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Rund 18 Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten täglich im Büro. Auch wenn dort die Gefährdungen weniger unmittelbar erkennbar sind als auf der...

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Bleib locker, Deutschland

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Von Martin Weyde,

Es wird immer stressiger in Deutschland – zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie der Techniker Krankenkasse (TK) zur Stresslage der Nation mit dem schönen Titel „Bleib locker, Deutschland!“.

Doch leichter gesagt als getan, denn nur ein knappes Drittel der deutschen Berufstätigen gibt an, selten oder nie gestresst zu sein. Zwei Drittel haben heute mehr Stress als noch vor drei Jahren.
Unter Stress leiden besonders Menschen im Alter von Mitte dreißig bis Mitte vierzig, und besonders leiden die Frauen. Bei ihnen kommt in dieser Lebensphase – mehr noch als bei den Männern – manches zusammen, was ihnen die Ruhe raubt:

  • Auf dem ersten Platz aller Stressfaktoren steht insgesamt der Beruf. Allerdings liegen bei den Frauen ihre hohen Ansprüche an sich selbst sogar noch knapp davor. Männer gehen nachsichtiger mit sich um.
  • Dem folgen bei Eltern etwa gleichauf Stress durch private Konflikte und die Kindererziehung. Allerdings sind die lieben Kleinen an sich gar nicht die größte Belastung. Auch hier spielen die Ansprüche der Eltern an sich selbst eine Rolle, und natürlich auch die finanzielle Situation. Generell nimmt der Stress mit der Zahl der Personen zu, die zu einem Haushalt gehören. Nur bei Singles halten sich gestresste und ungestresste Berufstätige die Waage.
  • Aber auch die eigenen Eltern kommen jetzt in die Jahre, in denen manche mehr Zuwendung benötigen. So spielen im „Stressmix“ auch Krankheit und Pflege naher Angehöriger eine zunehmende Rolle.

 

 

Und wie gehen die Menschen mit dem Stress um? Die große Mehrzahl gehört zum Typ „Durchhalter“ und handelt nach dem Motto „Augen zu und durch“. Deutlich weniger Berufstätige laufen unter Stress sogar zu Höchstform auf – allerdings wesentlich mehr Männer als Frauen. Genau entgegengesetzt sieht es dagegen bei den sogenannten „Vermeidern“ aus: Erheblich mehr Frauen als Männer ziehen sich unter Stress zunächst zurück und warten ab.
Und hier verhalten sich die Männer ausnahmsweise mal klüger als die Frauen. Einige begeben sich zwar freiwillig auf ein hohes Stressniveau, leben damit aber viel gesünder als die Frauen, die dem Stress aus dem Weg zu gehen versuchen.
Von den „Vermeidern“ steht jede und jeder Vierte nach eigener Aussage unter Dauerdruck, ist burnout-gefährdet oder leidet unter psychischen Beschwerden wie Depressionen oder Angstzuständen, so die Techniker Krankenkasse.
Trotzdem ist mehr als die Hälfte aller Frauen sehr zufrieden mit ihrem Leben – bei den Männern sind es nur 43 Prozent. Und nur knapp jeder zehnte Mann und jede zwanzigste Frau findet, zu wenig aus sich gemacht zu haben.
Die Studie weist auch auf die positive Wirkung von Stress hin: Wird er nicht zur dauerhaften Belastung, kann er uns anspornen – wenigstens trifft das auf jeden Zweiten der befragten Berufstätigen zu. Und – siehe oben – jeder Fünfte braucht ihn sogar, um seine Höchstform zu erreichen.
Immerhin: 78 Prozent der Frauen und 66 Prozent der Männer geben an, dass ihre Arbeit ihnen Spaß macht. Und die klare Aussage der Studie ist: „Spaß an der Arbeit schützt vor Burnout!“

 

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