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Sorgen Sie für Ihre eigene Sicherheit und prüfen Sie Ihre Altersvorsorge und Ihren Insolvenzschutz

 
Insolvenz
Urheber: stadtratte | Fotolia

Von Michael Jansen,

Egal, wie die Bundestagswahl im September 2017 ausgeht: Alle großen Parteien haben die Rentenversicherungspflicht für Selbstständige auf dem Schirm. Nur wer sich bereits ausreichend abgesichert hat, soll nicht unter das (wenig lukrative) Dach der gesetzlichen Rentenversicherung gezwungen werden.

Als „ausreichend abgesichert“ sollen nur die Altersvorsorgeleistungen gelten, die gegen eine drohende Insolvenz abgesichert sind. Nach §851c Abs. 1 Zivilprozessordnung sind Ihre Lebensversicherungen, private Rentenversicherungen oder sonstige Altersvorsorgen vor der Pfändung geschützt, wenn:

  • das angesparte Kapital ausdrücklich und unwiderruflich für den Zweck der Altersvorsorge eingezahlt wird/wurde;
  • die Leistungen aus dem angesparten Kapital erst mit dem Eintritt des Rentenalters oder im Fall der Berufsunfähigkeit ausschließlich als lebenslange Rente an Sie gezahlt werden;
  • eine Auszahlung oder Leistung vor dem 60. Lebensjahr ausgeschlossen ist (eine Ausnahme gilt bei Berufsunfähigkeit);
  • die Altersvorsorge außer an den Versicherten nur an Hinterbliebene als Leistungsberechtigte gezahlt werden darf;
  • der Vertrag für die Altersvorsorge zweckgebunden ist. Sie dürfen also über die Ansprüche aus dem Vertrag nicht verfügen, sie weder abtreten noch verpfänden;
  • bei der Altersvorsorge die Zahlung einer Kapitalleistung nicht vereinbart ist (Ausnahme ist die Zahlung im Todesfall des Versicherten im Rahmen der Hinterbliebenenvorsorge).

 

Tipp: Um Ihre Altersvorsorge für den Fall einer Insolvenz zu schützen, hat der Gesetzgeber eine jährliche Pfändungsfreigrenze festgelegt, die nach Lebensalter gestaffelt ist. Danach kann ein 18-jähriger Unternehmer in Insolvenz bis zu 2.000 € jährlich für seine Altersvorsorge abziehen. Einem 60-jährigen Unternehmer in Insolvenz stehen sogar bis zu 9.000 € Abzug zu. Die Gesamtsumme des für die Altersvorsorge angesparten Geldes darf 238.000 € nicht überschreiten.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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