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Rund 18 Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten täglich im Büro. Auch wenn dort die Gefährdungen weniger unmittelbar erkennbar sind als auf der...

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Schweinegrippe: So schützen Sie jetzt Ihre Kollegen

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Von Wolfram von Gagern,

Treffen Sie diese Schutzmaßnahmen\nUnterweisen Sie das Personal zu den folgenden Schutzmaßnahmen und veranlassen Sie, dass die dazu benötigten Persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) und Desinfektionsmittel in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen.

Treffen Sie diese Schutzmaßnahmen

Unterweisen Sie das Personal zu den folgenden Schutzmaßnahmen und veranlassen Sie, dass die dazu benötigten Persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) und Desinfektionsmittel in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen.

Schutzmaßnahmen in stationären Einrichtungen

Stellen Sie die Einhaltung dieser allgemeinen Hygienemaßnahmen sicher, wenn ein Patient an dem Virus erkrankt ist oder ein entsprechender Verdacht besteht:

  • Medizinisches Personal sollte medizinische Einmalhandschuhe tragen und nach dem Ablegen der Handschuhe die Hände desinfizieren. Dabei sollte ein Mittel mit dem Wirkungsspektrum „begrenzt viruzid“ verwendet werden.
  • (Verdachts-)Patienten sollten angehalten werden, in der Gesundheitseinrichtung einen Mund-Nasenschutz (MNS) zu benutzen. Beim Niesen oder Husten müssen sie Mund und Nase bedecken.

„Patientennahe“ Flächen wie z.B. Nachttisch, Türgriffe und der Sanitärbereich sind täglich per Wischdesinfektion zu desinfizieren. Bei Reinigungs- und Desinfekionsarbeiten müssen Schutzhandschuhe nach DIN

  • EN 374 (Schutzhandschuhe gegen Chemikalien und Mikroorganismen) getragen werden.
  • Entsorgen Sie mit Sekreten kontaminierte Abfälle (z. B. Abstrichspatel, Einwegtücher) nach dem Abfallschlüssel EAK 180104. Das bedeutet: Die Abfälle sind unmittelbar am Ort ihres Entstehens in reißfesten, feuchtigkeitsbeständigen und dichten Behältnissen zu sammeln und ohne Umfüllen oder Sortieren in sicher verschlossenen Behältnissen zur zentralen Sammelstelle zu befördern. Die Behältnisse sollen nicht zu groß sein, um eine sichere Handhabung zu gewährleisten.
  • In der Schleuse bzw. im Patientenzimmer ist ein langärmeliger Schutzkittel mit Rückenschluss (desinfizierbar) anzulegen und vor Verlassen des Zimmers dort zu belassen.
  • Bei Gefahr von Spritzern, die Infektionserregern enthalten können, ist eine Schutzbrille (mindestens Gestellbrille mit Seitenschutz) zu tragen.
  • Bei Tätigkeiten, bei denen ein Kontakt zu Verdachtsfällen besteht (z. B. Betreten von Patientenzimmern) sollte eine Atemschutzmaske der Kategorie FFP1 getragen werden. Wird das Husten des Patienten provoziert (z.B. während einer Bronchoskopie, Intubation oder beim Absaugen), sind mindestens FFP3-Masken zu tragen. Die FFP-Masken sind nach der Benutzung hygienisch zu entsorgen (s. o.).

Achtung: Normale OP-Masken, die nicht den Anforderungen an eine FFP1-Atemschutzmaske entsprechen, bieten i. d. R. keinen ausreichenden Schutz vor einer Infektion.

Schutzmaßnahmen in der Arztpraxis

Besteht bei einem Patienten, der Ihre Arztpraxis aufsucht, ein Ansteckungsverdacht, sollten Sie ihn bis zur Einweisung in ein Krankenhaus getrennt von anderen Patienten in einem separaten Raum unterbringen und möglichst mit einem einfachen MNS ausstatten.

Personal, das mit dem Patienten Kontakt hat, sollte ebenfalls einen MNS benutzen, der die wesentlichen Kriterien einer FFP1-Maske bzgl. Filterdurchlass, Gesamtleckage und Atemwiderstand erfüllt. Darüber hinaus sind Schutzhandschuhe und ein Schutzkittel unbedingt anzuraten.

Schutzmaßnahmen beim Krankentransport

Informieren Sie das Krankenhaus vor Beginn des Transports über die festgestellte Infektion (bzw. Verdachtsdiagnose), damit dieses die Isolierung vorbereiten kann. Das Personal des Rettungstransportwagens sollte sich durch Schutzkittel, FFP-Maske und Einmalhandschuhe schützen. Auch der Patient sollte möglichst einen MNS benutzen.

Wichtig: Nach dem Transport sollte im Rettungswagen eine Flächendesinfektion durchgeführt werden (s. o.); außerdem muss das Fahrzeugpersonal nach dem Ablegen der Schutzausrüstung die Hände desinfizieren.

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