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Vorvertragliche Anzeigepflicht: Versicherungsschutz trotz Falschangaben?

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Von Astrid Engel,

Das neue Verischerungsvertragsgesetz (VVG) hat Ihre Rechte als Versicherungsnehmer gestärkt. Eine sehr wichtige Verbesserung betrifft die "vorvertragliche Anzeigepflicht".

Das neue Verischerungsvertragsgesetz (VVG) hat Ihre Rechte als Versicherungsnehmer gestärkt. Eine sehr wichtige Verbesserung betrifft die "vorvertragliche Anzeigepflicht".

Im Versicherungsfall prüft der Versicherer nämlich, ob Sie alle seine Fragen korrekt beantwortet haben, auf deren Basis er Ihnen den Versicherungsschutz gewährt hat. Kann er Ihnen eine fahrlässige oder vorsätzliche Falschangabe nachweisen, droht wiederum, dass er nicht leisten muss.

Vorvertragliche Anzeigepflicht entschärft

Früher gab es - insbesondere hinsichtlich der Gesundheitsfragen bei Personenversicherungen - regelmäßig großen Ärger und Rechtsstreite um die Frage, wie genau und umfangreich Sie als Kunde die oft unverständlich gestellten Fragen des Versicherers beantworten mussten. Nach dem neuen VVG ist das nun wesentlich klarer und zu Ihrem Vorteil geregelt.

Fragen in Textform sind zu beantworten

Sie müssen nur noch solche Fragen beantworten, die der Versicherer Ihnen in Textform stellt. Das heißt, Sie müssen sich nicht mehr selbst überlegen, ob ein bestimmter Umstand für das zu versichernde Risiko erheblich und daher von Ihnen anzugeben ist, wenn Sie nicht danach gefragt werden. Das Risiko einer Fehleinschätzung tragen Sie somit nicht mehr.

Vorvertragliche Anzeigepflicht endet mit Antragstellung

Die vorvertragliche Anzeigepflicht endet bereits mit der Antragstellung. Früher mussten Sie neue Tatsachen oder Erkrankungen noch so lange nachmelden, bis Ihr Versicherungsantrag vom Versicherer angenommen war (Datum der Police), was die meisten Versicherungsnehmer gar nicht wussten.

Machen Sie als Antragsteller trotz klar formulierter Fragen Fehler, wird das Rücktrittsrecht des Versicherers auf Fälle grob fahrlässiger und vorsätzlicher Anzeigepflicht-Verletzungen begrenzt. Bei einfacher Fahrlässigkeit hat der Versicherer jetzt nur noch die Möglichkeit, eine höhere Prämie zu verlangen - allerdings sogar rückwirkend.

 

Zudem gibt es neue Fristen, innerhalb derer der Versicherer sein Rücktrittsrecht ausüben oder aber Prämien nachfordern muss. Eine Rückabwicklung oder Anpassung noch nach vielen Jahren würde Sie nämlich unzumutbar belasten:

  • Haben Sie Ihre vorvertragliche Anzeigepflicht fahrlässig verletzt, muss der Versicherer seine Rechte hieraus innerhalb von 5 Jahren nach Abschluss des Vertrags geltend machen (§ 21 VVG). Diese Ausschlussfrist verschafft Ihnen Sicherheit darüber, ab wann ein Vertrag in jedem Fall Bestand hat.
  • Eine besonders kundenfreundliche Regelung gibt es in der privaten Krankenversicherung: Haben Sie hier Ihre vorvertragliche Anzeigepflicht verletzt, beträgt die Ausschlussfrist nur 3 Jahre (§ 194 VVG).
  • Lediglich bei Vorsatz und Arglist kann ein Versicherer noch bis zu 10 Jahre nach Vertragsabschluss von seinem Anfechtungsrecht Gebrauch machen.
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