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Gesundheitswesen: Infektionsfalle Krankenhaus

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Von Martin Weyde,

15.000 Tote – 600.000 Infizierte: Die Rede ist von deutschen Krankenhäusern, in denen Patienten erst richtig krank werden – durch Krankenhauskeime. Eine aktuelle Studie des Uniklinikums Jena hat dazu jetzt fundierte Zahlen vorgelegt.

Die umgangssprachlichen Krankenhauskeime bezeichnen Fachleute als nosokomiale Infektionen. Dabei handelt es sich um Infektionen, die Patienten erst im Krankenhaus erworben haben. Wenn es dadurch zu einer Blutvergiftung kommt und Antibiotika nicht wirken, dann können die Patienten daran sterben.
Allerdings war bisher unklar, um wieviele Fälle im Jahr es dabei tatsächlich geht, denn die Zahlen konnten nur geschätzt werden. Am Uniklinikum in Jena wurden jetzt über 12 Monate Patientendaten ausgewertet, die belegen, dass im Untersuchungszeitraum 823 Fälle von Krankenhausinfektionen auftraten. Damit waren 4,3 Prozent der Patienten betroffen.
Bringt man dieses Ergebnis mit einer Information des Robert-Koch-Instituts in Verbindung, nach der in Deutschland jährlich etwa 17 Millionen Menschen vollstationär behandelt werden, dann landet man hochgerechnet bei 731.000 infizierten Patienten. Und hat damit die bisherige unsichere Schätzung sogar noch übertroffen.

 

Der Leiter der Studie, Prof. Dr. Frank M. Brunkhorst, erklärt dazu: „Damit können wir die bisherigen Expertenschätzungen für deutsche Kliniken bestätigen und erstmals wissenschaftlich untersetzen. Und wir haben die Voraussetzungen für die nächste Studienphase geschaffen, denn ohne Ausgangswerte lässt sich der Effekt von Präventionsmaßnahmen nicht ermitteln.“
Und maßgeschneiderte Präventionsmaßnahmen sind das erklärte Ziel der zweiten Phase der Studie:

  • Auf die jeweiligen Patientengruppen und Abläufe in der Klinik soll die Prävention zugeschnitten sein.
  • Es sollen Maßnahmenbündel geschnürt werden, die im Alltag umsetzbar sind.
  • Dafür wollen die Mediziner die jeweils vielversprechendsten Maßnahmen zusammenfassen.

Am Ende steht dann die Bewährungsprobe für die Maßnahmenbündel: Sind sie in der Lage, die Zahl der Infektionen im Krankenhaus im realen Leben zu verringern? Es sei das Ziel der Studie, die Krankenhausinfektionen am Klinikum Jena um 20 Prozent zu reduzieren, hält Professor Brunkhorst fest.
Eine besonders wichtige Maßnahme ist jedenfalls, dafür zu sorgen, dass die Desinfektionsmittelspender auch wirklich benutzt werden. Dafür sollen sie ergonomisch erreichbar in Nähe der Patientenbetten angebracht werden und die täglichen Routinen vereinfachen.

 

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