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Vorsorge: Mit der richtigen Vollmacht retten Sie Ihre junge Existenz im Fall eines (Un-)Falls

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Von Astrid Engel,

Was passiert, wenn Sie vorübergehend nicht mehr selbst entscheiden können, beispielsweise weil die Mediziner Sie in ein künstliches Koma versetzen mussten? Ohne entsprechende Vorsorge bedeutet dies: Ohne Vollmacht geht von heute auf morgen gar nichts mehr, weder beruflich noch privat.

Ein Autounfall, ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall können auch Existenzgründer völlig unvorbereitet treffen. Mit der richtigen Vollmacht vermeiden Sie viele Probleme bereits im Vorfeld.

Was passiert, wenn Sie vorübergehend nicht mehr selbst entscheiden können, beispielsweise weil die Mediziner Sie in ein künstliches Koma versetzen mussten? Ohne entsprechende Vorsorge bedeutet dies: Von heute auf morgen geht gar nichts mehr, weder beruflich noch privat.

Der Ehepartner darf ohne Vollmacht nichts machen

Wer glaubt, dass im Notfall der Partner einspringt, bis man selbst wieder fit ist, irrt sich gewaltig! Ohne gültige Vollmacht darf sogar der Ehegatte nicht einmal eine Rechnung schreiben oder Überweisungen vom Geschäftskonto tätigen. Das ist sehr ärgerlich, wenn Sie noch Außenstände haben, denn gerade jetzt brauchen Sie das Geld natürlich dringender als je zuvor.

 

Ernst wird es, wenn Sie nun Kreditraten und andere Verbindlichkeiten nicht mehr zahlen können und der Partner keine Verhandlungen mit den Banken führen darf. Bei Teamgründungen kann es außerdem zu Konflikten kommen, wenn die Mitunternehmer nicht mit den Entscheidungen des Ehepartners einverstanden sind.

Ein kleiner Trost: Wenn beispielsweise die Ehefrau ungefragt einfach tätig wird und dies von den anderen Teilhabern über längere Zeit akzeptiert wird, ist das eine sogenannte Duldungs-Vollmacht, die nur sehr schwer anfechtbar ist.

Vorsorge von zentraler Bedeutung: Handlungs-Vollmacht

Um vorzusorgen, benötigen Sie vor allem eine sogenannte Handlungs-Vollmacht (Vorsorge-Vollmacht). Darin ermächtigen Sie den Bevollmächtigten, für Sie Entscheidungen zu treffen, bis hin zur Verfügung über das Vermögen.

Die Grundvoraussetzung für derart weit reichende Befugnisse ist natürlich das absolute Vertrauen in den Bevollmächtigten. Damit der im Notfall keine Überraschungen erlebt, sollten die Dinge vorher mit dem Betreffenden abgesprochen werden. Außerdem sollte diese Person nicht nur bereit, sondern auch fähig sein, anstehende geschäftliche Entscheidungen zu treffen.

Man kann eine Handlungs-Vollmacht auch aufteilen, also beispielsweise den Ehepartner die privaten Dinge regeln lassen und einen befreundeten Unternehmer die geschäftlichen. Eine Handlungs-Vollmacht muss in Form einer sogenannten Vollmachtsurkunde schriftlich erteilt und mit Ort, Datum und vollständiger Unterschrift versehen werden.

Vorsorge durch Handlungs-Vollmacht notariell absichern lassen

Auch wenn es gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, sollten Sie eine Handlungs-Vollmacht auf jeden Fall bei einem Notar machen, um Fehler zu vermeiden.

Damit Ihre Vertrauensperson im Notfall tätig werden kann, braucht sie die Vollmachtsurkunde im Original; eine Kopie reicht nicht aus. Sie können sie Ihrem Bevollmächtigten jetzt schon aushändigen oder dafür sorgen, dass das Dokument bei Bedarf schnell zugänglich ist.

Entweder nehmen Sie die Urkunde zu den anderen notwendigen Unterlagen in einen Vorsorge-Ordner  oder Sie hinterlegen sie bei einer zweiten Person Ihres Vertrauens. Die beiden letztgenannten Varianten sind oft praktischer, denn: Wenn Sie die Vollmacht rückgängig machen wollen, müssen Sie die Vollmachtsurkunde wieder zurückverlangen. Eine schriftliche Erklärung im Stil eines "Hiermit widerrufe ich die folgende Vollmacht ..." reicht nicht aus.

Tipp: Man kann alle Vollmachten bei der vom Justizministerium beaufsichtigten Bundesnotarkammer preiswert zentral registrieren lassen (www.vorsorgeregister.de, einmalige Kosten ab ca. 13 Euro). Dadurch wird sichergestellt, dass das Vormundschaftsgericht gegebenenfalls darüber informiert wird, wem Sie welche Vollmacht erteilt haben. Das ist gerade bei eiligen Entscheidungen oft eine große Hilfe. Manche Bundesländer bieten auch die Möglichkeit an, zu diesem Zweck eine Kopie beim Vormundschaftsgericht zu hinterlegen.

 

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