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Wie Sie die Haftung Ihres Ehepartners eingrenzen (Teil 6)

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Von Iris Schuler,

Dem Unternehmen droht eine Krise. Viele Unternehmer kommen dann auf die Idee, Vermögenswerte an den Partner zu übertragen, um die eigene Haftung zu mindern. Warum diese Vorgehensweise riskant ist, lesen Sie in diesem Beitrag.

Dem Unternehmen droht eine Krise. Viele Unternehmer kommen dann auf die Idee, Vermögenswerte an den Partner zu übertragen, um die eigene Haftung zu mindern. Warum diese Vorgehensweise riskant ist, lesen Sie in diesem Beitrag.

Ein Verschieben des Vermögens ist nur dann möglich, wenn überhaupt Vermögen vorhanden ist, dass nicht als Sicherheit für einen betrieblichen Kredit dient. Zudem darf der Ehepartner keine Bürgschaft oder keine Mitschuldübernahme unterschrieben haben. Ansonsten gilt ohnehin die Haftung, die Maßnahmen wären sinnlos.

Übertragen Sie Werte an Ihren Ehepartner, können Sie über diese Werte nicht mehr verfügen. Bekommen Sie mit Ihrem Partner Streit, könnte dies zum Problem werden. Im Falle einer Scheidung kann es Ihnen sogar passieren, dass Sie alles verlieren.

Sichern Sie sich für den Fall der Scheidung ab. Sie könnten beispielsweise ein Rückforderungsrecht vereinbaren. Bevor Sie Vermögenswerte an den Ehepartner übertragen, sollten Sie sich zum Punkt Absicherungen auf jeden Fall beraten lassen.

Haftung verringern: Gewinn auf das Konto des Ehepartners überweisen

Sie können die eigene Haftung auch verringern, wenn Sie den Gewinn des Unternehmens auf das Konto des Ehepartners überweisen. Das Geld ist dann zwar sicher, aber gehört Ihrem Ehepartner allein. Auch in diesem Fall wäre das Problem wieder die mögliche Scheidung.

Übertragen Sie Werte an Ihren Ehepartner, ist dies eine Schenkung. Deshalb kann Schenkungssteuer anfallen. Für Ihren Ehepartner existiert ein Freibetrag von 500.000,- Euro alle 10 Jahre. Kalkulieren Sie die Schenkungssteuer und den möglichen Freibetrag gegebenenfalls mit ein.

Der Trick, die Haftung zu verkleinern, indem Werte an den Partner übertragen werden, ist bekannt. Deshalb gibt es Fristen, in denen die Vermögensübertragung rückgängig gemacht werden darf. Dies ist möglich, wenn es zu einem Insolvenzverfahren gegen Sie kommt. Der Insolvenzverwalter kann Übertragungen anfechten.

Es gelten folgende Fristen:

- Ein Jahr, falls Ihrem Ehepartner als Mit-Unternehmer eine Einlage zurückerstattet oder ein Verlustanteil erlassen wurde.
- Zwei Jahre, falls der Ehepartner einen entgeltlichen Vertrag geschlossen hat, zum Beispiel einen Kaufvertrag.
- Vier Jahre, falls Ihr Ehepartner unentgeltliche Leistungen wie Schenkungen bezogen hat.
- 10 Jahre, falls Sie Vermögen übertragen haben, um Gläubiger zu benachteiligen. Der Ehepartner wusste von dieser Absicht.

Vermögensübertragungen sind in vielerlei Hinsicht riskant. Denken Sie gegebenenfalls ausreichend darüber nach, und holen Sie sich am besten fachmännischen Rat.

Im nächsten Beitrag lesen Sie, wann die Änderung der Rechtsform Ihres Unternehmens hilft.

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