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Rund 18 Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten täglich im Büro. Auch wenn dort die Gefährdungen weniger unmittelbar erkennbar sind als auf der...

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Erste Hilfe: Falls es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu Unfällen kommt

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Trotz umfangreicher Bemühungen werden Sie es nicht verhindern können, dass es doch einmal zu einem Unfall kommt. Damit Sie hier vorbereitet sind, sollten Sie der ersten Hilfe vor Ort dieselbe Aufmerksamkeit widmen wie allen anderen Sicherungsmaßnahmen. Die Erste-Hilfe-Maßnahme am Unfallort ist oftmals entscheidend für den späteren Heilungsverlauf einer Verletzung oder gar für die Rettung eines Menschen.

In den Transportbereichen sind deshalb gut ausgebildete Ersthelfer unentbehrlich; sie unterstützen schnell und richtig.

Achtung: Die Rettungskette kann nur so stark sein wie ihr schwächstes Glied. Die Erstversorgung durch Laien oder Ersthelfer ersetzt nie eine ärztliche Hilfe, sondern ist nur ein Notbehelf bis zum Eingreifen des Arztes!

Sie soll den Verletzten durch einfache Maßnahmen schnell, sicher und schonend entlasten, ihn vor weiterem Schadenbewahren, eine Verschlimmerung seines Zustandes verhindern und ihn – wenn erforderlich – für eine Überführung transportfähig machen.

Für den Betrieb gelten folgende Anforderungen

Sorgen Sie für ausreichende und gut ausgebildete Ersthelfer, das heißt:

  • ab 2 bis 20 Beschäftigte: mindestens 1 Ersthelfer
  • ab 20 Beschäftigte: mindestens 10 % der Beschäftigten sind Ersthelfer (Ausnahme: in Verwaltungs- und Handelsbetrieben 5 %)
  • Die Unterweisung Sofortmaßnahmen am Unfallort nach § 8 a Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) reicht nicht aus.
  • Die Ersthelfer-Ausbildung muss mindestens alle 2 Jahre aufgefrischt werden.
  • Bewahren Sie den Original-Nachweis der Ersthelfer-Ausbildung oder eine Kopie einschließlich der Fortbildungsinhalte im Betrieb auf.
  • Benennen Sie die Ersthelfer und den zuständigen Durchgangsarzt auf dem Aushang „Erste Hilfe“ und führen Sie auf, wie man sie erreichen kann.
  • Lagern Sie ausreichend Verbandmaterial.
  • Bewahren Sie die Verbandkästen immer so auf, dass das Verbandzeug gegen schädigende Einflüsse geschützt und im Bedarfsfall gut erreichbar ist. Kennzeichnen Sie die Aufbewahrungsorte für Erste- Hilfe-Material deutlich erkennbar und dauerhaft.
  • Machen Sie über Erste-Hilfe-Leistungen Aufzeichnungen. Empfehlenswert ist die Führung eines Verbandbuchs nach BGI 511-2 beziehungsweise BGI 511-1; hier werden alle kleineren Verletzungen eingetragen. Die Aufzeichnungen sind 5 Jahre aufzubewahren.
  • Machen Sie einen Aushang zur „Anleitung zur Ersten Hilfe bei Unfällen nach BGI 510-2“.
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