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Jeder, der eine selbstständige Tätigkeit aufnimmt, die steuerlich relevant ist, muss das dem zuständigen Finanzamt melden. Und Sie sollten sich…

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Wie Sie richtig Ihr Honorar kalkulieren

 

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Tipps für Ihre Kalkulation

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

mein Stundensatz liegt bei x Euro – mit einer solchen Aussage geben sich Kunden selten zufrieden. Verständlicherweise. Schließlich sind für Ihre Kunden in erster Linie die Gesamtkosten interessant. Wie viel Geld Sie pro Stunde bekommen, ist zweitrangig, viel wichtiger ist, wie viele Stunden Sie benötigen werden.

Die Berechnung der Stunden im Vorfeld fällt jedoch vielen Selbstständigen schwer. Diese Regeln erleichtern es Ihnen:

 

1. Marktpreise helfen Ihnen
Sie können schlecht abschätzen, wie viele Stunden Sie für den Auftrag benötigen werden? Marktpreise bieten Ihnen eine Orientierungshilfe. Im Internet finden Sie zahlreiche Honorar-Richtlinien mit Durchschnittspreisen für gängige Projekte Ihrer Branche veröffentlicht. Außerdem stehen hier auch die üblichen Durchschnitts-Stundensätze.
Der Rest ist einfach: Teilen Sie den Gesamtpreis durch die angegebenen Stundensätze. Sie erhalten die Stundenanzahl, die durchschnittlich für den jeweiligen Auftrag veranschlagt wird.
2. Nichts überstürzen
In einem Kundengespräch fragt der Kunde Sie direkt, was die gewünschte Leistung denn bei Ihnen kosten würde. Im Eifer des Gefechts wird hier schnell mal ein Preis genannt, der in einer durchdachten Kalkulation nur schwer tragbar ist.
Machen Sie es besser und versprechen Sie nichts, was Sie später bereuen könnten. Sagen Sie Ihrem Kunden, dass Sie für Ihre Kalkulation 24 Stunden Zeit benötigen. Er wird vielleicht enttäuscht sein, sprechen Sie jedoch offen an, dass der Preis für einen Auftrag errechnet werden muss und nicht mal eben aus dem Ärmel geschüttelt werden kann.
Jeder seriöse Kunde wird letztendlich Ihre Vorgehensweise akzeptieren. Lassen Sie ihn jedoch nicht zu lange warten und halten Sie den genannten Zeitrahmen ein.
3. Zeitpuffer einrechnen
Erfahrungsgemäß dauert fasst jeder Auftrag länger als erwartet. Es gibt Änderungen, Verzögerungen oder unerwartete Komplikation. Unvorhersehbares sollte auch in Ihre Kalkulation mit einfließen. Und wenn tatsächlich alles nach Plan verläuft? Dann freut sich der Kunde, wenn der Gesamtpreis tatsächlich ein bisschen niedriger als ursprünglich gedacht ist.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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