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Vorsatz oder grob fahrlässig: Versicherung zahlt nicht, oder?

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Von Astrid Engel,

Ob eine Versicherung im Fall eines Schadens zahlen muss, hängt auch davon ab, wie Sie als Versicherter sich verhalten haben. Sie gehen jetzt nicht mehr automatisch leer aus, wenn Sie einen Schaden grob fahrlässig verursacht haben.

Ob eine Versicherung im Fall eines Schadens zahlen muss, hängt auch davon ab, wie Sie als Versicherter sich verhalten haben. Das neue Versicherungsvertragsgesetz (VVG, seit 2008) hat Ihre Rechte als Versicherungsnehmer deutlich gestärkt. Sie gehen jetzt nicht mehr automatisch leer aus, wenn Sie einen Schaden grob fahrlässig verursacht haben.


Wichtig für Ihre Rechtsposition gegenüber der Versicherung

Kann Ihnen die Versicherung nachweisen, dass Sie grob fahrlässig oder gar vorsätzlich gegen Pflichten aus dem Versicherungsvertrag verstoßen haben, droht, dass sie teilweise oder ganz von der Leistung frei wird. Dabei gilt: 

Fahrlässig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt (§ 276 Abs. 2 BGB). Leicht fahrlässig handelt, wer nach objektiven Maßstäben den Schadenseintritt hätte voraussehen und vermeiden können. ("Das sollte zwar nicht, kann aber geschehen."). Grob fahrlässig handelt, wer sogar ganz naheliegende Überlegungen nicht anstellt, obwohl ihm das aufgrund der Situation oder seiner Vorbildung zuzumuten gewesen wäre.

Vorsätzlich handelt, wer weiß, dass er eine Rechtspflicht verletzt, und zumindest billigend in Kauf nimmt, dass dadurch ein Schaden entsteht - auch wenn er diesen Schaden nicht unbedingt bezweckt.

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Diese Abstufungen sind zum Verständnis des Folgenden wichtig. Bezogen auf Ihren Versicherungsvertrag bringt das neue VVG diese Verbesserungen:


Leistungen trotz grober Fahrlässigkeit

Nach altem Recht war die Versicherung von jeder Leistung frei, wenn Sie den Eintritt eines Schadens grob fahrlässig verursacht hatten. Das neue VVG hat dieses "Alles-oder-nichts-Prinzip" abgeschafft. Jetzt gilt:

  • "Einfache Fahrlässigkeit" führt zur vollen Leistungspflicht.
  • "Grobe Fahrlässigkeit" führt zu einer reduzierten Leistungspflicht im Verhältnis zum Verschulden und
  • nur "Vorsatz" führt zur vollen Leistungsfreiheit des Versicherers.


Beispiel: Grob fahrlässig verursachter Brandschaden

Ein Betriebsinhaber verursacht grob fahrlässig einen großen Brandschaden, weil er einen Heizofen längere Zeit unbeaufsichtigt ließ.

Folge nach altem Recht: Die Versicherung, bei der er die Gebäude- und eine Inhaltsversicherung abgeschlossen hatte, durfte jegliche Leistung verweigern. Sie konnte ihren Kunden also genauso behandeln, als hätte der den Schaden vorsätzlich durch Brandstiftung verursacht.

Folge nach neuem Recht: Der Betriebsinhaber erhält zumindest eine Teilleistung. Die Entschädigungshöhe richtet sich dann danach, wie stark sein Verschulden war.

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