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Fehler Ihrer Mitarbeiter: Wann Sie nach § 831 BGB haften

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Von Astrid Engel,

Haften Sie eigentlich für jeden Fehler Ihrer Mitarbeiter? Wie können Sie verhindern, dass Sie für Ihre Mitarbeiter haften? Und was bedeutet es, nach § 831 BGB haften zu müssen?

 

 

Stellen Sie sich den folgenden Beispielfall vor: Sie beschäftigen eine Sprechstundenhilfe. Diese ist in ihrer Ausbildung schon weit fortgeschritten. Frau Dorn kommt zu Ihnen, um sich Zahnstein entfernen zu lassen. Ihre Angestellte soll dies übernehmen. Allerdings hat sie heute nicht ihren besten Tag und schneidet Frau Dorn richtig tief ins Zahnfleisch.

Sie persönlich haben nichts getan, das ist klar. Die Sprechstundenhilfe hat sich grob verhalten und Ihre Patientin verletzt. Müssen Sie jetzt für den entstandenen Schaden haften? Hier ist der § 831 BGB interessant:

3 Fallen, derentwegen ein Arbeitgeber nach § 831 BGB haften kann

Die entscheidende Frage lautet in diesem Fall: Wie konnte das passieren?

  • Haben Sie Ihre Mitarbeiterin nicht sorgfältig ausgewählt?
  • Haben Sie sie nicht sorgfältig angeleitet?
  • Und haben Sie sie vielleicht nicht sorgfältig überwacht?

Wann Sie nach § 831 BGB nicht für Mitarbeiter-Fehler haften

Nach § 831 BGB haften Sie nicht, weil Sie persönlich den Schaden verursacht haben, sondern weil Sie die Person, die kausal für den Schaden wurde, nicht richtig ausgewählt, unterwiesen oder kontrolliert haben (sogenanntes Auswahlverschulden).

Allerdings hat Ihnen der Gesetzgeber eine Entlastungsmöglichkeit an die Hand gegeben (Exkulpation). Können Sie darlegen, dass Sie sorgfältig gehandelt haben, haften Sie nicht nach § 831 BGB. Und das heißt für Sie:

1. Wählen Sie Ihre Mitarbeiter sorgfältig aus

Seien Sie schon bei der Auswahl Ihrer Mitarbeiter sehr aufmerksam. Kommt ein Mitarbeiter direkt von der Schule in die Ausbildung zu Ihnen, dann richten Sie Ihr Augenmerk in den Zeugnissen auf Bemerkungen zum Betragen und zur Zuverlässigkeit.

Haben Sie jemanden mit Berufserfahrung oder einen Azubi vor sich, der von einem anderen Ausbilder zu Ihnen wechselt, dann achten Sie im Zeugnis besonders auf versteckte Hinweise auf Unzuverlässigkeit.

Tipp: Verzichten Sie nicht auf Vorstellungsgespräche. Ein persönlicher Eindruck sagt oft mehr als 1.000 Worte!

2. Unterweisen Sie Ihre Mitarbeiter gründlich

Der folgende Satz klingt respektlos: Gehen Sie immer davon aus, dass Ihr Mitarbeiter nichts weiß! So ist das natürlich nicht gemeint. Sie sollen Ihren Mitarbeitern vertrauen und ihnen etwas zutrauen.

Allerdings müssen Sie ihnen immer wieder einmal etwas erklären. Und dies sollten Sie wirklich so umfassend tun, als stünde der erste Mensch vor Ihnen. Und ist ein halbes Jahr vorbei, dann wiederholen Sie die Unterweisung einfach.

Und wenn Sie neue Gerätschaften bekommen - warum dem Mitarbeiter hierzu nicht eine Schulung gönnen?

Tipp: Externe Schulungen und Fortbildungen kosten Sie zwar Geld, haben aber den Vorteil einer Beweiserleichterung für Sie, denn Ihre Mitarbeiter bekommen eine Teilnahmebestätigung. Diese können Sie vorlegen, falls Sie doch einmal nach § 831 BGB haften sollen. So zeigen Sie, dass Sie Ihrer Unterweisungspflicht nachgekommen sind!

3. Kontrollieren Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig

Gut auswählen und einweisen ist das Eine. Was aber, wenn man bei der Auswahl einen Fehler gemacht hat oder sich der Mitarbeiter nicht an gemachte Vorgaben hält? Auch dann kann es passieren, dass Sie haften müssen - außer Sie können darlegen, dass Sie den Mitarbeiter regelmäßig kontrolliert haben.

Das bedeutet: Lassen Sie sich zum Beispiel schwierige Vorgänge oder die Bedienung von Geräten erklären und dokumentieren Sie diese Kontrolle in der Personalakte. Denn sonst haben Sie ja keinen Nachweis über die Kontrolle.

Tipp: Warten Sie auch Ihre Geräte regelmäßig, denn Sie haften auch, wenn der Schaden durch ein defektes Gerät hervorgerufen wird.

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