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Rund 18 Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten täglich im Büro. Auch wenn dort die Gefährdungen weniger unmittelbar erkennbar sind als auf der...

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Gesundheitliche Probleme in Innenräumen

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Von Martin Weyde,

Etwa jeder zweite Arbeitsplatz in Deutschland befindet sich in einem Innenraum. Die DGUV grenzt Arbeitsplätze in Innenräumen jedoch ein: Werkstätten und chemische Labore zählen nicht dazu, weil die DGUV damit Bereiche definiert, die nicht automatisch durch Lärm oder Gefahrstoffe belastet sind.

Aber in diesen Räumen sind nicht nur kaufmännische Angestellte tätig. Auch andere Gewerbe und Arbeitsfelder wie das Gesundheitswesen benötigen Büros, und diese werden nur selten unter freiem Himmel eingerichtet.
Viele Menschen, die in Innenräumen tätig sind, leiden unter dem „Sick Building Syndrom (SBS)“. Wenn dazu auch Ihre Kollegen zählen, dann wird es Ihnen als SiFa wahrscheinlich nicht ganz leichtfallen, den Ursachen auf den Grund zu gehen.
Die Symptome von SBS ähneln einer Erkältung – Augenbrennen, Kratzen im Hals, verstopfte Nase und Kopfschmerzen. Sie können von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst werden, doch sowie Ihre Kollegen die Arbeitsplätze verlassen, verschwinden die Beschwerden oft wieder.
Kürzlich hat die DGUV ihren Report „Innenraumarbeitsplätze – Vorgehensempfehlung für die Ermittlungen zum Arbeitsumfeld“ in dritter Auflage veröffentlicht. Darin geht es um alle Gesichtspunkte, die beim SBS eine Rolle spielen können:

 

 

  • Geruchssinn: Gerüche in Innenräumen führen häufig zu Beschwerden. Für manche Stoffe ist die menschliche Nase sehr empfindlich, und die Bewertung von Geruchsempfindungen ist schwierig.
  • Raumlufttechnische Anlagen: Diese erfüllen viele Aufgaben – sie heizen, kühlen, befeuchten und entfeuchten. Den Wünschen aller Kollegen zu entsprechen, ist sehr oft nicht möglich.
  • Beleuchtung: Tages- oder Kunstlicht – auch da haben Ihre Kollegen unterschiedliche Vorstellungen. Und ständig in der Dämmerung vor dem hellen Bildschirm zu sitzen, kann auch ins Auge gehen.
  • Materialien: Möbel oder Teppiche können belastende Substanzen enthalten, und meistens fehlen dazu detaillierte Informationen.
  • Gestaltung des Arbeitsplatzes: Hier spielen zunächst ergonomische Aspekte eine Rolle – also die richtige Körperhaltung, aber auch Emissionen von Laserdruckern, Kopierern und Bildschirmgeräten.
  • Lärm: Auch in Büros kann Lärm stören und belästigen. Die Arbeitsstättenverordnung verlangt, den Schalldruckpegel so niedrig zu halten, wie es nach Art des Betriebs möglich ist.
  • Raumklima: Zu warm, zu kalt, Frischluft oder nicht ist in vielen Büros dauerhaftes Reizthema.
  • Elektromagnetische Felder: Statische Elektrizität entsteht, wenn sich unterschiedliche Materialien aneinander reiben. Auch Ihre Kollegen können sich so elektrostatisch aufladen.
  • Psychische Faktoren: Diese überschneiden sich mit dem SBS und sollten differenzialdiagnostisch abgegrenzt werden.

Der Report „Innenraumarbeitsplätze“ umfasst 234 Seiten und liegt auf dguv.de/ifa als PDF vor. Dort stellt Ihnen das Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA) auch Ermittlungsbögen zur Verfügung, mit denen Sie den gesundheitlichen Beschwerden Ihrer Kollegen durch das SBS praktisch auf den Grund gehen können.

 

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