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Wie lange darf das Finanzamt den Steuerbescheid ändern?

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Von Iris Schuler,

In Ihrem Hause steht eine Betriebsprüfung an. Für den Prüfer ist es selbstverständlich, dass er im Zuge der Betriebsprüfung die Unterlagen aus mehreren Wirtschaftsjahren prüft. In der Regel sind von einer Betriebsprüfung drei Jahre betroffen. Der Prüfer hat sogar die Möglichkeit, während der Betriebsprüfung Unterlagen aus weiter zurückliegenden Zeiträumen unter die Lupe zu nehmen. Wie lange ist es jedoch möglich, den Steuerbescheid zu ändern? Mehr dazu in diesem Beitrag.

Fällt bei der Betriebsprüfung auf, dass etwas falsch gelaufen ist, muss der Prüfer dies natürlich beanstanden. Das Finanzamt hingegen kann Ihre Steuerbescheide auf Grund einer Betriebsprüfung nicht beliebig ändern.

Dies ist nur möglich, wenn

  • noch keine Festsetzungsverjährung eingetreten ist.
  • Bescheide unter dem Vorbehalt der Nachprüfung stehen.

Die Frist für die Festsetzungsverjährung beträgt

  • ein Jahr bei Verbrauchssteuern, z.B. bei Mineralölsteuer und Tabaksteuer.
  • vier Jahre bei den übrigen Steuern, wie Einkommen-, Gewerbe- und Umsatzsteuer.

Festsetzungsfrist beim Steuerbescheid

Wann beginnt eigentlich die Festsetzungsfrist? Die Festsetzungsfrist beginnt mit Ablauf des Jahres, in dem die Steuer entstanden ist. Müssen Sie eine Steuererklärung abgeben, startet die Frist mit Ablauf des Jahres, in dem Sie die Erklärung beim Finanzamt eingereicht haben, spätestens aber nach drei Jahren.

Ein Beispiel: Sie haben im Juni 2009 Ihre Steuererklärung für 2008 eingereicht. Die Verjährungsfrist beginnt am 1.1.2009 und endet am 31.12. 2013. Ab diesem Datum kann ein Steuerbescheid auch nach einer Betriebsprüfung nicht mehr durch das Finanzamt geändert werden.

Änderung von einem Steuerbescheid bei Steuerhinterziehung

Eine Ausnahme gibt es für den Fall der Steuerhinterziehung. Haben Sie falsche Angaben gemacht und Steuern verkürzt beziehungsweise vorsätzlich falsche oder unvollständige Angaben gemacht, sind Änderungen noch innerhalb von 10 Jahren möglich.

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