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Als Friseur in der Haftungsfalle - wie soll das gehen?

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Urheber: adrian_ilie825 | Fotolia

Von Astrid Engel,

Haarpracht ruiniert - Schadenersatz bekommen. Wie lang sind Sie schon Friseur und wie viele dieser Fälle kennen Sie aus der Praxis? Trotzdem - auch in Ihrem Salon lauert so manch eine Haftungsfalle.

Haarpracht ruiniert - Schadenersatz bekommen. Dies sind die Fälle, die durch die Presse geistern. Und jetzt mal ehrlich: Wie lang sind Sie schon Friseur und wie viele dieser Fälle kennen Sie aus der Praxis? Eher wenig, oder? Trotzdem sollten Sie sich jetzt nicht zurücklehnen, denn auch in Ihrem Salon lauert so manch eine Haftungsfalle.

Haftungsfalle 1: Vorsicht, Nässe!

Sie waschen Frau M. die Haare. Etwas Wasser landet dabei auf dem Boden. Sie wischen es nicht weg. Herr G., der nach Frau M. zum Friseur kommt, rutscht genau auf diesem Wasser aus. bricht sich das Bein und reißt Sie in die Haftungsfalle.

Denn mit dem verschütteten Wasser haben Sie die Ursache des Ausrutschens gesetzt. Sie hätten das Wasser gleich aufwischen müssen oder Herrn G. zum Warten auffordern müssen. So aber schulden Sie ihm Schadenersatz nach § 823 BGB. Also: Wasser, Haare, Kabel und alles andere, was auf dem Boden herumliegt, sofort wegräumen.

Haftungsfalle 2: Die alte Haube

Als Sie ihre alte Friseur-Haube anstellen wollen, gibt sie ihren Geist mit einer großen Stichflamme auf und verursacht einen beachtlichen Sachschaden. Damit könnten Sie ruiniert sein und hätten doch noch Glück gehabt.

Denn die Stichflamme hätte genauso Sie treffen können oder den Kunden, mitten ins Gesicht. Sie müssten Schmerzensgeld bezahlen und vielleicht auch die Kosten für eine plastische Operation.

Also: Lassen Sie Ihre Geräte regelmäßig warten. Und riecht der Fön bei längerem Gebrauch komisch, dann weg damit. Ein neues Gerät kostet immer noch weniger als ein neues Gesicht!

Haftungsfalle 3: Kinder beim Friseur im Auge behalten

Ihr Kunde, Herr B., bringt seine kleine Tochter mit zum Friseur. Sie schneiden Herrn B. die Haare und meinen, die Kleine spiele brav in der Ecke. Das tut sie auch, allerdings mit einer Schere und Farbentwickler. Beides hat sie sich von einer Kommode im Laden stibitzt.

Sie schneidet sich und trinkt den Entwickler und verätzt sich die Speiseröhre erheblich. Und wieder sitzen Sie in der Haftungsfalle. Sie müssen alle gefährlichen Gegenstände so aufbewahren, dass Kinder nicht dran kommen bzw. müssen gewährleisten, dass die Kleinen unter Beobachtung sind. Stellen Sie etwa einen Azubi ab, der sich um das Kind kümmert, während der Vater frisiert wird. Oder setzen Sie das Kind in einen Kinderstuhl neben den Papa. So sehen Sie, wenn es sich davonmachen will.

Tipp: Einem Hund bekommt Farbentwickler genauso wenig wie einem Kind. Am besten Sie dulden keine Tiere in Ihrem Salon, verweisen Sie auf hygienische Gesichtspunkte.

Haftungsfalle 4: Achtung, Stolperfallen

Sie bekommen eine neue Lieferung Shampoos, Haarspray ... Die großen Kisten räumen Sie gleich weg. Die kleinen wollen Sie später ins Lager bringen.

Frau M. kommt zu ihrem Termin und stolpert über so eine kleine Kiste und prellt sich das Knie. Und auch hier sind Sie wieder Schuld und können haftbar gemacht werden. Wieder haben Sie eine Gefahrenquelle eröffnet und nicht entsprechend gesichert.

Es muss hier gar nicht die neue Lieferung sein, sondern nur der Besen, mit dem Sie die Haare aufkehren und den Sie dann nicht mehr wegräumen. Oft passiert hier schneller was, als man für möglich hält!

Checkliste: Wie Sie als Friseur Schritt für Schritt für mehr Sicherheit sorgen

1. Schalten Sie Gefahrenquellen weitmöglichst aus

  • Lassen Sie defekte Maschinen und Werkzeuge sofort reparieren oder tauschen Sie sie aus.
  • Beseitigen Sie Stolperfallen.
  • Ersetzen Sie gesundheitsschädliche Arbeitsstoffe durch weniger schädliche Produkte.

2. Wo das nicht möglich ist: Treffen Sie geeignete Vorsichtsmaßnahmen

  • Weisen Sie Ihre Mitarbeiter besonders gründlich ein und machen Sie auf Risiken aufmerksam.
  • Bringen Sie Bedienungsanleitungen oder zumindest eine Kurzanleitung direkt am Gerät an.

3. Berücksichtigen Sie den Arbeitsschutz bei Planungen und Anschaffungen

  • Wenn Sie das nächste Mal Ihren Fußboden wechseln: Wählen Sie einen rutschfesten Belag.
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