Betriebsmittel. Dieses Darlehen können Sie zum Beispiel für den Kauf von Maschinen, Computern, Firmenfahrzeugen, Büroeinrichtung, Software aber auch von Betriebsmitteln wie Waren beantragen. Auch Mieten, Beratungen und Personalkosten können Sie darüber finanzieren. Die Konditionen sind günstig: Sie zahlen für ein Darlehen in Höhe von 50.000 € derzeit (Stand: 16.09.2016) lediglich 2,07 % Effektivzins bei 5 Jahren Laufzeit, 1 Jahr tilgungsfrei.

8. KfW-Unternehmerkredit

Der KfW-Unternehmerkredit ist für Sie als kleiner und mittelständischer Unternehmer, aber auch für Freiberufler der ideale Kredit. Sie können zinsgünstig Investitionen und Betriebsmittel finanzieren.

Wie bisher liegt der Kredithöchstbetrag für Investitionsfinanzierungen bei 10 Millionen Euro mit optionaler 50-prozentiger Haftungsfreistellung für Ihre Hausbank. Sie können zum Beispiel den Kauf von Maschinen, Anlagen, Fahrzeugen und Einrichtungen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen finanzieren. Der Kredithöchstbetrag beträgt hierbei 5 Millionen Euro. Ebenfalls neu ist ein Finanzierungspaket für Investitionen für Sie als Klein- und Mittelständler. Der Kredithöchstbetrag beträgt hier 4 Millionen Euro.

9. KfW-Unternehmerkredit Plus

Seit Dezember 2014 – also seit rund 2 Jahren – bietet die KfW mit dem neuen Unternehmerkredit Plus Ihnen als innovatives mittelständisches Unternehmen und Ihnen als Freiberufler eine zinsgünstige Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln für Vorhaben in Deutschland an. Das Besondere für Ihre Hausbank: 50 % Haftungsfreistellung bei einem Kredit bis zu 7,5 Millionen Euro.

10. ERP-Regionalförderprogramm

Über das ERP-Regionalförderprogramm können Sie als kleines und mittleres Unternehmen zinsgünstige Darlehen von der staatlichen Förderbank KfW bekommen – vorausgesetzt Sie haben Ihren Sitz in einem sogenannten GRW-Fördergebiet (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“) und Ihr Unternehmen existiert seit mindestens 5 Jahren. Diese Darlehen können Sie für Investitionen nutzen, aber auch zur Finanzierung von Betriebsmitteln oder des Warenlagers. Zu den Fördergebieten zählen alle neuen Bundesländer und regionale Fördergebiete in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

11. Mikrokreditfonds

Besonders für kleinere Firmen mit einem geringen Kapitalbedarf eignet sich der Mikrokreditfonds. Über den Fonds können Kleinst- und Kleinunternehmen ein Darlehen von bis zu 20.000 € erhalten.

Unter www.mein-mikrokredit.de finden Sie Voraussetzungen für den Kredit sowie die Anschriften der Mikrokredit-Institute. Ein nachhaltiges Unternehmenskonzept auch in Form eines tragfähigen Business- Plans hilft bei der Antragstellung.

12. ERP-Innovationsprogramm

Ist Ihr Unternehmen oder Ihr Betrieb seit mindestens 2 Jahren auf dem Markt? Dann können Sie das ERP-Innovationsprogramm in Anspruch nehmen. Wie der Name schon verrät, dient diese Förderung der innovativen Weiterentwicklung z.B. neuer Produkte oder Produktionsverfahren. Bei einem Darlehen von 1 Million Euro Kredit liegt der Effektivzins (10 Jahre Laufzeit, 10 Jahre Zinsbindung) bei 1,00 %. Die ersten beiden Anlaufjahre sind tilgungsfrei. Das Programm wird von der KfW aufgelegt.

13. Coparion (vormals ERP-Startfonds)

Der Ko-Investmentfonds Coparion wurde Anfang 2016 vom Bundeswirtschaftsministerium und der Förderbank KfW gegründet und beteiligt sich jeweils in gleicher Höhe und zu gleichen wirtschaftlichen Konditionen mit privaten Leadinvestoren an jungen, innovativen Unternehmen, heißt: Die Beteiligungssumme wird zu je 50 % von dem Privatinvestor und von Coparion getragen.

Wenn Sie zu den kleinen und mittelständischen Technologieunternehmen der gewerblichen Wirtschaft gehören, können Sie in den Genuss dieser Förderung kommen. Ihr Unternehmen darf zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht älter als 10 Jahre sein.

14. ERP-Kapital für Gründung

Das ERP-Kapital für Gründung erhalten Sie ohne Sicherheiten. Es kann als Eigenkapital ins Unternehmen eingezahlt werden. Das Förderprogramm können Sie nicht nur als Gründer von Start-ups nutzen, sondern auch als Geschäftsführer oder Mitarbeiter, wenn Sie sich mit mindestens 25 % an einer Firma beteiligen. Das Unternehmen, an dem Sie sich beteiligen, darf noch keine 3 Jahre auf dem Markt sein. Die Höhe des Darlehens beträgt bis zu 500.000 € je Antragsteller. Der Zins liegt aktuell (22.10.2016) für die neuen Bundesländer und Berlin bei einem Darlehen von 150.000 € bei 0,40 % im 1.-3. Jahr, 2,82 % Effektivzins ab dem 4. Jahr bei 15 Jahren Laufzeit und 7 tilgungsfreien Jahren.

15. ERP-Beteiligungsprogramm

Gehören Sie zu den Unternehmen, die Ihre Eigenkapitalquote erhöhen möchten? Dann können Sie das ERP-Beteiligungsprogramm nutzen. Sie können Kooperationen, Innovationsprojekte aber auch Umstellungen beim Strukturwandel sowie die Umstellung von Betrieben und grundlegenden Rationalisierungsmaßnahmen mit diesem Kredit finanzieren. Beteiligungen sind in der Regel bis zu einer Höhe von 1,25 Millionen Euro möglich. Die Laufzeit des Kredits be- trägt in den alten Bundesländern in der Regel 10 Jahre, in den neuen Bundesländern und Berlin in der Regel 12,5 Jahre.

16. Stille Beteiligung einer Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft (MBG)

Diese Förderung ist für Sie als kleineres und mittel- ständisches Unternehmen, aber auch für Sie als Start-up interessant. Dieser Kredit bringt frisches Kapital ins Unternehmen. Mittelständische Beteiligungsgesellschaften stellen Ihnen Kapital in Form von stillen Beteiligungen bereit. Damit können Sie zum Beispiel langfristige Wachstums- und Innovationsvorhaben oder Unternehmensnachfolgen finanzieren.

17. Mikromezzaninfonds

Dieser Fonds (Kredit) ist besonders für Sie als kleines und junges Unternehmen, aber auch für Sie als Existenzgründer gedacht. Mit diesem Kredit soll Ihr geringes Eigenkapital aufgestockt werden. Bis zu 50.000 € können Sie in ein neues oder in die Fortführung Ihres bestehenden Unternehmens investieren. Zudem können Sie mit Hilfe dieses Fonds das Rating verbessern und neuen Kreditspielraum schaffen.

18. Bürgschaften von den Bürgschaftsbanken

Mit Bürgschaften von Bürgschaftsbanken können Sie als kleines und mittleres Unternehmen Finanzierungen erhalten, wenn Sicherheiten fehlen. In jedem Fall sollten Sie bei Kreditanfragen auch das Gespräch mit der Bürgschaftsbank suchen. Insbesondere wenn die Hausbank Sicherheiten braucht, springen oftmals Bürgschaftsbanken ein.

19. KfW Energieeffizienzprogramm – Produktionsanlagen/-prozesse

Planen Sie für Ihr Unternehmen Maßnahmen für Energieeinsparungen? Dann unterstützt Sie das spezielle KfW-Energieeffizienzprogramm mit bis zu 25 Millionen Euro Kreditsumme. Wenn Sie also mindestens 10 % Energie einsparen – etwa durch neue Maschinen, Anlagen oder Prozesse, aber beispielsweise auch im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik – dann liegen die Konditionen bei 1,00 %. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Hausbank.

Gründer-Wissen

Sie haben eine Geschäftsidee? Sie suchen ein zweites Standbein? Sie wollen frischen Wind in Ihr Leben bringen? Aber Sie wissen nicht, wie Sie „es“ anfangen sollen? Was Sie als erstes tun müssen, damit Ihre Idee auch ein Erfolg wird? Lesen Sie „Gründer-Wissen“!

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